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Marketing

Google AdWords verletzen Patentrechte: Warum der Konzern jetzt 500 Millionen Dollar zahlen muss – jedes Jahr

Google verliert Patentstreit. (Bild: Flickr- Carlos Luna / CC-BY-2.0)

Eine herbe Schelte für Google: Aufgrund verletzter Patente muss der IT-Riese jährlich 1,36 Prozent seiner AdWords-Umsätze an Vringo überweisen – satte 500 Millionen Dollar für 2013.

Patentstrafe gegen Google und seine AdWords: Dimension des Verfahren unterschätzt

Google verliert Patentstrafe gegen Vringo: Der IT-Riese hat die Dimension des Verfahren unterschätzt. (Bild: Flickr- Carlos Luna / CC-BY-2.0)
Google verliert in Sachen AdWords gegen Vringo: Der IT-Riese hat die Dimension des Verfahren unterschätzt. (Bild: Flickr- Carlos Luna / CC-BY-2.0)

Google hat ein wichtiges Patentverfahren verloren, dass dem Suchmaschinenriesen in den nächsten Jahren kräftig zusetzen dürfte. Ein US-amerikanisches Gericht hat entschieden, dass Google AdWords gleich zwei Patente des Unternehmens Vringo verletzt. Ab sofort muss Google 1,36 Prozent aller AdWords-Umsätze an den Kläger weiterleiten. Google hat im vergangenen Jahr mehr als 40 Milliarden US-Dollar Umsatz mit AdWords generiert.

Google AdWords: Vringo-Patente stammen von Lycos

„Google hat 2013 mehr als 40 Milliarden US-Dollar Umsatz mit AdWords gemacht.“

Vringo hat die Patente ursprünglich von Lycos gekauft, in den 90er-Jahren eine beliebte Suchmaschine, die jedoch der Konkurrenz von Google nicht standhalten konnte und nach dem Platzen der Dotcom-Blase abgewickelt wurde. Zwar hat Google direkt nach dem Urteil kleine Details an AdWords verändert, jedoch hat das Gericht dieses Update als nicht umfangreich genug eingestuft – die Ansprüche von Vringo blieben bestehen. Die hohen Strafzahlungen wären vielleicht zu umgehen gewesen, wenn sich die Parteien auf einen Lizenz-Deal geeinigt hätten. Da das nicht der Fall war, hat ein Richter den Streit beigelegt – allein für das Jahr 2013 kann Vringo mit einer Überweisung in Höhe von mehr als 500 Millionen Dollar rechnen.

Google hat gegen das Urteil Berufung eingelegt. Beobachter des Rechtsstreits sehen allerdings keine großen Chancen für den Suchmaschinenriesen, das Urteil erfolgreich anzufechten. Microsoft kam übrigens mit der gleichen Patentklage wesentlich günstiger davon und konnte sich mit einer Einmalzahlung von einer Million US-Dollar von jeglichen Ansprüchen befreien. Google scheint die Relevanz des Patentverfahrens immens unterschätzt zu haben.

via www.heise.de

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3 Reaktionen
Stefan

Wieviel von den 40 Mrd. wurden in Deutschland umgesetzt? Davon bitte 19% an den deutschen Fiskus, wie allgemein üblich in Deutschland! Achja, das ganze jährlich bitte! Danke!

Eckert Webdesign

Das ist für den Konzern wohl ein Tropfen auf den heißen Stein, denn in manchen Accounts werden Dinge wie zwei Klicks für eine Impression nicht rückgängig gemacht bzw. gut geschrieben und das bei Klickpreisen über 3 Euro. Und das passiert in manchen Accounts regelmässig!

Schutzrechte

Da lohnen ein IT-Studium und anschliessendes Zwangsfreiberuflertum ja so richtig...
1% Lohnsteigerung im letzten Jahr sind auch kein Zeichen echten Mangels.
Eine Arbeit die Spaß macht, macht keinen Spaß wenn man kein Geld damit verdienen kann.
BWL und Jura lohnen wohl eher.

Wegen US-Handelsabkommen gelten US-Patente z.B. auf Geschäftsideen dann vielleicht auch hier und man muss Patente vielleicht nur noch in USA anmelden.
Die Appstores stehen alle in USA so das man dort bezahlen muss oder die App rausfliegt. Aber als Vollkaufmann kann man die 400.000 Amerikanischen und 200-300.000 Europäischen gewerblichen Schutzrechte alle kennen und ggf. die Strafen bezahlen... 250.000 Euro hat man ja anscheinend:
t3n.de/news/abmahnung-geek-nerd-sheldon-cooper-barney-stinson-walter-white-516681/
t3n.de/news/android-developer-verdienst-284800/

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