Ratgeber

Payment Service Provider (PSP): Das sind die Rundum-Sorglos-Pakete für den Zahlungsverkehr

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Paypal Plus: Nur vier Bezahlverfahren verfügbar

Eine etwas andere Strategie verfolgt Paypal Plus. Der Dienst bietet lediglich vier gängige Zahlungswege (Kreditkarte, Paypal, Lastschrift oder Kauf auf Rechnung), punktet aber aufgrund seiner hohen Bekanntheit. Paypal Plus lässt sich übrigens auch durch Endkunden nutzen, die nicht über ein Paypal-Konto verfügen.

Paypal Plus ist bislang nur für Kunden mit deutschem Firmensitz verfügbar. (Screenshot: Paypal)

Gut für Händler: Der Verkäuferschutz schützt vor Ausfällen durch geplatzte Zahlungen. Zusätzlich kann der Shopbetreiber weitere Bezahlverfahren wie Vorkasse einbinden. Eine Einschränkung gibt es allerdings: Der PSP ist bislang tatsächlich lediglich für Händler verfügbar, die ihren Firmensitz in Deutschland haben, dann aber auch für grenzüberschreitende Transaktionen.

Mpay24: Sonderkonditionen für Gründer

Der österreichische Anbieter Mpay24 eignet sich aufgrund seines Abrechnungsmodells besonders für Webshops mit höheren Abrechnungssummen. Abgerechnet wird nämlich nicht prozentual, sondern nach Kaufvorgängen. Eine monatliche Grundgebühr fällt, anders als bei den meisten anderen Systemen, nicht an.

Besonders ist auch der Umgang mit Start-ups, die in den letzten 12 Monaten gegründet wurden: Ihnen bietet der PSP-Anbieter besondere Konditionen an, etwa eine Ersparnis bei der Einrichtungsgebühr und den laufenden Gebühren sowie technische Unterstützung und Payment-Know-how. Mpay24 unterstützt ebenfalls eine Vielzahl an Zahlungswegen (Kreditkarten, diverse Online-Zahlungssysteme sowie Ratenkauf, Rechnungskauf und Lastschrift) und lässt sich individuell an die Corporate Identity des Shops anpassen. Die Bezahlseite lässt sich zudem um Elemente wie Warenkorb, Lieferdetails oder Benutzerdaten erweitern.

Payolution:  Rechnung und Ratenzahlung im Fokus

Payolution ist ein White-Label-Payment-Anbieter, der zwar nicht so eine riesige Menge an Zahlungsverfahren anbietet wie andere PSPs, dafür aber die in Deutschland wichtigsten wie Lastschrift, Rechnung und Ratenzahlung. Dabei versichert das Unternehmen dem Shopanbieter, dass dieser sein Geld auch dann erhält, wenn der Kunde seine Rechnung nicht oder mit Verzögerung bezahlt.

Das Unternehmen tritt als White-Label-Lösung konsequent beim Shopbetreiber in den Hintergrund, um die Kundenbindung und die Conversion des Shops sicher zu stellen. Zu den Kunden gehören unter anderem Limango, Windeln.de, die XXXLutz-Gruppe mit Mömax sowie Teufel und Runtastic.

Six Payment Services: Umfassender M-Payment-Ansatz

Nach eigenen Angaben besonders einfach und gleichzeitig sicher soll das Bezahlen mit Six Payment Services sein. Der Schweizer Anbieter unterstützt Unternehmen bei der Zahlungsabwicklung bis hin zum vollständigen Debitorenmanagement. Wer den Payment-Markt schon etwas länger verfolgt, könnte das Unternehmen noch unter dem alten Namen Pay Life kennen, den es bis 2015 führte.

Six Payment Services unterstützt Händler beim Einstieg ins E-Commerce. (Foto: Six Payment Services)

Wichtiges Element ist hier der Omnichannel-Ansatz, die Kombination unterschiedlicher Vertriebskanäle. Neben Vor-Ort-Zahlungen und Online-Payment-Verfahren unterstützt der Anbieter auch die Abwicklung von Telefon- und E-Mail-Bestellungen.

Angeboten werden weltweit alle gängigen Bezahlarten, wobei der Schwerpunkt auf einer großen Zahl an M-Payment-Verfahren liegt. Mit diesem Fokus auf mobilem Bezahlen hat das Unternehmen nicht nur früh auf den Mobile-Trend gesetzt, sondern empfiehlt sich dadurch auch für Wirtschaftsräume, in denen der klassische desktop-gebundene E-Commerce eine kleinere Rolle spielt als hierzulande. Unterstützt werden beispielsweise neben Saferpay oder Payunity auch In-App-Käufe, die über die gängigen iOS- oder Android-SDKs realisert werden.

Stripe: Beliebt bei Entwicklern

Ein gerade unter Entwicklern und Internetunternehmen beliebter Service, um den gesamten Zahlungsprozess zu vereinfachen, ist Stripe. Das Unternehmen aus San Francisco ist bereits seit 2011 am Markt und kann Unternehmen wie Adidas, Best Buy, Deliveroo und die Khan University zu seinen Kunden zählen. Stripe ist einfach und gut anpassbar und lässt sich mit Hilfe der ausgereiften API in alle gängigen Shopsysteme implementieren. Der Buy-Button lässt sich individuell an die Corporate Identity des Shops anpassen.

Mit Stripe lassen sich neben den gängigen Kreditkarten (Visa, Mastercard, American Express) viele internetspezifische Zahlungsmittel (Giropay, Sofortüberweisung, iDeal, etc.) einsetzen. Die Vergütung besteht aus einer Provision, die sich nach der Herkunft der Zahlung (europäisch vs. außereuropäisch) richtet und einem Sockelbetrag von 25 Cent. Setup- oder Grundgebühren fallen nicht an.

Stripe fällt außerdem mit einigen Sonderfunktionen auf, beispielsweise einen Verkaufsprozess in einen Tweet einbetten zu können oder innerhalb anderer mobiler Apps zu verkaufen. Unterstützt werden auch Abo-Modelle oder Zahlungen in Fremdwährungen. Ausgereift wirkt auch die Betrugsprävention, bestehend aus einer Kombination aus Kundenprofil,  Transaktionsverlauf, Ausstellungsdaten zur Kreditkarte und dazugehörigen Bank sowie IP-Adresse und Geräte-ID.

Paymill: Weltweit in rund hundert Währungen

Paymill kommt ohne monatliche Gebühren und systembedingte Setup-Kosten aus. Das seit 2012 am deutschen Markt befindliche Unternehmen unterstützt die gängigen (und ausgefallenere!) Kreditkarten, Paypal sowie SEPA-Lastschriften.

Neben regelmäßig wiederkehrenden Zahlungen werden auch Bezahlvorgänge per App unterstützt – bei bereits hinterlegten Kundendaten sogar über eine One-Tap-Funktion. Der Dienst ist aktuell in mehr als 30 Ländern verfügbar und verarbeitet rund hundert Währungen. Die Integration der gängigen Shopsysteme ist laut Anbieter einfach.

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11 Kommentare
Jürgen

Was soll das denn sein? Ein Wiederkäuen von Pressemeldungen?
Die wichtigste Entscheidungsgrundlage für den Einsatz fehlt: Auszahlungshöhe.
Wieviel bleibt mir nach Abzug von Steuer, Provision, Fixanteil und Einmalzahlung?
Wenn von 1,99 Euro bei Mikropayment am Ende nur 79 Cent übrigbleiben, dann nützt mir auch das schickste Plugin zum Einbinden nichts.
Macht mal eine vernünftige tabellarische Übersicht mit Schwellenwerten.

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Nils
Nils

Dachte ich auch dran, einer der Besten Anbieter aufm Markt.

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Tobias Weidemann

Danke für den Hinweis. Die gehören da in der Tat noch rein, was wir jetzt nachgeholt haben.

Bernd Bezahlprofi
Bernd Bezahlprofi

Auf der einen Seite die Bedeutung einer „möglichst einfachen und angenehmen Bezahlatmosphäre“ für die Conversion hervorheben, und dann die Conversion Killer Klarna Checkout und PayPal Plus loben? Das kann nur nachvollziehen, wer davon ausgeht, daß hier Geld fließt. Schauen Sie sich diese Seiten doch mal an: Ein kompletter optischer wie logischer Bruch. Bei PayPal Plus brechen reihenweise alle Kunden ab, die diesen Dienst nicht mögen oder ihm nicht vertrauen, und bei Klarna gibt es ein gruseliges Opt In, daß man „Klarna Checkout Nutzer“ werden möchte. Schlimmer geht’s nimmer.

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Björn
Björn

Irgendwie fehlen mir hier noch einige Anbieter. Adyen und Novalnet.

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Jan
Jan

Bei der PSP Wahl zählt mehr als nur der Preis.

Ein paar der gelisteten habe ich mit einer Frage zur Integration kontaktiert, von vielen kam keine Antwort, von anderen wiederum in unter 30 Minuten (mpay zB).

Mpay ist in meinen Augen der einzige gute PSP aus der Liste. Klar, es fehlen Zahlungssysteme wie Amazon, Payolution und co, dafür ist deren Support Spitzenklasse. Egal wann und was du sie fragst, die zwei Herren (ja es scheinen nur zwei zu sein) antworten in wenigen Minuten und immer gab es eine Lösung.

Ich empfehle meinen Kunden nur noch mpay.

MfGruss Jan

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Benjamin (mPAY24 Support)
Benjamin (mPAY24 Support)

Vielen Dank für das Lob, ich bin einer von diesen zwei genannten Herren ;)
An der Schnittstelle zu Payolution wird übrigens gerade gearbeitet und Payolution sollte somit in einigen Wochen als Zahlungssystem bei mPAY24 zur Verfügung stehen.

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Christian
Christian

Dem kann ich mich voll und ganz anschließen.
Amazon Payments wäre noch ein großer Pluspunkt.

@Patrick, Benjamin: Macht weiter so!

Lg
Christian

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PAYMILL

Vielen Dank für den spannenden Artikel und den transparenten Vergleich.
Wenn es um die Qual der Wahl geht, worauf man achten sollte, um den richtigen Payment Service Provider zu finden, möchte ich Sie gerne auf unseren kürzlich veröffentlichten Blog Artikel hinweisen: https://goo.gl/SJIc4T

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PAYREXX.COM
PAYREXX.COM

Besten Dank für den spannenden und transparenten PSP-Vergleich!

Nebst den genannten Zahlungsprovidern gibt es mit PAYREXX den ersten kostenlosen META Payment-Service-Provider im deutschsprachigen Raum. PAYREXX ermöglicht die Anbindung und Kombination aller möglichen Zahlungsprovidern resp. Zahlungsmitteln, damit Händler jeweils von den günstigsten Konditionen profitieren können!

Zudem vollendet PAYREXX die genannten Payment-Service-Provider um einen cleveren One Page Shop, sowie virtuellen Terminals und einfachen Zahlungsformulare.

Damit kann jeder über alle Online-Kanäle einfach und sofort verkaufen. Sie benötigen weder eine eigene Website noch Programmierkenntnisse, um Onlinezahlungen zu akzeptieren.

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