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Paypal steigt ins deutsche Bankgeschäft ein

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Ritterschlag für Berliner Fintech

Für „Weltsparen.de“ kommt die Kooperation mit Paypal einem Ritterschlag gleich, zumal der US-Konzern, der bislang nicht wirklich als Startup-Investor aufgefallen ist, den Pakt durch das Funding bekräftigt. Zur Höhe der Finanzierung machte Georgadze keine genauen Angaben, sie dürfte allerdings im niedrigen zweistelligen Millionenbereich liegen. Die bislang letzte Finanzierungsrunde hatte Raisin Anfang des Jahres verkündet. Damals spülten klassische Venture-Capital-Fonds 30 Millionen Euro in das Unternehmen. Zur Bewertung sagten die Berliner damals nichts. Allerdings dürfte Raisin genauso wie N26, die Solarisbank oder Deposit Solutions zu jenen deutschen Fintechs gehören, die zwar die 100-Millionen-Grenze bereits deutlich geknackt haben, von einer 500-Millionen-Bewertung allerdings noch ein gutes Stück entfernt sind.

„Es macht uns stolz, dass sich Paypal für uns als Partner entschieden hat“, sagte Georgadze. Der Kontakt sei vor rund einem Jahr zustande gekommen und vonseiten der Amerikaner ausgegangen. „Über die vergangen Monaten ist das dann immer konkreter geworden.“ Vor diesem Hintergrund erscheint auch die vor wenigen Wochen verkündete Expansion nach UK in neuem Licht; dort übernahm Raisin für einen nicht genannten Kaufpreis das britische Pendant PBF Solutions. „Natürlich spielt es für einen Konzern wie Paypal eine Rolle, dass potenzielle Partner möglichst international aufgestellt sind“, meinte Georgadze gestern. Als weiteren wichtigen Faktor nannte er die sogenannte „API“ – also die technische Schnittstelle, über die große Finanzkonzerne die Dienstleistungen von Finanz-Startups integrieren.

Wie reagiert die Finanzbranche auf die Kooperation?

Die große Frage wird nun sein, wie die etablierte Finanzbranche auf die Kooperation reagiert. Als Schwäche der Fintechs galt bislang, dass ihnen der direkte Zugang zu größeren Kundengruppen fehle – und sie deshalb zwingend auf die Zusammenarbeit mit klassischen Banken angewiesen seien. Sollten die Paypal-Nutzer das neue Angebot annehmen, hätte Raisin nun eine Möglichkeit gefunden, seine Produkte in den Massenmarkt zu schleusen und dabei die Banken als Vertriebsweg zu umgehen. Der Konkurrent Deposit Solutions („Zinspilot“) hat sich zwar ebenfalls darauf spezialisiert, Spar- und Festgelder zu vermitteln. Allerdings gehen die Hanseaten einen anderen Weg und bieten ihre technische Lösung verstärkt als B2B-Dienstleistung den Banken an.

Dieser Artikel erschien zuerst auf finanz-szene.de

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