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Erfolgreich mit Paywall: New York Times könnte Umsätze auf 579 Millionen Dollar steigern

(Foto: Shutterstock.com)

Sofern alles nach Plan verläuft, könnte die New York Times ihre Umsätze 2017 auf 579 Millionen US-Dollar steigern. Damit zeigt das Traditionsblatt, dass Bezahlschranken durchaus funktionieren.

New York Times: 900 Millionen US-Dollar Umsatz bis 2020

Die New York Times konnte ihre Digitalumsätze um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigern. Wenn die vor 166 Jahren gegründete Zeitung das Wachstum beibehalten kann, dann würde sich der Umsatz im Jahr 2017 auf 579 Millionen US-Dollar erhöhen. Das würde die rückläufigen Printverkäufe mehr als ausgleichen. Wie Recode vorrechnet, könnte die New York Times ihre Umsätze bis 2020 auf mehr als 900 Millionen US-Dollar treiben – selbst wenn die Wachstumsrate im Digitalgeschäft auf die bis 2016 durchschnittlichen 16 Prozent zurückfiele.

Die New York Times könnte ihre ambitionierten Ziele sogar übertreffen. (Foto: Shutterstock.com)

Damit würde die New York Times ihr selbstgestecktes Ziel weit übertreffen: Geplant war vor zwei Jahren die Verdopplung des Umsatzes auf 800 Millionen US-Dollar bis zum Jahr 2020. Eine bemerkenswerte Leistung für eine Publikation, die 2011 erstmals eine Bezahlschranke eingeführt hat. Damals hatte die New York Times das Beratungsunternehmen McKinsey beauftragt, um zu ermitteln, wie viele Menschen potenziell für die Inhalte bezahlen würden. Die optimistischste Schätzung soll bei etwas unter einer Million Digitalabonnenten gelegen haben. Tatsächlich gibt es aber heute schon mehr 1,3 Millionen Abonnenten. Und sogar 1,5 Millionen, wenn die zahlenden Nutzer der Rezepte- und der Kreuzworträtsel-App miteinbezogen werden.

„Failing New York Times“: Donald Trump schiebt Abo-Verkäufe an

Für den derzeitigen Erfolg der New York Times ist ironischerweise auch US-Präsident Donald Trump verantwortlich. Der hatte die Publikation wiederholt auf Twitter attackiert, was ihr letztlich zu einer Steigerung der Digitalabonnentenzahlen verholfen hat. Aber auch außerhalb der US-Politik konnte die New York Times immer wieder mit exklusiven Meldungen – wie über den Missbrauchsskandal in Hollywood – auf sich aufmerksam machen. Damit zeigt die New York Times, wodurch eine Paywall zum Erfolg wird: durch exklusive, gut recherchierte Geschichten.

T Brand Studio: Die Inhouse-Agentur erstellt Native-Ad-Kampagnen für Kunden wie Netflix. (Screenshot: paidpost.nytimes.com)

Abgesehen von den Digitalabonnements bleibt aber auch Werbung ein wichtiger Faktor für die New York Times. Hier ist das Traditionsblatt vor allem im Native-Advertising-Segment erfolgreich. Seit 2014 betreibt die New York Times mit dem T Brand Studio eine eigene Inhouse-Agentur für native Inhalte, die schon ein Jahr nach der Gründung für 20 Prozent der digitalen Werbeumsätze verantwortlich war.

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