Glosse

Dieser peinliche Moment, wenn Github vergisst, Github zu benutzen

(Foto: t3n / Sébastien Bonset)

War das Absicht? Indem Github nicht Github nutzt, zeigt Github, wie sinnvoll Github ist.

Und Github so: „Ach, lass uns das doch per E-Mail-Formular machen“

Github eignet sich nicht nur für die Arbeit an Quelltexten, sondern für jede Art von Dokument, das gemeinsam bearbeitet werden soll. Das wird spätestens dann klar, wenn wir uns anschauen, wie viele Open-Source-Projekte mittlerweile auch ihre Dokumentation über den Dienst verwalten. Nur das Team von Github scheint noch nicht gänzlich davon überzeugt zu sein, dass sich die webbasierte Versionsverwaltungslösung in diesem Kontext nutzen lässt. Das ist zumindest der Eindruck, den dieser Beitrag auf dem Firmenblog bei uns hinterlässt.

Github: E-Mail-Formular statt Pull-Requests. (Screenshot: Github.com)

In dem Text erklärt Github-Hausjuristin Hannah Poteat, warum das Unternehmen an neuen Nutzungsrichtlinien arbeitet. Soweit, so verständlich. Ebenfalls durchaus nachvollziehbar: Github wünscht sich die Mitarbeit der Community, um etwaige Rechtschreibfehler im aktuellen Entwurf aufzuspüren und Änderungswünsche vorzubringen. An der Stelle wird das Ganze allerdings dubios: Neue und alte Nutzungsbedingungen liegen als Hilfsdokumente vor.

Statt zumindest die neue Version in ein Repository zu packen, bleibt Github-Nutzern nur ein ziemlich umständlicher Weg, Verbesserungen vorzuschlagen: über ein E-Mail-Formular. Und damit es auch wirklich kompliziert ist, befindet sich das Formular nochmal auf einer gesonderten Webseite. Immerhin: Als angemeldeter Nutzer steht eure E-Mail-Adresse wenigstens schon im richtigen Feld.

Bildergalerie: Zu besuch im Github-Office

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Warum Github den ganzen Text nicht in ein Repository gepackt hat, um etwaige Änderungen als Pull-Request zuzulassen, weiß vermutlich nur das zuständige Team. Zumal der Gedanke wohl auch schon Poteat gekommen ist. Laut einem Kommentar von ihr auf Hacker News sollen zukünftige Änderungen als Diff sichtbar gemacht werden. Na dann …

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