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Porträt

Penta will die Fintech-Elite mit einem echten Geschäftskonto für Unternehmen angreifen

Lav Odorovic hat Penta gemeinsam mit Sir Gabriel Holbach und Luka Ivicevic aufgebaut. (Foto: Penta)

Penta will ein digitales Geschäftskonto für kleine und mittelgroße Unternehmen anbieten. Allerdings begibt sich das Startup auf einen umkämpften Markt.

„Das muss doch auch anders gehen.“ Dieser Gedanke ließ Lav Odorovic, Luca Ivicevic und Sir Gabriel Holbach nicht mehr los. Die drei Unternehmer hatten schon selbst Startups aufgebaut und stießen immer wieder auf ein Problem: die Zusammenarbeit mit Banken. Als junge Firma ein Geschäftskonto zu eröffnen, erschien den Dreien kompliziert und umständlich. Sie unterhielten sich mit anderen Gründern und stellten fest, dass sie mit dieser Ansicht nicht allein waren. Gemeinsam überlegten sie, wie sie den Prozess vereinfachen könnten. Heraus kam Penta.

Das in London gemeldete Startup bietet ein digitales Geschäftskonto für kleine und mittelgroße Unternehmen an. Mit der App sollen Gründer in nur wenigen Minuten ein Konto aufsetzen können. Penta unterscheidet zwischen einem Basiskonto und einem „Pay-as-you-grow“-Konzept. Das Basiskonto ist kostenlos, damit können Gründer Gehälter zahlen oder Transaktionen tätigen. Jede Buchung können Unternehmer über eine App einsehen, eine Mastercard für Geschäftskunden macht es möglich.

Bei „Pay as you grow“ sollen zusätzliche Funktionen wie Buchhaltung oder Auslandsüberweisungen hinzukommen. Diese will das Startup durch Kooperationen mit anderen Unternehmen anbieten. Es spricht von einem internen „Bank App-Store“. Noch gibt es keine Partner, aber Penta erwähnt Debitoor als mögliche Anlaufstellen. Die Bezahlversion soll 2018 kommen, wie viel diese Kontovariante genau kosten soll, verrät Penta noch nicht. Da das Startup noch keine eigene Banklizenz besitzt, kooperiert es mit der Solarisbank.

Wie Penta die Kontoeröffnung für Unternehmen vereinfachen will

Wir haben Penta ursprünglich gestartet, um jungen Startups in der Wachstumsphase zu helfen, sich wieder auf das zu konzentrieren, was wichtig ist: ihr Business“, sagt CEO Odorovic im Gespräch mit t3n.de. Nach einer geschlossenen Betaphase begibt sich das Unternehmen ab Dienstag in die offene Beta. Das Interesse scheint vorhanden: Aktuell gewinne man mehrere Dutzend Kunden pro Woche, so Odorovic. Rund 5.000 Unternehmen stehen seinen Angaben zufolge auf der Warteliste.

Penta will das Geschäftskonto digitalisieren. (Foto: Penta)

Wer sich bei Penta anmelden will, muss allerdings Geduld mitbringen: Derzeit kann es bis zu einigen Wochen oder gar Monaten dauern, bis ein neuer Kunde angenommen wird. Für ein Startup stellt sich an dieser Stelle die Frage, ob sich die Anmeldung überhaupt lohnt – schließlich soll es im besten Fall schnell losgehen. Trotzdem will Penta bis Ende 2018 auf bis zu 10.000 Nutzer kommen.

„Wir fokussieren uns auf kleine und mittlere Unternehmen.“

Das in Berlin ansässige Unternehmen begibt sich mit der Idee auf ein Terrain, das auch andere schon bevölkern – etwa N26, Holvi oder auch Kontist. Die Startups wollen die Kontoeröffnung für Geschäftskunden ebenfalls mit digitalen Mitteln verbessern. Odorovic sieht aber keine Überschneidungsgefahr: „Holvi, Kontist sowie N26 fokussieren sich primär auf Selbstständige und Freelancer“, sagt er, „wohingegen wir uns auf kleinere und mittlere Unternehmen fokussieren, den deutschen Mittelstand.“ Die Unternehmen hätten lediglich ein Retail-Konto mit einem Business-Label versehen. Wer aber eine GmbH oder eine UG führe, könne mit keiner der Lösungen einen Account eröffnen.

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