Ratgeber

Wie du die perfekten Farben für deine Visitenkarte wählst

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2. Designen deiner Karte

Professionelle Designer haben ein Auge fürs Detail und wissen, dass sie Weißraum gezielt einsetzen und zuallererst sicherstellen müssen, dass die Schriftarten lesbar sind. Die Farbe kommt erst ins Spiel, nachdem all diese Designgrundlagen geklärt sind.

Logofarbe

Schau dir als erstes dein Logo an. Es wird wahrscheinlich ein hervorstechender Teil deiner Visitenkarte sein, daher musst du Farben wählen, die es ergänzen. Designer achten sehr auf den Farbkreis und wählen Farben, die entweder in derselben Farbfamilie sind oder sich im Farbkreis gegenüberliegen. Wenn dein Logo beispielsweise Violetttöne enthält, solltest du dich vielleicht für einen Orangeton als Kontrast entscheiden.

Farbplatzierung

Als zweites musst du dir überlegen, wie du deine Farbe platzierst. Du kannst deine Karte komplett in der Farbe deiner Wahl gestalten oder sie sorgfältig platzieren. Die besten Designs verwenden oftmals nur Farbe im Logo und im Text, und die Kontrastfarbe bestimmt den Ton. Du könntest auch eine Seite deiner Karte komplett in der Farbe gestalten, die du auf der anderen Seite für dein Logo verwendest.

Papiertyp

Für Nicht-Designer ist Papier ein oftmals vernachlässigter Teil des Designprozesses. Aber Papier spielt eine wichtige Rolle und kann Einfluss darauf haben, wie deine Farben auf der gedruckten Karte rüberkommen. Dickes Papier ist empfehlenswert. Du hast zudem die Wahl zwischen matt und glänzend. Ein glänzendes Finish reflektiert das Licht, also denke daran, wenn du Bedenken wegen der Lesbarkeit haben solltest. Bestimmte Lichtverhältnisse könnten dazu führen, dass sie schwerer zu lesen ist, besonders wenn du eine reflektierende Farbe wie Dunkelblau oder Schwarz gewählt hast.

Schriftarten und Grafiken

Wenn du die Farben für deine Schriftarten und Grafiken auswählst, solltest du nicht vergessen, dass Kontrast von hoher Bedeutung ist. Dein Name und deine Kontaktdaten sollen gut lesbar sein. Auf einem hellen Hintergrund ist Schwarz eine sichere Wahl. Für alle Grafiken und Illustrationen, die sich auf deiner Karte befinden sollen, funktionieren Komplementärfarben gut, die sich im Farbkreis gegenüberliegen. Du kannst auch verschiedene Varianten der gleichen Farbe verwenden, eine dunkelblaue Schrift und ein hellblaues Logo zum Beispiel. Ein klarer weißer oder ein tiefschwarzer Hintergrund können die Farben deines Logos hervorheben. Denk immer daran, dass Lesbarkeit das Wichtigste ist, aber probiere durchaus verschiedene Farbkombinationen, bis du eine gefunden hast, die funktioniert.

Einseitig vs. zweiseitig

Sobald du bereit bist loszulegen, musst du entscheiden, ob du eine einseitige oder zweiseitige Visitenkarte willst. Alle Informationen auf einer Seite unterzubringen, wird die Karte kurz und bündig halten und weniger teuer im Druck werden lassen. Eine einseitige Karte lässt auf der Rückseite Platz für eine Notiz, aber eine zweiseitige Karte gibt dir die Möglichkeit, dein Logo auf eine Seite zu drucken und deine Kontaktdaten auf die andere. Am wichtigsten ist, dass dir eine zweiseitige Karte die Möglichkeit gibt, zwei verschiedene Farben für jede Seite zu verwenden oder dieselbe Farbe, wenn du glaubst, dass dies ein besseres Statement wäre.

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3 Kommentare
Stilwaechter

Hallo,

an sich eine solide Zusammenfassungen und manche Punkte kann ich zumindest grob im Kern auch so stehen lassen, aber solchen Uralt-Aussagen wie „Kinderarzt=bunt, Anwaltskanzlei=Grau/blau“ verdanken wir es dass fast jeder Jurist nur noch gedeckte Töne in seinen Marketingmaterialien zulässt.

Ein Eindruck der im Gedächtnis bleibt wird so definitiv nicht hinterlassen!

Natürlich braucht man etwas Erfahrung dafür wie man wirkungsvoll aus der Masse herausstechen kann ohne übers Ziel hinauszuschiessen, aber mit Farbzuordnung aus den 90ger Jahren wird das eher nix.

Antworten
Grafikdesignerin

Genau das habe ich beim Lesen des Artikels auch gedacht. Natürlich veranschaulichen solche Beispiele, dass man sich die Farbgebung für ein Unternehmen gut überlegen sollte – das gilt im Übrigen aber lange nicht nur für die Visitenkarte. Die Farben werden schon viel früher festgelegt und natürlich sollte die Visitenkarte dann auch das Corporate Design wiederspiegeln.

Alles in allem ist der Artikel aber eine schöne Zusammenfassung zum Thema Farblehre.

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Webdesigner

Also ich finde, dass Farben ganz am Anfang festgelegt werden sollten. Einige Unternehmen gucken komisch, wenn ich Frage, was ihre Unternehmensfarben sind. Ich persönlich finde aber, dass Visitenkarten immer weniger genutzt werden, schön sind sie trotzdem :)

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