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Siemens neue B2B-Strategie: Von 50.000 Seiten Content zu personalisierter Information

Manchmal muss man neue Wege einschlagen: Das tat auch Siemens, indem es seinen umfangreichen Web-Content reduzierte und nun auf den jeweiligen Nutzer zugeschnittene Informationen anbietet. Mehr zu Strategie und Umsetzung liest du hier.

3 Min. Lesezeit Anzeige

Mittels KI-basierter Personalisierung konnte Siemens über 50.000 Content-Seite neu organisieren – sodass jede*r sieht, was für ihn*sie relevant ist. (Grafik: AdobeStock / elenabsl)

Siemens ist mit seinen weltweit rund 290.000 Mitarbeiter*innen und einem Umsatz von circa 60 Milliarden Euro einer der global größten Hersteller von energieeffizienten und ressourcenschonenden Technologien. Dazu zählen beispielsweise Züge und Mobilitäts-, Gebäude- und Sicherheitstechnologien sowie Industrieautomatisierung und -software. Ein umfangreiches Portfolio also. Und diese Produkte erklären sich nicht von selbst!

Das übernimmt Siemens – auf seiner sehr umfangreichen Website mit mehr als 50.000 Seiten Content in verschiedenen Sprachen und für unterschiedliche Branchen und geografische Märkte.

Neue B2B-Content-Strategie: Informationsbedürfnisse im Moment befriedigen

„Content ist im B2B-Umfeld immens wichtig“, sagt André Graf, VP & Head of Digital Communication Software/UX bei Siemens AG.

„Zwar wird niemand einen Zug kaufen, weil ihn der Content auf unserer Website überzeugt hat. Aber wenn wir ihre Informationsbedürfnisse im Moment und zielgerichtet befriedigen, ist das für unsere Kund*innen schon ein starkes Argument.“

Das ist keine Frage der Menge verfügbarer Informationen. 50.000 Seiten – das war Siemens definitiv zu viel, denn der Pflegeaufwand für die meist statisch angelegten Seiten war immens, die Kosten entsprechend hoch – und der Nutzen für die Unternehmenskund*innen verhältnismäßig gering. Ein Klein-Klein als Lösung kam dafür nicht infrage, denn lediglich ein paar Seiten zu eliminieren, ergibt angesichts der großen Gesamtmenge keinen Sinn.

Stattdessen hat Siemens einfach seine Perspektive geändert. Nach einem Blick durch die Brille der Kund*innen war die Lösung klar: Genau die Informationen bereitzustellen, die Käufer*innen erwarten.

Jedem Nutzer exakt die Informationen bieten, die er*sie sucht – das ist das Ziel einer personalisierten User Experience. (Grafik: AdobeStock / Visual Generation)

Kundenorientierung lohnt sich

Unternehmen, die die Bedürfnisse ihrer Kunden bereits fest in ihre Prozesse integriert haben und ihren Fokus auf ihre Customer Experience legen, übertreffen ihre gesteckten Geschäftsziele mit dreimal höherer Wahrscheinlichkeit als Marken ohne eine entsprechende Priorisierung – das zeigt der Digital Trends Report von Adobe. Zur gleichen Erkenntnis kommt auch eine Studie des Deutschen Dialogmarketing Verbands (DDV) aus 2020: Der Invest in Kundenerlebnisse geht Hand in Hand mit einem höheren Bekanntheitsgrad der Marke, auch die Quote der Weiterempfehlungen sowie die Wiederkaufsrate und der Marktanteil steigen. Das lohnt sich auch finanziell: Zufriedene Kund*innen kommen wieder – und das schlägt sich auch in den Umsätzen nieder.

Kunden im Zentrum

In einem kundenzentrierten Unternehmen stehen die Kunden mit ihren Bedürfnissen und Erwartungen im Mittelpunkt. Was selbstverständlich klingt, ist jedoch längst nicht die Regel. Erst ein knappes Viertel (23 Prozent) der deutschen Unternehmen hat sich die Optimierung seiner Kundenerlebnisse 2020 ganz oben auf die Prioritätenliste geschrieben, so der Digital Trends Report.

Dass das aber auch in Deutschland anders geht, zeigt das Beispiel Siemens.

Personalisierte User Experience bei Siemens

Bei dem deutschen Weltunternehmen hat die veränderte Unternehmensperspektive mit Blick auf Kund*innen zu einem Konzept personalisierter Informationen geführt, die aus einem dynamischen System geliefert werden. Dabei spielen Technologien eine entscheidende Rolle. In Zusammenarbeit mit dem Adobe-Partner Netcentric hat Siemens eine personalisierte Echtzeit-Architektur für die Bereitstellung von Inhalten aufgebaut, die auf der flexiblen Integration von Adobe und Amazon Web Services (AWS) Technologien basiert.

Die gewonnenen Nutzerdaten werden analysiert, um die Bedürfnisse der Kund*innen nachvollziehen zu können:

  • Um wen genau handelt es sich?
  • Woher kommt die Person?
  • War sie schon einmal auf dieser Seite?
  • Wonach hat sie gesucht?
  • Was genau benötigt sie?

Während Adobe-Technologien Siemens in die Lage versetzen, Informationen zu tracken und intelligent zu verknüpfen, erlauben die AWS-Tools eine KI-basierte Personalisierung. Das harmonische Zusammenspiel beider Technologien bietet Siemens die nötige Infrastruktur, um Content flexibel, personalisiert und granular auszuspielen. So kann das Unternehmen die Informationsbedürfnisse seiner Kund*innen über dynamische Content-Feeds in Echtzeit erfüllen – ohne dass sie sich durch 50.000 statische Websites arbeiten müssen.

Je nach „digitalem Fingerabdruck“ bekommen Nutzer*innen nun für sie relevante Inhalte angezeigt. (Foto: AdobeStock / 1StunningART)

Adobe und AWS Technologien für personalisierte Kundenansprache

Daten kommen von überall her, Adobe und AWS Dienste sorgen dafür, dass daraus Insights entstehen. Zunächst analysiert Siemens über Adobe Analytics die erhobenen Nutzerdaten, die dann für die ML-basierte Weiterverarbeitung gefiltert und normalisiert werden. In Zusammenarbeit mit Netcentric hat Siemens mithilfe der Nutzerdaten sowie dem Content eine personalisierte Echtzeit-Architektur für die Bereitstellung von Inhalten aufgebaut. Möglich macht das unter anderem die flexible API, über die sich der Adobe Experience Manager und Adobe Analytics ganz einfach in das kundenspezifische Ecosystem integrieren sowie mit anderen Cloud-Diensten aus AWS kombinieren lassen.

Mehr Insights zum Siemens-Case gibt es im Webcast Adobe Experience Masters

André Graf spricht aus der Business-Perspektive über die neue B2B-Content-Strategie der Siemens AG. Die technische Perspektive der kundenzentrierteren Erlebnisse beleuchtet Martin Lehmann von Netcentric.

Zum Webinar mit André Graf Zum Webinar mit Martin Lehmann

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