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Peter Thiel investiert in Startup, das Firmen automatisch verklagt

Silicon-Valley-Investor Peter Thiel hat in Legalist investiert. (Foto: dpa)

Peter Thiel zwang mit der Unterstützung von Klagen das Medienunternehmen Gawker in die Knie. Sein jüngstes Startup-Investment macht Klagen zu einer Art Investitionsanlage.

Der bekannte deutsch-amerikanische Silicon-Valley-Investor Peter Thiel eckte gerne an – zuletzt machte er Schlagzeilen, weil er eine Klage gegen die Blogger-Plattform Gawker unterstützte, die das Blog-Imperium am Ende in die Knie zwang.

Sein jüngstes Investment dürfte nicht dazu beitragen, dass der frühe Investor in Facebook weniger umstritten wird: Thiel hat 100.000 Dollar in das Startup Legalist investiert, das eine Software zum automatisierten Verklagen von Firmen entwickelt hat, berichtet Motherboard.

Legalist-Software analysiert Erfolgsaussichten von Klagen

Das Unternehmen wurde von zwei Havard-Studenten gegründet und soll durch die Analyse zahlreicher Gerichtsakten die Erfolgsaussichten von Klagen automatisiert berechnen. In Fällen, in denen die Software die Chancen auf eine erfolgreiche Klage höher als 50 Prozent einschätzt, will Legalist eine Klage dann mit 50.000 bis 500.000 Dollar vorfinanzieren – im Austausch für 50 Prozent der anfallenden Entschädigungssumme.

Um den Algorithmus zu trainieren, habe Legalist 15 Millionen Fälle in zehn US-Bundesstaaten ausgewertet, berichtet das Techblog weiter. Im Grunde macht das Unternehmen Rechtsstreitigkeiten zu einer Art Anlageobjekt.

Die Dienste von Legalist sollen nur gegen Unternehmen zum Einsatz kommen, nicht gegen Privatleute. Laut Motherboard kommt bei Legalist dieselbe Taktik zum Einsatz, die Thiel auch nutzte, um Gawker in die Knie zu zwingen. Gawkers Haupt-Blog Gawker.com veröffentlichte den letzten Artikel am 22. August – seit dem wurde der Betrieb eingestellt.

Mehr zu Peter Thiel: Gründer aufgepasst – diese 10 Dinge könnt ihr von Peter Thiel lernen

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3 Reaktionen
Taradino Cassat

Wie schön. Wenn man dann noch eine Fa. hat, die mit Hilfe dieser Erkenntnisse, automatisch alte Patente aufkauft, wird daraus ja endlich ein Konzept.
Eine weitere schöne Idee zum Wohle der Menschheit, made in the valley...

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Hans

Einfach abartig, fällt für mich in die Kategorie Abschaum der Menschheit und solche Menschen können getrost vom Planeten verschwinden, die braucht keiner.

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lola

Bei uns macht das die Wettbewerbszentrale. Haben beide das selbe Ziel. Kleinere und finanziell gering ausgestatte Unternehmen werden wegen kleineren Vergehen abgemaht und mit Kosten belegt.
Die Abgemahmten unterschreiben alles, da der Rechtsweg sehr teuer wäre und man den Fehler ja gemacht hat. Die "Unterlassungserklärung" wird meist weit gefasst, und verjährt niemals. Machen Sie gar den Fehler ein zweites mal sind es mind 5000 Euro.

Das Risiko gegen die Großen oder gar den eigenen Mitglieder geht man selten oder kaum ein. Und selbst wenn, würde die 5000 kaum stören. Oder wie erklärt man "Handy für 1 Euro" oder im ersten Jahr kostenlos.

Von wegen Gerechtigkeit bei uns und die bösen Amis

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