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Späte Rache des Peter Thiel? IT-Investor will Gawker-Reste aufkaufen

Peter Thiel. (Foto: AP/J. Scott Applewhite)

Der deutsch-amerikanische Silicon-Valley-Investor Peter Thiel bietet für die Reste des ehemaligen Klatschportals Gawker.com, das ihn einst geoutet hatte. Eine späte Rache?

Gawker: Peter Thiel will Reste der Newsseite aufkaufen

Vor etwas mehr als zehn Jahren hatte das Klatschportal Gawker.com einen Artikel veröffentlicht, in dem Peter Thiels Homosexualität offengelegt wurde – ein Outing gegen den Willen des wie Reuters berichtet.

Der Artikel zum Sex-Video von Hulk Hogan brachte Gawker zu Fall – auch dank der finanziellen Unterstützung von Peter Thiel. (Screenshot: Gawker.com/t3n.de)

Das von Thiel und Hogan angestrebte Verfahren wegen eines auf der Seite veröffentlichten privaten Sex-Videos, das Hogan mit einer Bekannten zeigte, hatte zur Folge, dass Gawker zu 140 Millionen US-Dollar Schadensersatz verurteilt wurde. Die Schwesterseiten von Gawker.com, die Sportseite Deadspin und der feministische Blog Jezebel, wurden 2016 zum Preis von 135 Millionen Dollar an den Medienkonzern Univision Holdings verkauft. Auf Gawker.com sind seit August 2016 keine Artikel mehr erschienen.

Die Reste der Seite, darunter der Domainname sowie die fast 200.000 veröffentlichten Artikel, sollen jetzt verkauft werden. Und Thiel ist offenbar einer der Bieter, wie Gerichtsunterlagen offenbaren. Demnach wehrt sich Gawker in Person seines Insolvenzanwalts Gregg Galardi gegen einen möglichen Kauf der Gawker.com-Reste durch Thiel, wie es bei Reuters heißt. Ob Thiel die Akquisition anstrebt, um die ihn betreffenden Artikel endgültig vom Netz zu nehmen und/oder späte Rache zu üben, ist unklar. Thiel hat sich bisher dazu nicht geäußert.

Gawker: Kickstarter-Kampagne von Ex-Mitarbeitern gescheitert

Ebenfalls nicht bekannt ist, wieviel Thiel und mögliche weitere Bieter wie der Didit-Mitgründer und -Chairman Kevin Lee für Gawker.com geboten haben. Insidern zufolge dürften die Reste des Portals nicht mehr als ein paar Millionen Dollar wert sein. Ein Versuch ehemaliger Gawker-Mitarbeiter, die Seite in Eigenregie zu übernehmen, ist übrigens gescheitert. Eine entsprechende Kickstarter-Kampagne brachte statt der erhofften 500.000 nur rund 90.000 Dollar ein.

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via www.heise.de

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