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Philipp Lahm auf der Bits & Pretzels: „Identifikation und Leidenschaft sind die Basis für einen langfristigen Erfolg“

Philipp Lahm über die Bedeutung von Teamwork in Startups. (Foto: Bits & Pretzels, Andreas Gebert)

Mit Oliver Kahn und Philipp Lahm sind in diesem Jahr gleich zwei Fußball-Profis zu Gast auf der Bits & Pretzels. Sie sprachen darüber, was Startups und Fußballmannschaften gemeinsam haben.

„Man muss jeden im Team mitnehmen auf dem Weg.“

Philipp Lahm, Alan Sandberg und Fabian Schmidt von Fanmiles sprechen auf der Bits & Pretzels über die Bedeutung von Teamzusammenhalt im Sport und in Unternehmen. „Es spielen nicht immer die elf Besten, sondern die beste Elf“, wusste schon Ottmar Hitzfeld. Diese zugegeben etwas floskelhafte Weisheit dürfte Philipp Lahm von seinem ehemaligen Trainer gelernt haben. Der Ex-Nationalspieler ist seit 2016 Investor des Tech-Startups Fanmiles. Dabei bringt er jedoch nicht nur Kapital ein, sondern auch sein Wissen darüber, wie erfolgreiche Teams aufgebaut werden und funktionieren.

Das Berliner Startup Fanmiles betreibt eine offene Loyalty-Plattform, die Fans für ihr Fan-Sein belohnt – nicht nur für Fußballfans. Für das Liken von Social-Media-Beiträgen, das Streamen von Musik oder den Besuch von Veranstaltungen können Punkte, die sogenannten Fanmiles gesammelt und später in Prämien eingetauscht werden. Fanmiles bietet Marken und Rechteinhabern eine Plattform für Bonusprogramme und bietet eine markenübergreifende Loyalty-Währung.

Lahm, Sandberg und Schmidt sind sich einig: Der Erfolg eines Startups hängt von Team ab. Alan Sandberg zeigt sich dabei als Verfechter flacher Hierarchien. Wer Top-Mitarbeiter für sein Team gewinnen will, muss sie auch einfach ihre Arbeit machen lassen. Lahm stimmt ihm zu und sieht klare Parallelen zum Fußball: Jeder müsse sich in seinem Bereich frei bewegen können. Kommunikation auf Augenhöhe und die transparente Definition von Zielen sehen die beiden Gründer und ihr prominentester Investor als ihr Erfolgskonzept. Gemeinsame Erfolgserlebnisse schaffen gemeinsame Motivation. Dazu gehört auf eine offen kommunizierte Fehleranalyse. Diese sei wie im Fußball nicht dazu da, einzelne bloßzustellen, so Lahm. Vielmehr müsse man analysieren, warum jemand einen Fehler gemacht hat. Hat das Zusammenspiel nicht funktioniert? Waren Strategien nicht richtig kommuniziert?

Abschließend rät Sandberg jungen Gründern, sich bewusst zu machen, dass sie diejenigen sind, die am Ende hinter ihren Entscheidungen stehen müssen. Lahm ergänz:

„Ich hab in meiner Karriere nicht immer die richtige Entscheidung getroffen, aber ich kann sagen: Ich habe in diesem Moment für mich oder das Team die richtige Entscheidung getroffen.“

Oliver Kahn: „Ich finde diese Bagatellisierung des Scheiterns nicht okay“

Bereits am ersten Tag der Bits & Pretzels traf Entrepreneurship auf Fußball. Oliver Kahn stellte auf der Center Stage das Projekt Goalplay vor, dessen Mitgründer er ist. Auch er zieht Parallelen zwischen Leistungssport und Unternehmertum: Es kommt auf das richtige Team an. Dazu brauche es Führungsspieler, Kollektivspieler und Individualisten, die sich auch mal an kreative Ideen herantrauen. Eine Mannschaft aus lauter Strategen nützt nichts. „Man braucht auch Leute, die es dann auf die Straße bringen, die auch die operativen Eier haben, damit die Ziele erreicht werden“, erklärt er in altbekannter Kahn-Wortwahl und bringt den Live-Untertiteler damit kurz in Straucheln.

Oliver Kahn über Leistungsport und Unternehmertum. (Foto: Bits & Pretzels)

Kahns Live-Interview ist vor allem eine Produktvorstellung der Goalplay-Marke und bringt jungen Gründern nur wenig hilfreiche Insights oder Erfolgstipps. Immerhin distanziert sich Oliver Kahn jedoch von dem abgegriffenen Ratschlag, man müsse auch Fehler machen, um besser zu werden. Er erklärt: „Scheitern kostet sehr viel Kraft und nicht jeder schafft es, wieder aufzustehen.“

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