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Gadgets & Lifestyle

Philips sagt Apples iBeacon mit lichtbasierter Indoor-Navigation den Kampf an

Indoor-Navigation im Supermarkt. (Bild: © Eisenhans – Fotolia.com)

Philips präsentiert ein lichtbasiertes System zur Indoor-Navigation, das Konsumenten mit Hilfe einer Smartphone-App durch Geschäfte führen soll und den Einkauf so einfacher und interaktiver machen soll.

Frau scannt Barcode im Supermarkt
Schneller zum gewünschten Produkt finden mit einer Indoor-Navigation. (Foto: © Robert Kneschke / fotolia.com)

Indoor-Navigation in Einzelhandelsfilialen wird momentan an vielen Stellen erprobt, bisher auf WLAN-Basis oder mit Hilfe der Bluetooth-Low-Energy-Technologie. Philips hat jetzt ein Navigationssystem auf Basis intelligenter LED-Lampen entwickelt – mit Hilfe dieser LED und einer Smartphone-App kann so eine Positionsbestimmung des Kunden durchgeführt werden.

Kernidee der Technik ist die optimierte Wegeführung für den Endkunden. Der Vorteil für: Schluss mit der Sucherei in den Supermärkten, Nutzer können zielsicher zum gewünschten Produkt marschieren. Damit tritt Philips' System in direkte Konkurrenz zur Bluetooth-Low-Energy-Technologie, die auch in Apples iBeacons zum Einsatz kommt.

Philips intelligente „Indoor-Navigation“ auf Lichtbasis

(Infografik: Philips)
So funktioniert die Indoor-Navigation mit den intelligenten LED-Lampen von Philips. (Infografik: Philips)

Das Philips-System für Indoor-Navigation nutzt eine vom Unternehmen nicht näher definierte lichtbasierte Kommunikation, um mit dem Endgerät des Kunden in Verbindung zu treten. Die verschiedenen LED innerhalb einer Filiale bilden gemeinsam ein Netz zur Positionsbestimmung. Philips demonstriert den Einsatz für den Endkunden in seiner Infografik mit einem Beispieleinkauf.

Ein Kunde wählt in der App des Supermarkts ein Rezept für eine Guacamole aus und wird daraufhin zu den frischen Zutaten für den mexikanischen Dip geführt. Passend zum Einkauf präsentiert die App dem Kunden gleich ein Sonderangebot für Avocados. Anschließend schlägt das System noch den Kauf einer mexikanischen Süßigkeit namens Churros zur Ergänzung vor.

Ansicht einer Demonstrations-App von Philips. (Screenshots: Philips)

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Intelligente LED – die „besseren“ Beacons?

Alle bisher bekannten Systeme benötigen eine besondere Infrastruktur, um eine Navigation zu ermöglichen: ein WLAN-Netzwerk und eine zentrale Kommunikationseinheit sowie Repeater – oder es müssen Bluetooth-Emitter, sogenannte Beacons, installiert werden. Es muss also, je nach Händler, mit mehr oder weniger großem Aufwand eine Infrastruktur erstellt werden. Philips betont ausdrücklich, dass die LED-Lampen einfach in bestehende Infrastrukturen integriert werden können. Der Kostenfaktor dürfte trotzdem nicht zu unterschätzen sein, zumindest lässt sich das vermuten, wenn man Consumer-Produkte wie beispielsweise die Philips Hue in diesem Bereich betrachtet.

Auch auf der Endgeräte-Seite, also beim Kunden, dürfte der Anreiz für eine Nutzung des Indoor-Navigationssystems höher sein als bei anderen System, müssen doch weder WLAN noch Bluetooth aktiviert werden. Das ist akkusparender und vor allem ohne Zutun des Kunden leicht zu nutzen. Nur die App muss installiert werden.

Indoor-Navigation: Marketing, Umsatztreiber und Datenquelle für den Handel

Der Sammeln von Daten über das Nutzerverhalten. Supermärkte sind schon jetzt bekannt für eine durchdachte Wegeführung, die darauf abzielt, Impuls- und Zusatzeinkäufe zu unterstützen. Die Schlussfolgerung, dass eine solche Indoor-Navigation somit auch in einer gezielten „Steuerung“ des Kunden durch den Laden liegen wird, liegt auf der Hand.

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