News

Phishing: Bei Linkedin als Absender sind die User unkritisch

Das Phänomen Phishing ist eigentlich bekannt. Trotzdem lassen sich immer wieder Menschen von gefälschten Mails täuschen. (Foto: Shutterstock/wk1003mike)

Der Sicherheitstrainer Knowbe4 hat untersucht, auf welche Art von Phishing-Mails Mitarbeiter besonders häufig hereinfallen. Hier gibt es die Ergebnisse.

Offenbar fallen besonders viele User auf Phishing-Mails herein, die als Linkedin-Benachrichtigung getarnt sind. Das geht aus einem Report von Knowbe4 hervor, einem Unternehmen, das Sicherheitstrainings und eine Simulation anbietet, mit dem Firmen überprüfen können, wie anfällig ihre Mitarbeitenden sind. Der Report beinhaltet drei Kategorien: die Ergebnisse der eigenen, simulierten Phishing-Angriffe unterteilt in Nachrichten mit allgemeiner Betreffzeile und Nachrichten mit Social-Media-Bezug und drittens authentische Phishing-Angriffe, die dem Unternehmen gemeldet worden sind.

In der Social-Media-Kategorie liegen die vermeintlichen Linkedin-Mails ganz vorn. Sie machen 56 Prozent unter den erfolgreichen Phishing-Simulationen aus. Knowbe4-Gründer Stu Sjouwerman hält es für wahrscheinlich, dass viele Empfänger Nachrichten von Linkedin mit weniger Misstrauen begegnen, weil es sich um ein professionelles Netzwerk handelt. Hinzu komme, dass viele Arbeitnehmer ihr Linkedin-Konto mit der Firmen-E-Mail verknüpft haben. Kombiniert mit der Kritiklosigkeit vermeintlichen Linkedin-Nachrichten gegenüber stellt das ein Risiko für Firmen dar, Opfer echter krimineller Aktivitäten zu werden.

Unter den echten Phishing-Angriffen nehme der Anteil mit Social-Media-Bezug von Quartal zu Quartal zu, so Sjouwerman. Die Attraktivität gefälschter Social-Media-Benachrichtigungen erklärt er damit, dass viele Nutzer ihren verifizierten Kontakten vertrauen und viel eher bereit sind, einen Link anzuklicken, der vermeintlich von jemandem kommt, den man kennt. Besonders hoch sei die Erfolgsrate bei echten Phishing-Angriffen gewesen, wenn eine Mail zu einer konkreten Aktion aufruft, zum Beispiel einen Kalender zu teilen oder sich eine Aufgaben anzusehen, die einem auf einer Plattform zugewiesen worden ist.

Dies sind die häufigsten Betreffzeilen echter Phishing-Mails, die Knowbe4 im Q1 gemeldet worden sind:

  • Ebay: [Important] Your account.
  • Google: Your photo has been successfully published
  • Outlook/Microsoft: You’re invited to share this calendar
  • Secure Your Btc Wallet Now
  • Amazon: Account Refund Verification Status
  • Unusual sign-in activity
  • Check Sent
  • Linkedin: Linkedin Password Reset
  • Warning: Unauthorized Software Detection
  • Microsoft: You’ve been assigned a task!

Das sind die Ergebnisse des Phishing-Reports von Knowbe4. (Bild: Knowbe4)

Obwohl Phishing allgemein bekannt ist, fallen immer wieder User auf gefälschte Mails herein und fügen sich oder ihrem Unternehmen mit einem falschen Klick großen Schaden zu. Mit der Phishing-Simulation von Knowbe4 können Unternehmen prüfen, ob die Mitarbeitenden auf  betrügerische Mails hereinfallen. Wer Lust hat, sich gleich selbst zu überprüfen, kann das mit einem Phishing-Quiz von Google machen. Der Test zeigt dir nicht nur, ob du mit deiner Einschätzung richtig liegst, sondern erklärt auch, wie die entsprechenden Mails als Phishing-Versuche zu identifizieren sind.

Das könnte dich auch interessieren:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung