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Mit Photopea bearbeitest du Photoshop-Dateien online

(Foto: Pixabay)

Das PSD-Dateiformat aus Adobes Photoshop ist seit Jahrzehnten der Standard in der komplexen Bildbearbeitung. Entsprechend häufig trifft man im Weltennetz darauf. Speziell Ressourcensammlungen, ob frei oder kostenpflichtig, werden zumeist sogar ausschließlich im Format PSD angeboten. Wenn du aber nicht zu den Heavy Usern gehörst, lohnt es sich nicht ein Creative-Cloud-Abo abzuschließen oder die abgespeckte Elements-Version von Photoshop zu erwerben. Das kostenlose Online-Tool Photopea ist alles was du brauchst, um PSD-Dateien zu verwenden.

Photopea: Stetig wachsender Funktionsumfang

Photopea wird in Tschechien entwickelt. Im Wesentlichen ist ein Mann, nämlich Webdeveloper Ivan Kuckir, dafür verantwortlich. Kuckir will letzten Endes ein Produkt schaffen, für das sich eine Firmengründung lohnt. Es ist also über kurz oder lang damit zu rechnen, dass Photopea kostenpflichtig wird, zumindest soweit es fortgeschrittene Features betrifft. Das Grundprodukt, wohl in etwa auf dem Niveau der jetzigen Web-App, soll dauerhaft kostenlos nutzbar bleiben. Dass Kuckir ein fähiger Programmierer ist, wird neben der Photopea-Referenz an sich deutlich, wenn man sich seinen Blog „Algorithms and Stuff“ anschaut.

Photopea: Photoshop-Klon in HTML5. (Screenshot: t3n)
Photopea: Photoshop-Klon in HTML5. (Screenshot: t3n)

Photopea unterliegt regelmäßiger Pflege und wird in kurzen Abständen einem Update unterzogen. Aktuell ist Version 1.7 von Anfang Mai 2016 verfügbar. Ein weiteres Update diesen Jahres brachte die Unterstützung für Google Drive mit, sodass Photopea nun auch auf Chromebooks sinnvoll genutzt werden kann. Im Chrome Web Store steht eine App bereit, die allerdings keinerlei Offline-Features bietet. Für die Arbeit mit Photopea wird (derzeit noch) eine permanente Internetverbindung vorausgesetzt.

Photopea kann mehr als nur PSD lesen und schreiben

Die ersten Arbeiten an Photopea verrichtete Kuckir bereits im Jahre 2012. Er wollte von Beginn an einen Editor schaffen, der mehr als nur rudimentäre Features bietet. Gleichzeitig sollte Photopea natürlich für jene eine Alternative darstellen, die nur zum Ändern der Größe einer PSD-Datei nicht gleich einen Vertrag mit Adobe abschließen wollten. Open-Source-Enthusiasten wird freuen, dass die Web-App nach Bedarf auch mit dem nativen GIMP-Format arbeitet.

Die Unterstützung von Ebenen, Ebenen-Masken und Ebenen-Stilen gehört zur Kernkompetenz, ebenso wie professionelle Auswahl-Werkzeuge oder Anpassungen, die für fotografische Anwendungsfälle gängig sind – darunter Sättigung, Kontrast, Helligkeit und vieles mehr.

„Photopea, ein Photoshop-Klon in HTML5.“

All das bedarf keinerlei Installation oder einen speziellen Browser und läuft daher prinzipiell unter jedem Betriebssystem. Wichtig ist die Unterstützung von HTML5 Canvas, Drag & Drop und Typed Arrays, was jeder moderne Browser leistet. Für die Bearbeitung großer Dateien wird WebGL benötigt. Ganz nebenbei ist Photopea so ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, was heutzutage mit modernen Webstandards möglich ist.

Mit dem jüngsten Update liefert Photopea vor allem im Alltag nützliche Hilfsmittel wie Lineale und Hilfslinien. Auf diese Weise können Elemente genauer positioniert werden. Auch das Gruppieren von Ebenen ist nun möglich.

Photopea: Auch Texte und Effekte werden bequem editiert. (Screenshot: t3n)
Photopea: Auch Texte und Effekte werden bequem editiert. (Screenshot: t3n)

Verwender von Photoshop werden sich in Photopea sofort zurechtfinden. Die Oberfläche ist nahezu identisch zu jener älteren Photoshop-Version. Die Benutzeroberfläche reagiert schnell und bietet in den Einstellungsbereichen sogar Features auf Rechtsklick, was sie einer lokal installierten App sehr ähnlich wirken lässt. Für manchen Nutzer eventuell ein Hemmschuh kann die durchgängig englische Oberfläche sein. Wer allerdings die Symbolsprache von Photoshop kennt, wird sich anhand der Icons und der Positionierung dennoch ganz gut durchhangeln können.

Farbwerte werden entweder über einen Colorpicker oder direkt als RGB- oder Hex-Werte eingegeben. Texte sind editierbar, etliche Schriftarten stehen zur Verfügung. Dateien werden als PSD oder XCF gespeichert. Für den Web-Export sind PNG, JPEG und WebP wählbar. Die Benutzeroberfläche von Photopea wird nicht - da kennt man andere Beispiele - von Werbeblöcken durchzogen, sondern bleibt schlank auf die Aufgabe fokussiert.

Probiert es halt selbst mal aus.

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Eine Reaktion
Jhon

It seems similar to Photoshop with both sides, interface and functions.

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