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Pixel 3a und 3a XL: Google kündigt 399-Euro-Smartphone offiziell an

Pixel 3a XL im Hands-on. (Foto: t3n)

Google betritt mit seiner hauseigenen Pixel-Smartphone-Familie die Mittelklasse: Mit dem Pixel 3a und 3a XL bringt das Unternehmen ein bisschen das Nexus-Feeling zurück, denn sie kosten ab 399 Euro.

Mit der Pixel-Reihe hat Google 2016 damit angefangen, Smartphones komplett in Eigenregie herzustellen, nachdem die Nexus-Familie stets mit einem Hardwarepartner entwickelt wurde. Android-Chef Hiroshi Lockheimer betonte zum Start, dass Pixel-Smartphones Google in Reinform seien und das Unternehmen mit ihnen vornehmlich den Premiumbereich bespielen wolle. Drei Jahre später wendet sich das Blatt: Mit dem Pixel-3a-Modellen kündigt Google Modelle an, die im preislichen Mittelfeld platziert werden sollen, um eine breitere Kundengruppe zu erreichen.

Die neuen Modelle würden trotz eines geringeren Preises die gleiche Kamera an Bord haben wie die Pixel-3-Smartphones, die im Oktober 2018 an den Start gegangen sind. Um den niedrigeren Preis von 399 bis 479 Euro zu erzielen, wurden einige Abstriche bei der Ausstattung gemacht.

Pixel 3a und 3XL: Schwächerer Prozessor und Poycarbonatgehäuse

Pixel 3a XL im Hands-on. (Foto: t3n)

Pixel 3a XL im Hands-on. (Foto: t3n)

Der Rotstift wurde beispielsweise beim Gehäuse angesetzt: Anstelle von Glas und Metall setzt Google bei der 3a-Familie auf ein Unibody-Gehäuse aus Kunststoff. Beim Design bleibt Google indes bei der mittlerweile vertrauten Pixel-Optik mit einem glänzenden Ober- und einem matten Unterteil. Der Fingerabdrucksensor ist wie bisher auch auf der Rückseite verortet, wie auch die Kamera mit einer einfachen Zwölf-Megapixel-Kamera – zu der später mehr.

Pixel 3a XL im Hands-on. (Foto: t3n)

Pixel 3a XL im Hands-on. (Foto: t3n)

Frontseitig verbaut Google beim kleineren Modell ein 5,6-Zoll mit 18,5:9-Seitenformat und beim XL-Gerät ein Sechs-Zoll-AMOLED-Display mit FullHD-+-Auflösung von 2.220 x 1.080 respektive 2.160 x 1.080 Pixeln und einem 18:9-Seitenverhältnis. Anstelle von flexiblen P-OLED-Bildschirmen, die in den Pixel-3-Geräten zum Einsatz kommen, sind bei den 3a-Geräten feste OLED-Displays verbaut, um Kosten zu sparen. Wie bei den teureren Modellen unterstützen die Bildschirme Features wie das Always-on-Display und die Now-Playing-Funktion.

Pixel 3a XL im Hands-on. (Foto: t3n)

Pixel 3a XL im Hands-on – das Gehäuse besteht aus Kunststoff. (Foto: t3n)

Anstelle eines Oberklassechips verbaut Google mit dem Snapdragon 670 einen Mittelklasse-Achtkern-Prozessor, der von vier Gigabyte RAM und 64 Gigabyte Flashspeicher unterstützt wird. Eine Erweiterung per Micro-SD-Karte ist nicht vorhanden. Laut Google hat man die Software für den etwas schwächeren Chip optimiert, sodass die Geräte flüssig und reibungslos laufen. Die softwareseitigen Verbesserungen werden auch in die stärkeren Pixel-3-Modelle einfließen, verriet uns Googles Pixel-Produktmanagerin in einem Vorabgespräch.

Pixel 3a XL im Hands-on. (Foto: t3n)

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Google Pixel 3a und 3a XL: Starke Kamera mit Nightshot-Funktion und Duckface-Foto

Pixel 3a XL im Hands-on. (Foto: t3n)

Pixel 3a XL im Hands-on. (Foto: t3n)

So stark wie im Pixel 3 soll die Kamera sein: Die 12,2-Megapixel-Hauptkamera der 3a-Modelle besitzt den gleichen Sony-IMX—363-Sensor wie die teureren Pixel-3-Modelle mitsamt optischer wie elektronischer Bildstabilisierung und f/1.8-Blende.

Einziger Unterschied sei das Fehlen des Koprozessors, den Google Pixel Visual Core nennt. Im Pixel 2 und 3 wird damit unter anderem die Berechnung von HDR-Aufnahmen beschleunigt und die Nachtsichtfunktion realisiert. Laut Google wurden die Aufgaben auf andere Prozessorkomponenten ausgelagert.

Entsprechend sind neben dem Nachtsichtmodus auch die HDR+-Funktion und weitere Pixel-Kamera-Features wie der Photobox-und Porträtmodus als auch Top-Shot verfügbar. Darüber hinaus erkennt der KI-Algorithmus eine neue Geste, mit der ihr die Kamera automatisch auslösen könnt: Wenn ihr ein „Duckface“ oder Kussgesicht macht, macht die Kamera ein Bild von euch.

Die Acht-Megapixel-Frontkamera besteht im Unterschied zum Pixel 3 aus nur einer Linse, mit f/2.0-Blende und einem Blickwinkel von 84 Grad. Videoaufnahmen unterstützt die Hauptkamera mit 4K und 30 fps, mit der Frontkamera sind Videos in Full-HD mit 30 fps möglich.

Pixel 3a XL im Hands-on. (Foto: t3n)

Das Pixel 3a XL unterstützt wie das Pixel 3 die Nutzung von zwei SIM-Karten, eine wird als E-Sim realisiert. (Foto: t3n)

Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen gehören ein Akku mit 3.000 Milliamperestunden beim kleinen Pixel 3a und ein Energiespeicher mit 3.700 Milliamperestunden beim großen Modell. Aufgeladen werden kann die Batterie mit bis zu 18 Watt über USB C (USB 2.0). Eine drahtlose Ladefunktion ist nicht an Bord. Fans kabelgebundener Kopfhörer können sich indes freuen, denn bei beiden 3a-Geräten ist eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse verbaut. Für lauten Sound ohne Kopfhörer hat Google Stereolautsprecher integriert. Ferner sind Bluetooth 5, WLAN nach ac-Standard und LTE Cat 11 integriert. Die Dual-Sim-Funktion wird wie beim Pixel 3 per E-Sim realisiert.

Softwareseitig ist, wie es sich für ein Google-Phone gehört, die aktuelle Version von Android 9 Pie installiert. Der Google Assistant kann wie beim Pixel 3 mit einem beherzten Druck des Gehäuses aktiviert werden. Für mehr Sicherheit verspricht Google, die Smartphones monatlich mit Sicherheitspatches zu versehen – und zwar drei Jahre lang. Neue Android-Updates erhalten die neuen Pixel-Modelle für einen Zeitraum von drei Jahren, was in der Android-Welt leider immer noch einmalig ist. Andere Hersteller versprechen Android-Updates für maximal zwei Jahre.

Alle Farben des Pixel 3a. (Bild: Google)

Alle Farben des Pixel 3a. (Bild: Google)

Die neuen Pixel-3a-Geräte sind ab heute über den Google-Store und bei Partnern wie Media Markt und Saturn bestellbar. Während in den USA aus frei Farbvarianten gewählt werden können, werden in Deutschland nur das weiße und schwarze Modell angeboten – das Gerät im leichten Lilaton wird es hierzulande vorerst nicht geben.

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