Analyse

Google Pixel 4 und 4 XL: So sehen sie aus, das steckt wohl drin

Pixel-4-Renderbild. (Bild Phone Designer)

Mit dem Pixel 4 will Google Innovationen vorantreiben und seine Smartphone-Familie weiter in die obere Liga schieben. Über die neue Generation ist mittlerweile vieles bekannt. Wir fassen zusammen.

Google selbst hat den üblichen Leaks mit der Veröffentlichung des zu erwartenden Designs und einigen Highlight-Funktionen den Wind aus den Segeln genommen. Dennoch sind noch einige Ausstattungsmerkmale des Pixel 4 und des größeren XL-Modells im Unklaren geblieben – bis jetzt.

Pixel 4 und 4 XL: Viele Details zur Ausstattung bekannt

Während Google mit Android 10 Q auf der Zielgeraden ist und das finale Update noch im August freigeben wird, ist mit den neuen Pixel-Modellen wohl wie in den Vorjahren erst im Oktober zu rechnen. Die Ausstattung der nächsten Pixel-Generation ist aber schon weitgehend final und viele Eckdaten vom zuverlässigen Blog 9to5 Google veröffentlicht worden. Sie stammen 9to5 Google zufolge von einer vertrauenswürdigen Quelle, die nicht näher genannt wird.

Google Pixel 4 und 4 XL Renderbild. (Bild: Onleaks)

Google-Pixel-4- und 4-XL-Renderbild. (Bild: Onleaks)

Die Quelle bestätigt, dass Google an einem Pixel 4 und einem Pixel 4 XL arbeite, die zwar unterschiedliche Bildschirmgrößen besitzen würden, aber hinsichtlich ihrer Ausstattung weitgehend identisch sein werden. Vorn wie hinten sollen sie aus Glas bestehen, rückseitig werde es ein großes Kameraelement mit zwei Sensoren geben, das an das iPhone 11 erinnert.

Sensor-Overkill: Pixel 4 kommt mit Soli-Technologie und Face-Unlock. (Bild: Google)

Sensor-Overkill: Pixel 4 kommt mit Soli-Technologie und Face-Unlock. (Bild: Google)

Offiziell bekannt ist, dass Google auf eine Notch im Display verzichtet. Oberhalb des Displays werden eine Reihe an Sensoren für die bestätigte 3D-Gesichtserkennung inklusive eines Soli-Radarchips, Frontkamera und Lautsprecher verbaut sein. Weitere vertraute Designelemente wie ein farblich abgesetzter Powerbutton und das „G“-Logo auf der Rückseite sind ebenfalls an Bord. Ob ein Fingerabdruckleser ins Display integriert ist, kann nicht bestätigt werden – möglicherweise legt Google, wie auch Apple, den Fokus auf die 3D-Gesichtserkennung.

Bestätigt: Pixel 4 kommt mit Dual-Kamera

Google Pixel 4 Teaser. (Bild: Google)

Google-Pixel-4-Teaser. (Bild: Google)

Interessant wird es bei den Displays: Das Pixel 4 und das 4 XL besitzen ein 5,7- respektive 6,3-Zoll-OLED-Display. Das kleinere löst mit Full-HD+ (1.080p), das XL mit QHD+ (1.440p) auf. Anstelle der üblichen Bildfrequenz von 60 Hertz orientiert Google sich offenbar am Oneplus 7 Pro (Test): Denn beide sollen 90 Hertz liefern und dadurch eine niedrigere Latenz bei Eingaben als bei Smartphones mit 60 Hertz besitzen. Das gesamte System soll sich dadurch flüssiger anfühlen. Das Feature soll „Smooth Display“ heißen – damit hebt sich Google schon einmal von der Masse ab.

Hinsichtlich der Kamera muss Google einen drauflegen, um wieder ganz oben mitspielen zu können. Zwar ist die Hauptkamera des Pixel 3 (Test) top, es fehlt jedoch im Vergleich zu den Mitbewerbern an Funktionen wie Weitwinkel oder optischem Zoom. Einen Weitwinkel wird Google seinen neuen Modellen zwar nicht verpassen, dafür soll die 12-Megapixel-Hauptkamera mit Phasenerkennungs-Autofokus von einem 16-Megapixel-Sensor Telezoom unterstützt werden. 9to5 Google will außerdem erfahren haben, dass es für das Pixel 4 womöglich ein DSLR-ähnliches Kameraelement gibt, das als Zubehör angeboten werden könnte. Da Google einen großen Fokus auf seine Computational-Photography-Leistungen legt, halte ich solch ein Zubehör für eher abwegig. Stattdessen klingt realistischer, was Stephen Hall von 9to5 Google in seinem „Scoop-Podcast erklärt: Anstelle eines Hardware-Zubehörs soll die DSLR-Funktion als eine Art Pro-Modus in die Kamera-App integriert werden.

Google-Pixel-4- und 4-XL-Renderbild. (Bild: Onleaks)

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Prozessorseitig ist mit der üblichen Kost zu rechnen: Die Pixel-4-Geräte werden Qualcomms High-End-Prozessor Snapdragon 855 verbaut haben, der wohl nicht mehr wie bisher von vier sondern sechs Gigabyte RAM unterstützt wird. Beim Flashspeicher sollen indes wieder nur Varianten mit 64 und 128 Gigabyte angeboten werden. Mittlerweile bieten Hersteller von Oberklasse-Smartphones ihre Geräte mit 128 oder gar 256 Gigabyte an – kostenloser Google-Foto-Speicherplatz hin oder her. Ein Steckplatz für Micro-SD-Speicherkarten wird nicht an Bord sein, ebenso wenig eine Kopfhörerbuchse, die Google schon beim Pixel 3 gestrichen hatte. Das Pixel 3a (Test) stellt eine Ausnahme dar – das Gerät spreche eine andere Nutzergruppe an, erklärte Google. Für eine höhere Sicherheit ist mit der Integration des Titan-M-Chips zu rechnen, der im Pixel 3 Premiere feierte.  

Pixel 4: Nächste Generation des Google Assistant an Bord

Auf der Akkuseite soll das kleine Modell einen 2.800-Milliamperestunden-Energiespeicher erhalten, was im Vergleich zum Pixel 3 eine Verschlechterung darstellt, in dem ein 2.915-Milliamperestunden-Akku steckt. Im Pixel 4 XL soll 9to5 Google zufolge ein Akku mit 3.700 Milliamperestunden verbaut sein – das Pixel 3 XL hatte einen mit 3.430 Milliamperestunden. Beide Smartphones sollen wieder kabellos aufladbar sein und über Stereolautsprecher verfügen.

 

Google Pixel 4. (Renderbild: Onleaks)

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Als Software wird die neue Gerätefamilie auf Android 10 Q basieren und wie bei den Vorgängern über exklusive Software-Funktionen verfügen. Eine wurde schon auf der Google I/O 2019 bestätigt: Das Pixel 4 (XL) wird mit einer neuen Generation des Google Assistant ausgerüstet, der bis zu zehnmal schneller reagiert und auch offline funktioniert.

Pixel-4-Modelle im Oktober erwartet

Wann wird Google seine neuen Pixel-Modelle vorstellen? Offizielle Angaben hat das Unternehmen zwar noch nicht gemacht, jedoch hat der Konzern in der Vergangenheit stets den Oktoberanfang für seine Hardware-Events gewählt. Wir gehen davon aus, dass es in diesem Jahr ebenso der Fall sein wird. Außer neuen Smartphones könnte Google im Zuge dessen weitere neue Hardware-Produkte und Dienste ankündigen. Denkbar wären Smart-Speaker, eine Wear-OS-Smartwatch oder neue Chromebooks. Tablets wird es von Google nicht mehr geben – die Entwicklung hat das Unternehmen offiziell an den Nagel gehängt.

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