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Forscher präsentieren detaillierten Plan für Quantencomputer-Bau

(Bild: Science Advances)

Der Quantencomputer gilt als der „Heilige Gral der Wissenschaft“. Ein internationales Forscherteam will jetzt den ersten detaillierten Plan für den Bau eines solchen Rechners entworfen haben.

Quantencomputer sollen Technikwelt revolutionieren

Die Quantencomputer könnten in Zukunft die Technikwelt revolutionieren. Sie sollen Millionen Mal so schnell rechnen können wie herkömmliche binäre PCs. Grund dafür ist, dass ein Qubit (Quantumbit) eines Quantencomputers nicht nur den Wert null oder eins, sondern in sich überlagernden Zuständen den Wert null und eins gleichzeitig besitzen kann. Noch steckt die Technologie in den Kinderschuhen. Ein internationales Forscherteam will jetzt aber einen Plan für den Bau eines Quantencomputers entwickelt haben.

Die Forscher arbeiten demnach schon an einem Prototypen. In zehn Jahren könnte ein solcher Rechner realisierbar sein, berichtet der britische Independet. Bis jetzt haben Quantencomputer nur einen Bruchteil der Rechenpower, die sie theoretisch erbringen könnten. Auch ist in einigen Fällen unklar, etwa bei dem D-Wave 2X von Google und der Nasa, ob es sich überhaupt um „echte“ Quantencomputer handelt.

Bauanleitung für Quantencomputer

Björn Lekitsch und Winfried Hensinger mit einem Quantencomputer-Prototyp. (Foto: University of Sussex)

Ein solcher soll mit dem in dem Wissenschaftsmagazin Science Advances (Vol 3, No. 2) beschriebenen Konzept der Wissenschaftler Björn Lekitsch, Sebastian Weidt, Austin G. Fowler, Klaus Mølmer, Simon J. Devitt, Christof Wunderlich und Winfried K. Hensinger möglich sein. Bei diesem Konzept, das als Bauanleitung dienen soll, setzen die Forscher statt auf Laser auf Ionenfallen, die durch Mikrowellenfelder über die Stromzufuhr kontrolliert werden. Der Quantencomputer im großen Maßstab soll mit heutigen Mitteln realisierbar sein, wäre dann aber ungefähr so groß wie ein Fußballfeld.

Für den Bau des universellen Quantencomputers sind die Forscher allerdings noch auf Investoren angewiesen. Insgesamt soll das System 100 Millionen Pfund kosten, wie Hensinger von der University of Sussex dem Independent sagte. Der Prototyp soll jedenfalls schon in zwei Jahren fertig sein. Dann könnte die Umsetzung des „Heiligen Grals der Wissenschaft“ in Angriff genommen werden. „Das wird unser Leben komplett verändern. Wir werden einige Dinge tun können, von denen wir bisher nicht zu träumen gewagt hätten“, zeigt sich Hensinger überzeugt.

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via m.futurezone.at

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