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Gadgets & Lifestyle

Playstation 4: Sony verbietet Verkauf von Gebrauchtspielen und greift nach Nutzerdaten [Update]

Die PlayStation 4 ist für 399 Euro erhältlich. (Bild: Sony).

Kurz vor Erscheinen der Playstation 4 hat Sony die Nutzungsbedingungen angepasst. Wer die akzeptiert, lässt sich auf Kompromisse ein: Gebrauchte Spiele dürfen de facto nicht weiter veräußert werden und die eigenen Nutzerdaten wandern weitgehend in die Hände von Sony.

Playstation 4: Kein Gebrauchtspiel-Verkauf ohne Zustimmung von Sony

Erst in etwa zwei Wochen, am 29. November, kommt die Playstation 4 pünktlich zum Weihnachtsgeschäft in den Handel, doch schon jetzt sorgt Sony für Aufregung. Der Hersteller hat ohne Vorwarnung die Nutzungsbedingungen seines Playstation Network geändert und schränkt darin die Rechte von Nutzern massiv ein. So dürfen Spieler ihre gebrauchten, nicht mehr benötigten Games entgegen Sonys früherer Versprechungen jetzt doch nicht weiter veräußern.

Sonys Playstation 4: Gebrauchte Spieletitel dürfen Gamer nun doch nicht ohne weiteres weiterverkaufen. (Foto: Sony)
Sonys Playstation 4: Gebrauchte Spieletitel dürfen Gamer nun doch nicht ohne Weiteres weiterverkaufen. (Foto: Sony)

In den aktualisierten Softwarenutzungsbedingungen heißt es in Absatz 7.1 unter der Überschrift „Weiterverkauf“ jetzt: "Sie dürfen weder Disc-basierte Software noch Software-Downloads weiterverkaufen, insofern dies nicht ausdrücklich von uns autorisiert wurde. Ist der Herausgeber ein Drittanbieter, so wird zusätzlich von diesem Drittanbieter eine Erlaubnis benötigt.“

Auf der Spielemesse E3 im Juni hatte dies noch anders geklungen. Sony versprach, seine Geschäftspolitik zu überdenken und keine Restriktionen zum Weiterverkauf von Spielen mit der Playstation 4 einzuführen. Damit konnte Sony den Konkurrenten Microsoft um dessen Xbox-One-Konsole medienwirksam attackieren.

Playstation Network: Sony greift nach Nutzerdaten

Weiterhin hat Sony seine Nutzungsbedingungen auch in Sachen Datenschutz und Nutzerüberwachung umfassend erweitert. Zwar zeigt sich Sony transparent darin, was der Konzern mit Nutzerdaten anstellen will. Die Menge an Informationen, die Sony sammeln will, dürfte Spielern jedoch kaum schmecken. So geht aus Passus 14 unter „Privatsphäre und Nutzung der Software online“ hervor: "Wenn Sie das PSN nutzen, behalten wir [...] es uns vor, Informationen über Sie zu sammeln."

Die Frage nach „Überwachen wir das PSN?“ beantwortet der Hersteller gleich selbst mit „Ja“. Man behalte sich das Recht vor, alle PSN-Aktivitäten nach „eigenem Ermessen“ zu überwachen oder abzuspeichern und jeglichen vom Nutzer generierten Content (zum Beispiel Videos und Screenshots) ohne Ankündigung zu löschen. Mehr noch: „Ihre Nutzung des PSN und unserer Community-Funktionen können abgespeichert und gesammelt werden oder uns von anderen Nutzern [...] übermittelt werden. Jegliche Informationen, die auf diese Weise gesammelt werden, z. B. Ihre UGM, Inhalte mit Ihrer Stimme und Textnachrichten, Gameplay-Videos, Zeit und Ort Ihrer Aktivitäten, Ihr Name, Ihre PSN-Online-ID und IP-Adresse können von uns [...] dazu genutzt werden, diese Nutzungsbedingungen und die SEN-Nutzungsbedingungen durchzusetzen, um Gesetze einzuhalten, um unsere Rechte, die der Lizenzgeber und Nutzer zu schützen und um die persönliche Sicherheit unserer Mitarbeiten und Nutzer zu gewährleisten."

In einem weiteren Abschnitt geht Sony detailliert auf die Verwendung dieser nutzergenerierten Daten ein. So gehören selbst erstellte beziehungsweise geteilte Inhalte laut Punkt 11.1. und 11.2 zwar grundsätzlich dem Nutzer – das Recht auf geistiges Eigentum bleibt aber praktisch bei Sony, wie es heißt. Nutzer dürfen ihren Content nicht ohne ausdrückliche Zustimmung von Sony oder einem entsprechenden Drittanbieter für kommerzielle Zwecke nutzen. Der Konsolen-Hersteller aber schon: "Auch autorisieren Sie uns, Ihre UGM zu lizenzieren, zu verkaufen oder auf andere Weise kommerziell zu nutzen, ohne Ihnen dafür eine Zahlung zu leisten."

Update 17.04: Kurz nach Bekanntwerden der Änderungen an den Softwarenutzungsbedingungen hat Shuhei Yoshida, Sonys President of Worldwide Studios, für Klarheit in der Sache gesorgt. Zwar räumte er ein, dass Sony sich das Recht für das Sammeln von Daten vorhalte. Allerdings äußerte er sich auch zum Verkauf von Spielen in der EU: Über Twitter teilt er mit: „If you are concerned about our new European TOS, we confirm that you are able to sell or share your disc PS4 products, including in EU.“ Demzufolge können Spieler ihre Gebrauchttitel nun doch weiter veräußern. Die Änderungen in den Nutzungsbedingungen seien lediglich zur rechtlichen Absicherung Sonys vorgenommen worden.

via www.chip.de

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14 Reaktionen
Innovation vor!

Ich kann SUPERANDY, Mirco und Marcel nur zustimmen! Die Aktualisierung des Artikels ändert nicht die Negativ Schlagzeile. Hier wird ganz klar gegen Sony Stimmung gemacht.

Was glaubst Du, wen das interessiert, ob ein User sein Spiel verschenkt, verkauft oder verleiht. Niemanden, auch Sony nicht. Und wer wird wohl bei Sony anrufen und fragen, ob er sein Spiel verkaufen darf?! Des Weiteren war und ist nie von einem DRM oder ähnlichem die Rede gewesen.

Shuhei Yoshida macht einen Super Job und tut dem Unternehmen richtig gut. Wenn Unstimmigkeiten oder Kritik aufkommen in der Fan-Gemeinde, ist er sofort da und sorgt für Klarheit. Selten gesehen bei so einem großen Konzern.

Das die Playstation 4 die Nase weit vorne hat bei diesem Konsolen-Battle weiß jeder, der sich mit diesem Thema ein wenig auseinander gesetzt hat.

Es fällt im übrigen vermehrt auf, das mittlerweile auch auf anderen Seiten gegen Sony bzw. die Playstation 4 gewettert wird. Ein Schelm der Böses dabei denkt ! MS lässt Grüßen...

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Bob

Hallo, ihr regt euch über den Post auf? Gehts noch? Sony verkündet erst groß das man Spiele weiterkaufen kann und ändert dann die TOS kurz vorm Release! Das doch mega dreist und statt das kritisch zu sehen wird hier der Artikel gebasht, statt Sony. Tweets sind rechtlich gesehen sowas von Latte, hab noch nie gehört das ein Richter einen Tweet als Rechtsgültig einstuft.
Das Sony sich nur absicher will, wird hier nicht kritisch aufgenommen, das ich nicht Lache.

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Jan Christe

@tecorner Nein, das ist natürlich nicht so gewollt. Fakt ist aber, dass die Softwarenutzungsbedingungen den Weiterverkauf nur bei ausdrücklicher Autorisierung durch Sony gestatten und bei Drittanbieter-Software auch noch die Erlaubnis von diesem benötigt wird. Daran ändert auch der Tweet von Shuhei Yoshida nichts.

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tecorner

Wieder so etwas bei t3n wo ich mich frage warum das überhaupt gepostet wurde. Wieso löscht Ihr den Post nicht einfach, wenn es doch eh alles nicht stimmt? Die Besucher sehen nun die Headline und verbinden das direkt negativ mit Sony. Ist das etwa gewollt?

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Chris

Stellt ihr euch alle so naiv, oder seid ihr es wirklich? Ist es der jungen Generation wirklich vollkommen wurscht, was in einem Vertrag steht, wenn der nette Onkel sagt (bzw. twittert): Keine Sorge, wir werden das eh nicht so handhaben wie es im Vertrag steht.

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krider

solche updates finde ich immer grenzwertig. die schlechte schlagzeile bleibt ja.

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Mark Eting

Leider ist das für den Europa Raum Blödsinn! Der EuGH hat entschieden, dass das Nutzungsrecht mit dem Kauf der Software an den Käufer übergeht! Punkt:
Urteil des EuGH zum rechtlichen Schutz von Computerprogrammen vom 03. Juli 2012
http://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?docid=124564&doclang=DE
Quelle: Susensoftware
Somit kann beim Weiterverkauf der Programmkopie durch den Ersterwerber der neue Erwerber die ihm vom Ersterwerber verkaufte Kopie nach Art. 5 Abs. 1 der Richtlinie 2009/24 auf seinen Computer herunterladen. Dieses Herunterladen ist als Vervielfältigung eines Computerprogramms anzusehen, die erforderlich ist, damit der neue Erwerber das Programm bestimmungsgemäß nutzen kann.
Also: Alle mal locker bleiben!

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Daniel Hüfner

Hallo Ihr Lieben,

vielen Dank für Eure zahlreichen Hinweise. Ich habe den Artikel um ein Update mit jenen Informationen ergänzt, die die Situation aufklären. Ich bitte den Fehler zu entschuldigen, das passiert nicht noch einmal.

Beste Grüße,

Daniel Hüfner

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Try4Ce

Soweit ich das verstehe DARF man die Spiele verkaufen, aber ein eventuelles "Nein" von Sony und/oder dem externen Publisher darf erhoben werden.

Denn wenn beide Seiten "Ja" sagen, DARF man verkaufen, Die Aussage auf Twitter ist sehr allgemein gehalten und nicht gerade detailliert angegeben, wann man darf und wann nicht.

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Marcel

Sehr schlecht informiert.
Man DARF Gebrauchte Spiele weiterverkaufen!

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Mirco

@SUPERANDY: Stimm ich dir voll zu.

Hab gestern schon gelesen das es revidiert wurde und auch wurde im Tweet von Shuhei Yoshida erkärt warum das da drin steht. Man sichert sich damit nur rechtlich ab.

Bitte erst richtig recherchieren, bevor man solche News postet!!!

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SUPERANDY

Schrecklich, wenn Magazine und Zeitungen schlecht informiert sind und versuchen sich in dieser Newssparte zu äußern ohne jegliche aktive Beschäftigung. Good Job

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Matthias

Zum Thema Verkauf in der EU hat sich Shuhei Yoshida doch bereits geäußert: https://twitter.com/yosp/statuses/400129434264805377

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Markus

Tja da kann drin stehen was will aber damit verstoßen sie gegen geltendes EU-Recht und können sich ihre Hardware in die Haare schmieren!

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