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PlayStation 4 im t3n-Test: Die Next-Gen ist komplett

Die PlayStation 4 setzt auf den Second Screen. (Bild: Sony).

Mit der Veröffentlichung der PlayStation 4 mischt nun auch Sony im Kampf um den Next-Gen-Thron der Spielkonsolen mit. Wir haben das Gerät auf Herz und Nieren getestet. Wie sich Sonys neue PlayStation schlägt, erfahrt ihr im Artikel.

Nachdem die Wii U von Nintendo und Microsofts Xbox One bereits erschienen sind, fehlte nur noch Sony. Mittlerweile ist auch die PlayStation 4 erhältlich, und wie sich die Konsole speziell im Vergleich mit dem direkten Konkurrenten von Microsoft schlägt, hatten wir bereits in unserem Vergleich zwischen PlayStation 4 und Xbox One aufgeschlüsselt.

Die PlayStation 4 ist für 399 Euro erhältlich.
Die PlayStation 4 ist für 399 Euro erhältlich.

Der direkte Vorgänger der neuen Sony-Konsole war bei der Markteinführung im Jahr 2006 ein riesiges und teures Stück Hardware. Mittlerweile hat die PlayStation 3 diverse Hardware-Revisionen durchlaufen und erinnert nur noch entfernt an das ursprüngliche Gerät. Mit der PlayStation 4 haben sich die Japaner für einen Neuanfang entschieden – unter Berücksichtigung der Erfahrungen, die der Konzern mit der PS 3 gemacht hat. Viele Entwickler bemängelten an der PlayStation 3, dass es kompliziert war, für die Konsole zu entwickeln. Mit der PC-ähnlichen Architektur der PlayStation 4 dürften diese Klagen der Vergangenheit angehören.

Während Microsoft mit der Xbox One das Ziel verfolgt, sich als umfassende Entertainment-Schaltzentrale im Wohnzimmer zu etablieren, legt Sony mit der PlayStation 4 den Fokus klar auf Games. Beim Vorgänger war das noch anders, denn Sony versuchte 2006 den eigenen Blu-ray-Standard zu etablieren. Während die PS 3 bei Markteinführung um einiges teurer war als die Konkurrenz, geht die PlayStation 4 für 100 Euro weniger über den Ladentisch als die Xbox One. Das liegt in erster Linie daran, dass Microsoft jeder Konsole eine Kinect-Einheit beilegt.

PlayStation 4

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Unauffälliger Kraftprotz: PlayStation 4

Die PlayStation 4 selbst macht einen wertigen und schicken Eindruck. Nicht nur die Größe der Konsole ist positiv zu bewerten, auch beim Design haben sich die Japaner nicht lumpen lassen. Das Gerät erinnert eher an einen stilvollen Blu-ray-Player als an eine Spielkonsole, obwohl der Look sicherlich nicht jedem zusagt. Egal ob man die PS 4 vertikal oder horizontal aufstellt – Größe und Design sorgen unserer Meinung nach dafür, dass sie nicht negativ im Wohnzimmer auffällt. Zudem ist es erfreulich, dass die Stromversorgung intern gelöst wurde, so dass man nicht noch Platz für ein externes Netzteil schaffen muss.

Die Geräuschentwicklung der PlayStation 4 hält sich in Grenzen, denn der Lüfter ist angenehm leise. Lediglich das Laufwerk rödelte bei unserem Testmodell in manchen Fällen deutlich hörbar.

Update 29.11.2013: Die Geräuschentwicklung des Laufwerks, die uns beim Testen mancher Spiele auf Disc negativ aufgefallen ist, trat bei der Wiedergabe von Filmen auf Blu-rays nicht auf.

PlayStation 4: Komponenten und Anschlüsse

Bei den Anschlüssen geht Sony einen rein digitalen Weg. Auf der Rückseite der Konsole finden sich ein HDMI- und ein optischer Audio-Ausgang – analoge Ausgänge sucht man vergeblich. Ebenfalls auf der Rückseite: ein Ethernet-Anschluss sowie ein proprietärer Port für den Anschluss der separat erhältlichen PlayStation-Kamera. Die Vorderseite beinhaltet zwei USB-3.0-Anschlüsse sowie das Slot-in-Laufwerk. Letzteres liest zwar Blu-rays, PS4-Spiele und DVDs, allerdings keine Audio-CDs, PS3-Spiele oder selbstgebrannte MP3-CDs.

Die PlayStation 4 setzt voll auf digitale Anschlüsse.
Die PlayStation 4 setzt voll auf digitale Anschlüsse.

Schade ist, dass die PlayStation 4 lediglich 802.11b/g/n bei 2,4 GHz unterstützt, so dass die Hardware keinen 5-GHz-Support bietet. Ärgerlich: ein Infrarot-Port für Universalfernbedienungen fehlt ebenfalls.

PlayStation 4 unter der Haube

Auch die PlayStation 4 setzt auf ein System-on-a-Chip (SoC), das in Zusammenarbeit mit AMD entstand. Die Hardware beinhaltet 18 Compute Units und 32 Raster-Endstufen. Die Grafik-Architektur setzt sich aus einer 800-MHz-GPU mit 1.152 Shaker-Einheiten zusammen. Insgesamt stehen acht Gigabyte GDDR5-Speicher sowie 256 Megabyte DDR3-RAM für das Zwischenspeichern zur Verfügung. Die Konsole wird mit einer 500-Gigabyte-Festplatte ausgeliefert, die sich allerdings auswechseln lässt.

Die PlayStation 4 setzt auf den Second Screen. (Bild: Sony).
Die PlayStation 4 setzt auf den Second Screen. (Bild: Sony).

Der Controller der PlayStation 4

Der Controller der PlayStation 4 ist ohne Zweifel der beste, den Sony jemals ausgeliefert hat. Im Vergleich zum Vorgänger – dem DualShock 3 – gestaltet sich die Handhabung wesentlich ergonomischer. Auch wenn das Layout von Sony-Controllern sich seit nunmehr sechzehn Jahren nicht mehr verändert hat, sind die Verbesserungen merklich. Der DualShock 4 ist jetzt größer sowie schwerer, die Analog-Sticks sind weiter auseinander und verbessern die Bedienung durch konkave Mulden. Auch die Schulter-Buttons lassen sich besser handhaben. Es ist neuerdings möglich, ein Headset oder Kopfhörer direkt an das Pad anzuschließen und darüber nicht nur den Voice-Chat laufen zu lassen, sondern die komplette Audio-Ausgabe des Systems.

Der DualShock 4 für die PlayStation 4 kann auf ganzer Linie überzeugen. (Bild: Sony).
Der DualShock 4 für die PlayStation 4 kann auf ganzer Linie überzeugen. (Bild: Sony).

Der DualShock verfügt über eine Lichtleiste, die ihre Farbe  beispielsweise je nach Spieler-Nummer ändert. Außerdem wurde dem Controller ein neues Touchpad spendiert, das sich in künftigen Spielen erst noch bewähren muss. Im Innern hat Sony zudem die Gyroskop- und Beschleunigungssensoren verbessert. Ein Wermutstropfen ergibt sich aus den neuen Options- und Share-Buttons, die sich nicht optimal bedienen lassen. Im Gegensatz zum DualShock 3 ist auch die Akku-Laufzeit des Nachfolgers mit sieben bis acht Stunden leider fast schon lächerlich gering.

Die Oberfläche

Beim Interface der PlayStation 4 dreht sich alles um Games. Während die Oberfläche der PS 3 sich noch als Medienzentrale auch für Musik, Videos und Fotos präsentierte, sucht man einige bekannte Funktionen vergeblich im neuen Interface. Was sich hingegen nicht geändert hat ist die oftmals verwirrende Struktur aus Menüs und Untermenüs. Prinzipiell existieren zwei Hauptebenen. Die obere Leiste beherbergt den PlayStation Store, soziale Funktionen und Einstellungen. Die Leiste darunter bietet beispielsweise Zugriff auf installierte Spiele, Streaming und einen Browser.

Aufgebohrtes PlayStation Network

Mit der PlayStation 4 halten einige begrüßenswerte Verbesserungen im PlayStation Network Einzug. Dazu gehören unter anderem der Sprach-Chat mit bis zu acht Freunden über Game-Grenzen hinweg, ein Feed über Aktivitäten von Freunden, die Erhöhung der möglichen Freunde auf 2.000 und die Unterstützung von Klarnamen. Darüber hinaus bietet die PS 4 auch das Streaming von Gameplay sowie das Hochladen und Teilen von bis zu sechs Minuten langen Videos und Bildern beispielsweise auf Facebook oder Twitter.

Optionales Zubehör für die PlayStation 4

Die PlayStation Vita ist eng mit der PlayStation 4 verknüpft.
Die PlayStation Vita ist eng mit der PlayStation 4 verknüpft.

Ihr volles Potenzial spielt die PlayStation 4 erst aus, wenn man über die separat erhältliche PlayStation Kamera sowie eine PlayStation Vita verfügt. Der Handheld Vita fungiert als Second Screen und lässt sich sogar als zusätzlicher Controller einsetzen. Es ist zum Beispiel möglich, den Bildschirminhalt der PS 4 auf die Vita zu streamen, die Konsole mit der Vita aus dem Standy-Modus zu starten und sogar für Remote-Play eignet sich der Sony-Handheld. Zusätzlich dazu bieten die Japaner auch eine PlayStation-App für Android und iOS an, die grundlegende Funktionen bietet.

PlayStation Vita
Die PlayStation Vita ist eng mit der PlayStation 4 verknüpft. (Foto: Sébastien Bonset)

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Games für die PlayStation 4

Die Qualität des Lineups der PlayStation 4 wird von einigen Kollegen anderer Medien beklagt. Wir denken jedoch, dass es auch zum Release der PS 4 einige Spiele gibt, die ihren Namen verdient haben. Unserem Testgerät lagen Killzone: Shadow Fall, Knack, Lego Marvel Super Heroes, Assassin's Creed IV Black Flag und Call of Duty Ghosts bei. Schon allein diese Auswahl bietet eigentlich für jeden Geschmack etwas.

Killzone: Shadow Fall für PlayStation 4.
Killzone: Shadow Fall für PlayStation 4.

Je nach Game kann man direkt oder nach kurzer Ladezeit losdaddeln. Manche Spiele müssen zwar erst knapp unter einer Minute installiert werden, bevor es losgehen kann, aber ein vollständige Installation vor dem ersten Anspielen ist nicht nötig. Auch Download-Titel können bereits vor dem vollständigen Herunterladen gestartet werden. Die Ladezeiten der von uns getesteten Spiele waren angenehm kurz.

Games für die PlayStation 4

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Fazit

Die PlayStation 4 ist für 399 Euro erhältlich und kostet damit 100 Euro weniger als die Xbox One von Microsoft. Die Konsole besticht mit einer kompakten Bauweise, was beachtlich ist, denn das Netzteil wurde direkt im Innern verbaut. Dank der gebotenen Rechenleistung ist die PlayStation 4 in der Lage, Spiele in 1080p zu präsentieren und gleichzeitig Postprocessing-Kantenglättung einzusetzen. Damit ist der grafische Unterschied zur PlayStation 3 direkt ersichtlich. Weitere positive Merkmale sind der gelungene Controller, die Verknüpfung von PlayStation 4 und Vita sowie die Möglichkeit, die Festplatte durch ein Modell mit mehr Speicher auszutauschen. 

Zu bemängeln sind das ab und an recht laute Laufwerk (lediglich bei manchen Games auf Disc, nicht jedoch bei Filmen auf Disc), das Fehlen eines Infrarot-Ports für Universalfernbedienungen oder auch die kürzere Laufzeit der Akkus des DualShock 4. Einige fehlende Multimediafunktionen werden für in erster Linie an Games Interessierte dagegen weniger ins Gewicht fallen. Auch wenn das Angebot an Spielen noch recht übersichtlich ist und echte Exklusivknaller vermissen lässt, sollte man nicht vergessen, dass es auf der Xbox One ähnlich aussieht. Ohnehin ist ein nicht völlig überzeugendes Line-Up zum Start einer neuen Konsole nicht ungewöhnlich. Bereits 2014 sollten dann auch Games erhältlich sein, die ein vollständiges Next-Generation-Gefühl vermitteln.

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6 Reaktionen
a_bert

War mir ziemlich unschlüssig was den Kauf der PS4 angeht… Jetzt will ich sie aber nicht mehr wegdenken!! Geholfen hat mir u.a. diese Seite hier: https://whisp.it/entities/playstation-4

MartinSK

..." 1.152 Shaker-Einheiten " ... Na wenn die PS4 da mal keine guten Cocktails hinbekommt ;)

Sébastien Bonset

Das Laufwerk der PS 4 macht bei der Wiedergabe von Filmen auf Blu-ray keinerlei Radau – soeben getestet.

Sébastien Bonset

@MaxK, ich hab heute mal eine Blu-Ray eingepackt und werde das im Lauf des Vormittags testen und den Artikel dann entsprechend aktualisieren.

@Ralf: völlig richtig. Das habe ich bei der PS 3 ebenfalls nie verstanden.

Ralf

Die geringere Laufzeit der Controller wird dadurch kompensiert, dass man sie auch bei abgeschalteter Konsole laden kann! Habe das zwar bei der PS3 nie verstanden, wie man auf die Idee kommen konnte nur bei eingeschalteter Konsole laden zu können, aber dieser Patzer ist nun behoben.

MaxK

Hmm, das laute Laufwerk ist ein No-Go. Hallo? Die PS3 hat Blu-rays ins Wohnzimmer gebracht, warum verbaut Sony dann kein ruhiges für Filme taugliches Laufwerk? Habt Ihr das mal getestet? Wie laut die PS4 und das Laufwerk sind, wenn man nur einen Blu-ray Film anschaut? Würde mich interessieren.

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