Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

News

Bisher größte Pleite im deutschen Crowdinvesting: Millionen-Startup Returbo am Ende

Pleite statt Startup-Erfolg im deutschen Crowdinvesting: Erstmals soll mit Returbo ein per Schwarmfinanzierung mit mehr als einer Million Euro bedachtes Unternehmen insolvent sein.

Returbo: Pleite statt Umsatzrakete

Auf der auf drei Millionen Euro. Der Traum von einer anständigen Rendite der 1.380 Schwarmfinanzierer („Companisten“), die insgesamt 1.088.050 Euro in das Unternehmen investiert haben, ist jetzt aber ausgeträumt. Denn das Berliner Startup Returbo ist pleite.

Returbo-Übersichtsseite auf der Crowdinvesting-Plattform Companisto. (Screenshot: Companisto/t3n.de)
Returbo-Übersichtsseite auf der Crowdinvesting-Plattform Companisto. (Screenshot: Companisto/t3n.de)

Das Management des Unternehmens habe sich vor einigen Tagen gezwungen gesehen, Insolvenz anzumelden, bestätigte Returbo-Gründer und Geschäftsführer Simon Schmid gegenüber dem Manager-Magazin. Die Anleger müssen jetzt um ihr Geld bangen. Allerdings wird auf Companisto auch explizit auf die „erheblichen Risiken“ dieser Vermögensanlage hingewiesen, die „zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen“ könne. Nur sieben der aktuell insgesamt 67 Startups auf Companisto seien bisher gescheitert, zitiert das Manager-Magazin einen Sprecher. Das sei in diesem Bereich eine geringe Ausfallquote.

Returbo-Pleite wegen Verlust eines Partners

Als Grund für die Pleite nannte Returbo-Gründer Schmid den Wegfall des bis dahin größten Geschäftspartners Ende 2015. Obwohl neue Partner gefunden, neue Finanzierungsrunden geführt und etwa Ratenzahlungen vereinbart worden seien, habe die durch ein besonders schwaches Sommergeschäft verstärkte Abwärtsspirale nicht aufgehalten werden können. Die Crowdinvestoren seien aber über die Schwierigkeiten und Turnaround-Bemühungen stets auf dem Laufenden gehalten worden.

Der Göttinger Rechtsanwalt Jürgen Machunsky sieht allerdings „massive rechtliche Fragen bezüglich der vollmundigen Versprechen“, wie Investmentcheck.de berichtet. Der Anwalt rät demnach Geschädigten, sich über mögliche Schadensersatzansprüche beraten zu lassen. Insgesamt sieht er Crowdinvesting in seiner jetzigen Form offenbar kritisch. Obwohl der Markt noch jung sei, häuften sich die Pleiten. Als Beispiele nennt Machunsky etwa Tollabox, Vibewrite und Foodiesquare.

Auch interessant in diesem Zusammenhang: Crowdfunding, Crowdinvesting und Crowdlending: Der große Plattform-Überblick für Deutschland

Finde einen Job, den du liebst

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Eine Reaktion
Wird vielleicht noch häufiger passieren

Crowding-Dienste sollten die Projekte gegenseitig versichern. D.h. die 10% gescheiterten Projekte werden von dem Rest zurückgezahlt und gehören dann natürlich dem Rest. So gehört das eigentlich.

Gescheiterte Kickstarter-Projekte werden an Xiaomi verschenkt und die garantieren die Auslieferung innerhalb 100 Tagen. Dazu sollte Kickstarter das Geld natürlich nur an Ingenieure, Dienstleister und Fabriken geben um die Waren zu bezahlen und die Auslieferung zu garantieren. Alle Baupläne usw. gehören der Crowd. Was übrig bleibt nachdem das letzte Teil geliefert wurde, geht dann an den Kickstarter-Initiator (oder wie die heissen)
http://www.golem.de/news/minidrohne-wieso-hob-zano-nie-ab-1601-118701.html

Aber interessiert ja kaum wen...

Gestern gabs schon eine Insolvenz. Wie ich schon vor einer Weile schrieb, kommt die Ebbe und viele dickere Schiffe bleiben auf Grund hängen... weil die Liquidität(=Flüssigkeit also Wasser im Gleichnis) austrocknet.
Mal sehen ob es bald täglich Startup-Insolvenz-Meldungen geben wird.
Die Mieten werden günstiger wegen weniger Konkurrenz.
Der Fachkräftemangel wird gedeckt und die finden sofort woanders was besser bezahltet.
Win win ausser für die Investoren.

Grundproblem: Ein großteil der Investments ist NUR für Steur-Sparer. Z.b. diese Filmfonds welche (zusammengenommen) hundert Videothekenfilme pro Monat produzierten. Da ist Cashflowverlagerung zur Steuer-Minimierung.
Für Kleinanleger, Rentner und kleine Bürger sind xx% der Projekte und Investments unrentabel. Das sind oft nur Methoden um Steuern zu vermeiden. Und dann sind die Ersparnisse weg und 600 Euro Rente sind für manche wohl in Berlin ja genug. Leider hat die AfD es nicht mitbekommen uns sich damit den Wahlsieg in Berlin errungen...
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/reden-wir-ueber-geld-muentefering-wer-auf-nur-euro-rente-kommt-muss-nicht-arm-sein-1.3164473

Die Neue-Markt-2.0-Blase ist vielleicht schon wieder zurück...
Seit einem Jahr beobachten wir:
- Kleinere Investment-Runden !
- Wachstum wird verrinngert. Man muss endlich über wasser halten und leichte Gewinne machen
- Google trennt das profitable Suchgeschäft und die Cashburner
- Amazon verkündet endlich die Cloud-Gewinne und Gewinne an sich
- Tesla verkündet alle 2-3 Monate etwas neues damit der Aktienkurs nicht crasht
- Rocket strukturiert sich um und manche Beteiligungen sollen Profite in ich glaube 2017 liefern.
- teuer aufgebaute Auslands-Filialen schliessen
- Investment-Runden bleiben aus
und jetzt auch
- Insolvenzen

Die Party ist vielleicht vorbei. Rezession gab es IMMER.

Die Insolvenzquoten der genannten Firmen (ist ja mehr als eine aber vielleicht haben die auch nur geschlossen und große Teile zurück-gezahlt) sind vielleicht nicht geheim. ich fordere ja schon ewig, endlich Steuerberater und Insolvenz-Verwalter bei vielen Wirtschafts-Themen zu Wort kommen zu lassen.

Transparenz über input und output will auch nur ich damit man das Risiko besser schätzen kann. Jede Generation wurde verarmt: Neuer Markt, Schrott-Immobilien damals, Schrott-Immobilien aktuell (siehe RTL-Rettungs-Shows), Ost-Immobilien usw.
"Danke" Wirtschaftspresse...

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.