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Mode auf PornHub: Diesel nutzt Porno-Website für neue Werbekampagne

Diesel. (Foto: Diesel)

Diesel hat Anfang des Jahres erstmals Anzeigen auf einigen der größten Porno-Websites der Welt geschaltet. Außerdem nutzte die Mode-Marke die Dating-Apps Tinder und Grindr für ihre Kampagne.

Ungewöhnliches Anzeigenumfeld: Diesel wirbt auf Porno-Websites

Die Porno-Website PornHub verzeichnet täglich 60 Millionen Besucher. Trotz der enormen Breitenwirkung halten sich Mainstream-Brands bislang damit zurück, auf der Website Anzeigen zu schalten. Nicht jedoch die Mode-Marke Diesel. Zu beginn des Jahres 2016 nutzte das Fashion-Brand ausgiebig PornHub und die Schwesterseite YouPorn, um ihre neue Unterwäschekollektion zu bewerben.

Hinter der Kampagne steckt die Werbeagentur Spring Studios. Deren Strategie-Chef Richard Welch erklärte gegenüber dem Branchenblatt Adweek, dass Diesel nie vor Sexualität zurückgeschreckt sei, weswegen Werbung auf Porno-Seiten für die Marke Sinn ergebe. Laut Corey Price, dem Vizepräsidenten von PornHub sollen sich immer mehr Mainstream-Brands über die Werbemöglichkeiten auf der Porno-Website informieren. Von Alban Adam, Diesels PR-Manager für Nordamerika, heißt es dazu: „Wir müssen da sein, wo der Traffic ist, und lasst uns nicht so tun, als würde niemand dahin gehen.“

Diesel wirbt für seine Unterwäschekollektion unter anderem auch auf Porno-Websites. (Screenshot: store.diesel.com)

Diesel wirbt für seine Unterwäschekollektion unter anderem auch auf Porno-Websites. (Screenshot: store.diesel.com)

Tinder und Grindr: Diesel wirbt auf Dating-Apps

Neben Porno-Websites hat Diesel für die Kampagne auch auf die Dating-Apps Tinder und Grindr gesetzt. Beide Plattformen sind gemeinhin weniger für die Anbahnung tiefgründiger Gespräche bekannt, und so setzt Diesel auch hier darauf, als sexy wahrgenommen zu werden. Zusätzlichen zu den digitalen Maßnahmen hat Diesel aber auch auf traditionelle Plakatwerbung bei der Kampagne gesetzt.

Auch wenn sich die großen Mainstream-Marken mit Ausnahme von Diesel noch damit zurückhalten auf Porno-Webseiten zu werben, konnten kleinere Brands damit durchaus schon Erfolge feiern. So hat der US-Lieferservice Eat24 mit maßgeschneiderten Anzeigen auf pornografischen Websites auf sich aufmerksam gemacht. Die Dating-App Tinder wiederum haben ebenfalls schon einige Unternehmen als Werbekanal genutzt. In Deutschland war hier der Autoverleiher Sixt der Vorreiter.

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via onlinemarketing.de

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Ein Kommentar
Alexander
Alexander

Gut so! Gefällt mir! Warum auch nicht? Knackige Models passen doch genau dort hin. Keine Angst vor Erwachsenen – Porno. Aber ob’s was bringt? Angeblich schaut sich doch niemand Porno an – ich schon. Woher kommen bloß die restlichen 59.999.999 Besucher? Die Diesel-Leute werden’s schon wissen.

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