Feature

Mehr Digital wagen: Update für Porsche-Standort in Ludwigsburg

Seite 3 / 3

Der Accelerator helfe den Startups außerdem, mit Porsche, Axel Springer oder den 200 Netzwerkunternehmen gemeinsame Pilotprojekte zu starten. Aktuell, sagt Porsche, befänden sich sechs junge Unternehmen im APX-Programm. Dieses solle „der beste und erfolgreichste Cross-Industry-Accelerator für Frühphasen-Startups in Europa und Israel werden“, sagt Jörg Rheinboldt, der Managing Director von APX. Interessant für ihn seien, klar, junge Unternehmen, die digitale Geschäftsmodelle verfolgen und bei denen der Nutzer im Zentrum stehe.

Den Wunsch-Porsche virtuell anschauen

Dass der manchmal noch ziemlich alleingelassen dasteht, wenn es um den Kauf eines neuen Porsche geht, soll ein weiteres Projekt in den Griff bekommen, das den virtuellen Besuch im Porsche-Showroom möglich macht. In Kanada klappt das Ganze schon recht gut, hier bieten sieben Porsche-Zentren diese individuellen Führungen durch die Ausstellungsräume an. Per Weblösung stellt man Kontakt zwischen Besucher und einem kamerahaltenden Porsche-Mitarbeiter her. Der folgt den Anweisungen des potenziellen Kunden – und zeigt das Innere wie das Äußere der ausgestellten Fahrzeuge.

Solche virtuellen Lösungen scheinen für Porsche besonders interessant, weil sie all jenes Publikum in die Porsche-Welt ziehen, das aus verschiedenen Gründen physisch nicht präsent sein kann, und sei es nur aus Mangel an Porsche-Vertriebszentren wie in Kanada. Auf ähnliche Weise will man künftig auch Rennevents für Fans „intensiver erlebbar machen“, wie Porsche das nennt.

Ziel einer Kooperation von Porsche Digital mit Porsche Motorsport sei, Motorsport-Ereignisse mit Hilfe digitaler Lösungen so real wie möglich zu vermitteln. Was es mittlerweile schon gibt, ist ein App-Prototyp, den man kürzlich in Le Mans ausprobiert hat, und der es dem Nutzer zum Beispiel über eine integrierte Augmented-Reality-Funktion erlaubt, Fahrer, Rennwagen und Strecke zu beobachten. Wie den Mechanikern in der Boxengasse will man ihm außerdem einen Überblick über Rundenzeiten und Fahrzeugdaten in Echtzeit ermöglichen, eine Kamera in den verschiedenen Fahrzeugen bietet das Rennen aus Perspektive der Fahrer.

Update für die Unternehmenskultur

Damit solch aus der Perspektive betrachtet doch eher Kleinteiliges auch in Zukunft entstehen kann, muss natürlich auch der gesamte philosophische Überbau der Aktiengesellschaft einem großzügigen Update unterzogen werden. Mehr als 30.000 Mitarbeiter hat Porsche mittlerweile. Junge und ältere Menschen, die man allesamt mitnehmen müsse ins neue Zeitalter der Digitalisierung. Das sei schon eine größere Aufgabe.

Nicht weniger als ein „Kulturleitbild“ hat man also entwickelt, erhalten werden sollen typische schwäbische Werte wie Herzblut, Familie und unternehmerisches Denken, bei der Umsetzung helfen sollen unter anderem neue Arbeitsweisen – und eben Arbeitsräume, wie die von Porsche Digital.

Ein bisschen, freilich, geht es aber auch ums Bewahren – der eigenen Wurzeln, die sich im Gegensatz zum weitverzweigten Mutterkonzern Volkswagen merklich noch immer im beschaulichen Stuttgart befinden. Oder, um es mit den Worten von Porsches Betriebsratschef Uwe Hück zu sagen: „Solange ich da bin, wird hier Schwäbisch g’schwätzt.“

Disclosure: Die Reise unseres Autors wurde von Porsche finanziert. Einfluss auf die Berichterstattung hat das nicht.

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Ein Kommentar
Jürgen Preuß

Inhaltsloses Geblubber. Ich sehe in keinem Satz die digitale Zukunft. Ideen sind alt und fühlen sich irgendwie zäh an. Logischerweise der Hinweis im Valley ist alles besser und deshalb sind wir so langsam und die Ideen lahm. Warum muss die digitale Zukunft eigentlich immer in Räumen entwickelt werden die eher wie ein Kindergarten aussehen? Für das Geld das hier investiert wird, hab ich nix interessantes gelesen.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung