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Preisdruck auf die Paketbranche: Hermes will mit strategischen Partnern groß expandieren

(Foto: Hermes)

Die Hermes-Logistikgruppe soll Berichten der Börsenzeitung zufolge groß expandieren. Die Otto Group sucht für Hermes teilweise einen strategischen Partner.

Der Preisdruck auf die Paketbranche steigt, viele Logistikunternehmen haben das Wachstumspotenzial des Onlinehandels nicht hoch genug eingeschätzt. Wer jetzt mithalten will, muss schnell wachsen. Die Otto-Gruppe scheint auch zu diesem Urteil gelangt zu sein und hat sich dazu entschlossen, einen strategischen Partner zu suchen, und wenn nötig auch die Mehrheit am Distributionsgeschäft der Logistiktochter abzugeben.

Hermes sucht strategischen Partner

Die Otto Group kündigte auf der diesjährigen Bilanzpressekonferenz an, in den nächsten Jahren rund 500 Millionen Euro in den Ausbau der Logistikgruppe zu investieren – doch in Hamburg denkt man mittlerweile weiter: Das Geschäft mit der Zustellung auf der letzten Meile soll mit einer strategischen Partnerschaft noch stärker werden. Die Börsenzeitung schreibt, das europäische Distributionsgeschäft von Hermes solle für eine externe Beteiligung geöffnet werden.

Ein Mitspracherecht für strategische Entscheidungen will die Otto Group dabei behalten, schließt aber auch nicht aus, einen mehrheitlichen Anteil abzugeben.

Noch keine Kandidaten in der näheren Auswahl

Allem Anschein nach befindet der Prozess sich noch ganz am Anfang. Die Börsenzeitung schreibt, Otto könne sich Partnerschaften mit großen Onlinehändlern wie Asos, Zalando oder anderen internationalen Größen vorstellen – hätte jedoch keine Präferenz.

Aus kartellrechtlichen Gründen ist eine Beteiligung von DHL eher unwahrscheinlich, eine Beteiligung von Amazon hingegen eher aus unternehmensphilosophischen Gründen unmöglich.

Rund 2,5 Milliarden Euro Umsatz stehen zur Disposition

Im Geschäftsjahr 2017 steigerte die Hermes-Gruppe ihren Umsatz um 12 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro, der Löwenanteil davon steht jetzt zur Beteiligung zur Verfügung. Die Börsenzeitung schätzt den Anteil des Distributionsgeschäftes auf 2,5 Milliarden Euro.

Dem Vernehmen nach soll die Öffnung „nicht aus der Not heraus“ geschehen, so die Zeitung weiter. Inhaltlich ist das korrekt: Hermes’ Geschäft wirft operativ Erträge ab, der Logistiker ist definitiv nicht in Schieflage. Trotzdem ist Hermes aufgrund der unterschätzten Wachstumsraten des Onlinehandels und notwendiger Einsparungen durch Skalierungseffekte, um konkurrenzfähig zu bleiben und Margen zu sichern, stark unter Druck.

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Ein Kommentar
Peter
Peter

Hermes ist der schlechteste Versanddienstleister den es gibt. Ich bestelle inzwischen gar nicht mehr, wenn mit Hermes verschickt wird. Bei uns liefert nur DHL zuverlässig und kommt vor allem immer zur selben Zeit. DPD und UPS kommen immer unterschiedlich und manchmal finden sie angeblich die Adresse nicht.

Bei mir geht all das inzwischen soweit, dass ich sogar wieder gerne einen Aufpreis zahle, wenn ich dann sicher sein kann, dass das Paket per DHL kommt. Sobald irgendwo Hermes steht, bin ich jedenfalls raus und bei Amazon führte der Ärger mit Hermes schon dazu, dass Hermes nicht mehr in Frage kommt und Amazon den Dienstleister für mich händisch ausgeschlossen hat, da ich sonst nicht mehr bestellt hätte.

Alles schon erlebt mit Hermes. Vom zerdellten Paket, über Wartezeiten von zwei Wochen, Fahrer die ihren Scanner nicht bedienen konnten und mich fragten, ob ich weiß was Sache ist. Deutsch sprechen sie bei uns auch auch bestenfalls brüchig. Katastrophe.

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