Ratgeber

Preisfehler im Onlinehandel: Warum Kunden manchmal doch etwas geschenkt bekommen

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Ein anderes Umfeld, in dem es häufiger zu Preisfehlern kommt, die aber durchaus auch als gewollte Preisreduzierung interpretiert werden können, sind Reise- und Flugbuchungen. Hier gibt es etliche einschlägige Fälle, in denen der Kunde vor allem Schadenersatz fordern kann. Hat der Kunde beispielsweise einen extrem günstigen Flug gebucht, der dann um einiges später storniert wird, kann er gegebenenfalls entstandene Schäden durch die nachfolgende Hotel- oder Mietwagenbuchung geltend machen. Gegebenenfalls hat der Verkäufer oder Vermittler des Flugs hier gar keine Möglichkeit, vor Gericht eine Anfechtung plausibel zu erklären.

Preisfehler ausnutzen: Bei Amazon besteht eine weitere Gefahr

Doch es besteht noch eine weitere Gefahr, die insbesondere bei Amazon nicht zu vernachlässigen ist: Der E-Commerce-Riese hat in der Vergangenheit bestimmte Kunden ohne Angabe von konkreten Gründen vom Handel ausgeschlossen. In einigen Fällen betraf dies offenbar nicht nur das eigene Konto, sondern alle zum selben Haushalt gehörenden Kundenkonten. Während sich die Ausschlüsse in einigen Fällen offenbar mit zu hoher Retourenquote und böswilligem Ausnutzen der sehr kulanten Rückgaberegeln erklären ließen (große Fernseher, die während einer Fußballweltmeisterschaft bestellt und danach einfach zurück gegeben wurden), könnte Amazon zumindest eine solche Bestellflut (hohe zweistellige Zahl an Bestellungen an einem solchen Abend mit Wert von jeweils unter 10 Euro) ebenfalls übel nehmen. Dass Amazon schwarze Listen mit Kunden führt, die das Unternehmen mehr Geld kosten als einbringen, gilt in der Branche als sicher, auch wenn Amazon mal wieder „zu Einzelfällen keine Stellung nehmen will“. Klar ist: Das Ausschließen von Kunden ist in konkreten Einzelfällen durchaus erlaubt.

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