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E-Commerce

Prestashop Release 1.6: Das Open-Source-Shopsystem in der Übersicht

Prestashop ist bei Timefy.com im Einsatz. (Screenshot: timefy.com)

Das Open-Source-System Prestashop steht jetzt in der neuesten Version 1.6 zum Download zur Verfügung. Wir stellen euch das Shopsystem und seine Neuerungen vor.

Prestashop ist ein französisches Open-Source-Shopsystem, das weltweit zum Einsatz kommt. Laut eigenen Angaben sollen rund 165.000 aktive Onlineshops in 163 Ländern vorhanden sein – der britische Magento-Entwickler Tom Robertshaw erstellt in regelmäßigen Abständen eine Auswertung der Shopsysteme in der „Alexa Top 1 Million“. Die daraus zuletzt veröffentlichten Grafiken zeugen davon dass sich Prestashop im Wettlauf um Marktanteile in Deutschland recht weit vorne befindet, immerhin an fünfter Stelle. Grund genug für uns, euch das Shopsystem, die wichtigsten Kernfunktionen und die Neuerungen in der Version 1.6 vorzustellen.

EIn Beispielshop auf Basis des Shopsystems Prestashop ist timefy.com. (Screenshot: Timefy.com)
EIn Beispielshop auf Basis des Presta-Shopsystems. (Screenshot: Timefy.com)

Prestashop im Überblick

Das System Prestashop bietet eine breite Auswahl an Funktionen, von der Lagerverwaltung über umfangreiche Analyse- und Berichtsfunktionen bis hin zur mitgelieferten eBay-Anbindung. Für Erweiterungen steht ein lebendiges Ökosystem zur Verfügung, das allerdings größtenteils kostenpflichtige Module liefert – auch wenn eine akzeptable Menge an kostenlosen Modulen existiert. Die Auswahl an Modulen ist ebenfalls breit gefächert, von der Anbindung an Amazons Marketplace über die Wordpress-Integration hin zur Anbindung von Warenwirtschafts- und ERP-Systemen.

Funktionen in der Kurzübersicht: Frontend

  • Vermarktung digitaler und physikalischer Produkte
  • Verfügbarkeitsanzeige, Multiple Produktbilder mit Zoomfunktion
  • Cross-Selling, ergänzende Produktangebote
  • Kundenmeinungen und Bewertungen, Produktempfehlungen via Mail oder Social Networks, Wunschliste
  • Anpassbare Produktsuche mit Filterfunktionen
  • Kundenkonto, Kundenservice-Tool zum Management von Kundenanfragen, RMA-System mit integriertem Retourenabwicklungssystem
  • Rebound-Mails, Mass-Mailing, Newsletter
  • Treue- und Bonuspunktesystem, Partnerprogramm, Couponsystem
  • M-Commerce: vorinstallierte, mobile Design-Vorlage
  • Mehrsprachiges Shopsystem, Multishop-fähig

Funktionen in der Kurzübersicht: Backend

  • Rechtemanagement / User-Rollen
  • Content-Management-System für Standard-Seitenelemente wie beispielsweise  „Über uns“, „AGB“
  • Produktkatalog mit Warenbestandsverwaltung und Massen-Bearbeitungsfunktion
  • Warenwirtschaftsfunktionen, unter anderem eine Lagerverwaltung
  • Tiefergehende Anpassungen über eine sogenannte Override-Funktion, ohne dass Anpassungen am Core nötig sind: Das soll Anpassungen erleichtern und Probleme beim Upgrade vermeiden
  • Analyse- und Berichtsfunktionen, die in einem zentralen Dashboard zusammengeführt werden

Prestashop in Deutschland: Vorerst noch Version 1.5.6 einsetzen

Das französische Shopsystem ist von Haus aus noch nicht für den Einsatz in Deutschland geeignet. Sowohl das Backend als auch das Frontend liefern zwar die deutsche Sprache mit, die Anpassung der Übersetzungen ist auch wahlweise bequem im Backend möglich, aber die rechtlichen Anforderungen für den Einsatz in Deutschland müssen durch den Einsatz eines Lokalisierungsmoduls erst geschaffen werden. Dazu stehen unter anderem zwei kostenfreie Module zur Verfügung.

Die bisherigen Lokalisierungsmodule „germaNext“ und „GC Germany“ sind bisher allerdings nur für die Prestashop-Version 1.5.6 erhältlich. Die beiden Anbieter Silbersaiten und Gurkcity sind im Moment mit der Entwicklung eines gemeinsamen Lokalisierungsmoduls beschäftigt, das noch vor dem Inkrafttreten der neuen Verbraucherrechterichtlinie erscheinen soll – gemeinsam mit Prestashop haben beide Anbieter eine neue Schnittstelle entwickelt, die die Lokalisierung von den Major-Core-Releases unabhängig machen soll. Silbersaiten und Gurkcity gehen von einer Veröffentlichung noch vor Ostern aus. Bis dahin empfehlen die beiden Prestashop-Spezialisten sowohl Einsteigern als auch der deutschen Community, die bisherige Version 1.5.6 einzusetzen.

Prestashop: Die wichtigsten Neuerungen im Überblick

Eine komplette Übersicht über die Neuerungen in Prestashop V1.6 findet ihr im Prestashop-Blog: einmal in einer Übersicht für Änderungen im Backend, im Dashboard und für Änderungen im Frontend.

Frontend

Neue überarbeitete Produkt-Detailseite

Die Produkt-Detailseite wurde in Zusammenarbeit mit der Community komplett überarbeitet. (Screenshot: Prestashop)
Die Produkt-Detailseite wurde in Zusammenarbeit mit der Community komplett überarbeitet. (Screenshot: Prestashop)

Produktvergleichsfunktion

Kunden können in der neuen Prestashop-Version Produktvergleiche durchführen. (Screenshot: Prestashop)
Kunden können in der neuen Prestashop-Version Produktvergleiche durchführen und diese Vergleiche mit Freunden teilen. (Screenshot: Prestashop)

Cross-Selling im Warenkorb

Landet ein produkt im Warenkrob, zeigt Prestashop jetzt ähnliche Produkte auf der Warenkorbseite an. (Screenshot: Prestashop)
Landet ein Produkt im Warenkorb, zeigt Prestashop jetzt ähnliche Produkte auf der Warenkorbseite an. (Screenshot: Prestashop)

Internes Marketing mit Banner-Kampagnen beziehungsweise Produkt-Welten

Über ein internes Banner-Marketing ist beispielsweise die Darstellung von Produktwelten auf der Startseite möglich. (Screenshot: Prestashop)
Über ein internes Banner-Marketing ist beispielsweise die Darstellung von Produktwelten auf der Startseite möglich. (Screenshot: Prestashop)

Backend

Redesign im „Responsive Design“

Das Backend ist nun komplett redesignt und im „Responsive Design“ umgesetzt worden, Onlinehändler können Ihren Onlineshop von unterwegs aus auf dem Smartphone oder Tablet verwalten. (Screenshot: Prestashop)
Das Backend ist nun komplett redesignt und im „Responsive Design“ umgesetzt worden, Onlinehändler können Ihren Onlineshop so von unterwegs aus auf dem Smartphone oder Tablet verwalten. (Screenshot: Prestashop)

Neues Dashboard und eine verbesserte Business-Intelligence:

Das bisherige Dashboard wurde neu gestaltet. Jetzt sollen hier Echtzeit-Daten, Key-Performance-Indikatoren und Umsatzprognosen angezeigt werden. (Screenshot: Prestashop)
Das bisherige Dashboard wurde neu gestaltet. (Screenshot: Prestashop)
(Screenshot: Prestashop)
Die verbesserte Business-Intelligence-Funktion unterstützt den Onlinehändler unter anderem mit intelligenten KPIs, der Anzeige der Nettogewinnmarge und der Umsatzprognosen. (Screenshot: Prestashop)

Für Umsteiger: Das kostenlose Upgrade-Modul

Für Umsteiger steht ein kostenloses Auto-Upgrade-Modul zur Verfügung, das die Migration von einer älteren Prestashop-Version übernimmt. Das Modul legt ein Backup des alten Systems an, bietet eine Wiederherstellungsfunktion und Konfigurationsmöglichkeiten um manche Änderungen zu verwerfen. Eine Checkliste zur Vorbereitung stellt Prestashop ebenfalls zur Verfügung.

Prestashop Release-Video für die Version 1.6

Nutzt ihr Prestashop? Wir freuen uns über eure Erfahrungsberichte in den Kommentaren.

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4 Reaktionen
Jochen G. Fuchs

Hey Moritz,

Hm. Fast. ;-) Ich habe mit dem Artikel sowohl einen allgemeinen Überblick über das System als auch über die Neuerungen in Sinn gehabt. (Habe ich versucht auch in der Headline anzudeuten).

Bennys Argument ist ja richtig: Shops die nicht für Deutschland angepasst wurden sind ein rechtliches Minenfeld. Nur liest sich sein Kommentar so, als wäre das hier der Fall.

Gerade deshalb war es mir wichtig nochmal deutlich herauszustreichen dass Prestashop in Deutschland grundsätzlich einsetzbar ist.

Viele Grüße aus der Redaktion,
Jochen

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Moritz Feierabend

Hey Jochen, naja der Artikel stellt ja in erster Linie die neue Version von Presta vor und die ist laut Artikel nicht für den Einsatz in Deutschland geeignet da für 1.6 noch kein Lokalisierungsmodul zu Verfügung steht.

@Benny, naja so schlimm ist es auch nicht ;)

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Jochen G. Fuchs

@Benny Lava
Wie im Artikel zu lesen ist, trifft das hier ja absolut nicht zu. Deswegen verwirrt mich dein Kommentar jetzt etwas. ;-)

Lokalisierungsmodule sind vorhanden. Das Modul germaNext wurde beispielsweise zusammen mit Trusted Shops entwickelt und ist für die Zertifizierung durch das Trusted Shops Gütesiegel vorbereitet.

Antworten
Benny Lava

Solange solche Systeme nicht komplett an die diversen deutschen Erfordernisse angepasst ist, ist ein ausländischer Online-Shop eher uninteressant. Da ist man sein Geld schneller los, als man "Abmahnung" sagen kann. Oder man macht sich viel Arbeit, um das Fehlende dann noch individuell anpassen. Ein Schnittstelle zu Trustedshops o.ä. sollte Pflisch sein.

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