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Prismic: Raus aus der CMS-Hölle!

Quelle: prismic.io

Seid ihr auch in der CMS-Hölle gefangen? Warum Prismic einen neueren Weg geht als euer CMS und warum es auch noch leichter benutzbar ist, lest ihr hier. Und ihr erfahrt, was überhaupt die CMS-Hölle ist.

Prismic ist ein CMS, das anders sein soll. Nach eigenen Angaben und im Gegensatz zu anderen CM-Systemen nicht auf das Frontend fokussiert, sondern auf den Inhalt im Backend. Dabei lässt Prismic offen, mit welcher Technologie ein Entwickler auf die Daten zugreift. Prismic geht offenbar einen eigenen Weg – sowohl für Entwickler als auch für Anwender. Und der erste Eindruck macht Lust auf mehr.

Prismic liefert in einem Feed alle relevanten Informationen. (Quelle: <a href="https://prismic.io">prismic.io</a>)
Prismic liefert alle relevanten Informationen in einem Feed. (Quelle: prismic.io)

Cloud-basiertes CMS und einfach anders: Prismic

Anstoß für die Entwicklung von Prismic war vor allem die von Prismic so genannte „CMS-Hölle“. Damit meint das Team die Situation, wenn man sich als Designer oder Entwickler in andere Systeme, gezwungener Maßen, einarbeiten muss und auf eine bevorzugte Technologie verzichtet, nur um mit einem anderen System arbeiten zu können. Das Problem liege darin, dass sich bisherige CM-Systeme zu stark mit der Darstellung von Inhalten beschäftigen, anstatt mit dem „Content Management“.

Daher legt das Team hinter Prismic den Fokus auf die Verwaltung von Inhalten und nicht auf die Darstellung. Dabei wird der Ansatz verfolgt, dass alle Daten auf den Servern von Prismic gespeichert werden – auf einem Cloud-Service. Das Auslesen der Daten erfolgt über einen JSON-String, der mit Query-Abfragen das gewünschte Fragment des Inhaltes ausgibt. Fragment? Ja, Prismic will die Darstellung des gleichen Inhaltes, aber in unterschiedlicher Form, vereinfachen. Es wird ein Inhalt gespeichert, aber zum Beispiel an Stelle X nur die Überschrift und an Stelle Y ein Bild ausgegeben. Das können andere CM-Systeme auch, aber Prismic will es für Entwickler einfacher gestalten – mit einer eigenen Oberfläche um die gewünschten Abfragen generieren zu lassen.

Prismic für Entwickler

Das System stellt einen „API-Browser“, also einen Abfrage-Generator, zur Verfügung, mit dem eine Abfrage erstellt werden kann, die eine Information aus dem JSON-String ausgibt. Per Copy & Paste wird diese Abfrage dann direkt in das Template eingefügt. Somit wird eine Abfrage an das Datenbanksystem ausgeführt – unabhängig von der eingesetzten Technologie.

Abfrage-Generator von Prismic. (Quelle: <a href="https://prismic.io">prismic.io</a>)
Der Abfrage-Generator von Prismic. (Quelle: prismic.io)

Die vorbildliche Dokumentation von Prismic zeugt auch von dem Willen, Webentwicklung für Entwickler zu vereinfachen. Derzeit könnt ihr mit acht verschiedenen Technologien (php, js, Ruby on Rails, Java, .net und iOS) auf Prismic zugreifen. Die Dokumentation behinhaltet Videos und ein ausgiebiges Nachschlagewerk in Textform. Aber Prismic geht auch neue Wege für Anwender.

Prismic: Inhalte benutzerfreundlich verfassen

Das Backend ist erfrischend und intuitiv. Allerdings gibt es eine gewisse Lernkurve, um das Konzept von Prismic voll verstehen zu können. Prismic unterstützt neben dem Verfassen von Artikeln auch das Veröffentlichen von „Releases“. Diese „Releases“ kann man als Ereignisse verstehen, an die Artikel, aber auch noch tiefgreifendere Möglichkeiten zur Veröffentlichung von Informationen geknüpft sind. Konkret liefert Prismic ein Beispiel, in dem gezeigt wird, dass Produkte hinzugefügt und ganze Artikel geändert werden können – und das völlig automatisiert, gesteuert durch ein „Release“-Datum.

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Prismic taugt auch als redaktionelles System, besteht doch die Möglichkeit, untereinander innerhalb des Systems Inhalte zu besprechen und zu überprüfen. Die Versionierung ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch extrem einfach zu bedienen, beinahe, als würde Fehlerkorrektur Spaß machen. Auch die Aufbereitung von Inhalten ist sehr gut gelöst, der native Bild-Editor „fühlt“ sich gut an und liefert auch das, was andere nur versprechen.

Ein negativer Punkt fällt mir trotz der guten Usability auf: Icons verfügen nicht über ein alt-Attribut, somit ist es manchmal schwer herauszufinden, welches Icon welche Aktion ausführt. Wobei dieser „Schönheitsfehler“ vorerst zu vernachlässigen ist: Prismic ist derzeit noch im Beta-Status – auf prismic.io könnt ihr eine Einladung anfordern. Prismic ist als System für eine Beta-Version absolut überzeugend – aus Sicht des Anwenders sowie aus Entwickler-Sicht.

Negativ fällt mir auf, dass es einen Zwang gibt, für Prismic zu bezahlen, beziehungsweise dass ein Bereitstellen auf dem eigenen Server ausgeschlossen ist. Mit Prismic und dem Beispielprojekt zu entwickeln, ist kostenlos, der Preis von 29 bis 149 US-Dollar im Monat ist erst mit der Veröffentlichung des Webprojekts fällig. Als kleiner Entwickler zahlt man immerhin nur neun US-Dollar pro Monat. Zusammengefasst kann gesagt werden, dass Prismic eine der besten Beta-Versionen zur Verfügung stellt, die ich je gesehen habe.

Habt ihr Probleme damit, dass Prismic eure Inhalte in der Cloud speichert?

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16 Reaktionen
daerias

Ich finde ProcessWire immer noch am besten!

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Mario Janschitz

@Mike Danke für das Feedback!!

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patrickroma

@Steffen: wenn du ein RESTfähiges CMS suchst, wäre eine Möglichkeit, dass du dir Drupal 7, das Services- & AngularJS-Modul anschaust... Oder du wartest noch auf Drupal8, da werden RESTful Services im Core sein...

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Mike

Super Idee, tolle Umsetzung, extrem gute Qualität für "beta". Der Editor ist sehr gut, das Konzept der Releases ebenso überzeugend.

Daten, welche im Web angezeigt werden, in die Cloud zu legen ist natürlich für Deutsche schon wieder zu viel des Guten. Da hab ich echt gut gelacht :)

Nachteile prismic:
- caching im eigenen Controller eigentlich notwendig, sonst 500ms latency
- aktuell scheinbar nicht (von Haus aus) Multi Language tauglich
- die API erlaubt nur lesezugriffe wie es scheint und ist entsprechend designed, ergo keine schreibmöglichkeit auf Daten via api, sodass Metadaten (nicht content) selbst im Model gespeichert werden müssen inkl. Relation
- hässlicher und langer Slug für Objekte in collections, siehe prismic Blog oder Website, welche ebenfalls mit prismic umgesetzt wurden

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Steffen

Wenn es kein Cloud-Dienst wäre, würde ich die Lösung super finden. Ich suche schon lange ein System, das sich lediglich auf die Speicherung des Contents konzentriert und diesen per REST Service ausliefert. Technologie unabhängig! Und man ist bei einem Relaunch nicht auf ein bestimmtes CMS angewiesen. Die Kombination aus REST-CMS und Angular JS würde mich z.B. reizen.

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El Gringo

Ein Bezahldienst um meine Daten einem fremden Anbieter anzuvertrauen. Das ist keine Alternative. - Nein danke!

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patrick

Also zum Thema SEO-Funktionen... Das ist definitiv nicht die Aufgabe eines Datenspeichers. Also ist es gut dass es nicht dabei ist.

Wenn die API richtig gemacht ist kannst du auch schreibend darauf zugreifen und dir dein eigenes Backend implementieren, das genau das macht was du möchtest.

Die Idee hat Hand und Fuß und ist für mich die nächste Evolutionsstufe von Content Management... und nur Content Management.

Einziges K.O-Kriterium ist leider dass es nicht zum selber hosten zu sein scheint. Schade!

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Jonas

oO Prismic - ic = Prism ... Zufall oder gewollt? Oo

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Heiner

"Dabei wird der Ansatz verfolgt, dass alle Daten auf den Servern von Prismic gespeichert werden – auf einem Cloud-Service."

Hallo?! Haben die Jungs die Zeichen der Zeit verschlafen? Wenn die Pleite machen oder die NSA die Bude zumacht, dann ist alles futsch.

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Erik

Schöne Sache an sich.
Einiges davon kommt mir vom lesen her auch von TYPO3 schon bekannt vor.

zwei große Nachteile die dafür sorgen dass ich es gar nicht weiter ansehe:

1) Cloud ist out! Ami-Cloud ist mega-out.
Ok, ein CMS bring Inhalte ins WWW und ist damit öffentlich, da geht ein Cloudspeicher natürlich schon. Aber bei Prismic geschieht zusätzlich eine massenhafte Einsicht in und Zusammenführung von Redakteursprofilen, Workflows, interner Kommunikation und Zahlungsverbindungen vieler einzelner Webseiten.

2) Bisher gibt es ähnliche Dienste zum selberhosten von Open Source oder einen Bruchteil des Preises vom regionalen Profihoster. ich würde eine professionell gehostete kleine TYPO3-Umgebung vorschlagen für alle die ein anspruchsvolles Redaktionssystem brauchen dass sich vor allem um Inhalte kümmert. Ist auch preiswerter...

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Mario Janschitz

@Florian
Danke für den Hinweis - ich weiss nicht wo ich mit meinen Gedanken war :D

@Teichfeld
Gute Frage! Nein, es gibt noch keine Hinweise darauf.

Antworten
Frank

Hab "Cloud" gelesen und bin ausgestiegen aus dem Artikel.

Antworten
Teichfeld

Gibt es Informationen über SEO-Funktionen? Hauptschlagwort-Analyse, google snippet Vorschau?

Antworten
Sebastian P.

@wiesson +1

Gerade weil Datensicherheit im kommerziellen Bereich ein immer wichtigeres Thema wird, ist das keine Option.

Antworten
wiesson

Hört sich nett an, aber wenn ich das System nicht meinem eigenen Server installieren kann, dann kommt es für uns absolut nicht in Frage. Schade!

Antworten
Florian

Gemeint sind wahrscheinlich JSON-Strings (JavaScript Object Notation) und nicht "jason-Strings", oder?

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