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Analyse

Probelauf mit Hindernissen: So funktionieren die Packstationen von Amazon

Ein Amazon Locker im typischen Gelb – in Deutschland sind die Abholstationen allerdings in Grau gehalten. Möglicherweise hat hier DHL interveniert. (Foto: Amazon, Montage: t3n)

Amazon erprobt fleißig seine neuen Abholstationen in München und Berlin, die Zustellung bringt aber anscheinend noch einige Tücken mit sich. Ein Überblick über den Status Quo der Amazon Locker.

Amazon hat vor kurzem den Probelauf seiner Abholstationen „Amazon Locker“ in München und Berlin gestartet. Beliefert werden die ersten Abholstationen in Deutschland vom hauseigenen Paketdienst Amazon Logistics. Peer Schrader vom Supermarkt-Blog hat den Amazon Locker ausprobiert und festgestellt, dass der Probelauf noch mit einem Schluckauf kämpft.

Amazon Locker: Die neue Paketstation für Amazon Kunden

Der Amazon Locker gleicht vom Funktionsprinzip einer DHL-Packstation, steht aber nur Amazon-Kunden für deren Bestellungen zur Verfügung. Beim Checkout wird der gewünschte Standort der Abholstation ausgewählt, in Deutschland sind die Amazon Locker bisher nur an Shell Tankstellen zu finden. Jeder Amazon Locker trägt einen menschlichen Namen wie Jannik oder Fabian. Namen, die einfacher zu merken sind, als die obskuren Ziffern-Bezeichnungen der DHL-Paketstationen.

„Die Amazon Locker heißen Jannik oder Fabian.“

Der Kunde erhält eine Zustellbenachrichtigung mit einem Abholcode und einem Barcode, per Mail oder Pushbenachrichtigung in der Amazon App, sobald Amazon das Paket in den gewählten Locker gepackt hat. Abholen müssen Kunden das Paket innerhalb von drei Tagen, eine deutlich kürzere Frist als sie Dhl mit neun Tagen gewährt – aber anscheinend immer noch zu lang.

Amazon Locker: Eine dreifache Ehrenrunde bis zur Zustellung

Die Standorte der Amazon Locker sind manchmal etwas schäbig. (Foto: Peer Schrader, Supermarkt Blog)
Die Standorte der Amazon Locker sind manchmal etwas schäbig. (Foto: Peer Schrader, Supermarkt Blog)

Das Supermarktblog berichtet von den ersten eigenen Bestellversuchen mit dem Amazon Locker in Berlin. Peer Schrader schreibt wenig begeistert von dunklen Ecken, Rostregalen und Mülltonnen, neben denen die Amazon Locker zu finden seien. Die wenig attraktive Positionierung ist auf dem Bild oben zu sehen, der Standort wirkt eher wie die Sperrmüll-Ecke der Tankstelle.

„Standort: Die Sperrmüll-Ecke an der Tanke.“

Den größten Ärger verursachte jedoch die Zustellung an den Locker. Am Donnerstag aufgegeben, sollte eine Bestellung schon am Freitag in den Amazon Locker zugestellt werden. Die Zustellankündigung kam noch an bei Schrader. Am Abend jedoch vermeldete die Amazon App: „Mögliche Lieferverzögerung aufgrund zusätzlicher Verarbeitung durch Transportdienstleister.“ Zur Erinnerung: Amazon Logistics stellt die Pakete zu.

„Immer wieder ist der Amazon Locker voll.“

Auf ein neues: Am Samstag wollte Amazon erneut in den Locker liefern. Leider wieder ohne Erfolg. Die Amazon App meldete sich wieder zu Wort: „Mögliche Lieferverzögerung aufgrund zusätzlicher Verarbeitung durch Transportdienstleister.“ Man könnte diesen Satz auch wunderbar durch „Der Amazon Locker ist leider voll, wir versuchen es morgen wieder“ ersetzen. Am Samstag warf Amazon dann vorläufig das Handtuch: „Der Transportdienstleister hat uns darüber informiert, dass sich die Zustellung Ihres Pakets um 1-2 Werktage verzögern wird.“ Übersetzt: „Der Locker ist immer noch voll, das hat jetzt keinen Wert mehr. Wir versuchen es am Montag wieder.“

Am Montag versucht Schrader beim Kundenservice herauszubekommen, was los ist. Bekommt jedoch nur die Auskunft „man könne den Transportdienstleister nicht erreichen“. Hier antwortet sich Amazon wohl nicht gerne selbst.

Einen gratis Prime-Monat, eine Umleitung des Paketes oder eine Beschwerde einreichen wollte Schrader nicht, sondern lieber eine zufriedenstellende Antwort, wo das Problem liegt und wann das Paket denn nun in den Locker zugestellt wird. Die gewünschte Antwort gab es leider nicht.

Aber immerhin wurde am selben Nachmittag das Paket endlich in den Locker geliefert.

Wieso Amazon eigene Abholstationen will

Die Kooperation mit Shell in München und Berlin soll später auf das ganze Bundesgebiet ausgeweitet werden, was aller Voraussicht nach nicht das Ende dieser Initiative von Amazon sein wird. Es ist davon auszugehen, dass schon jetzt weitere Kooperationspartner gesucht werden.

„Amazon will sich unabhängig machen.“

Amazon muss das Konzept der Locker an sich nicht erproben, es läuft in den USA schon seit einiger Zeit erfolgreich – sondern die Logistik-Maschinerie dahinter ausbauen und interne Abläufe auf die Besonderheiten des deutschen Marktes anpassen. Deshalb die Probeläufe in Berlin und München. Beides übrigens Städte, die mit dem neuen Prime-Now-Dienst ausgestattet sind – und demnach auch über eine gut ausgebaute Logistik-Infrastruktur durch Amazon City Logistik verfügen. Also dem Unternehmen, dass die Zustellungen für den Geschäftsbereich Amazon Logistics durchführt.

Amazon möchte mit der eigenen Logistik-Infrastruktur - von der eigenen Flugzeugflotte über den eigenen Paketdienst bis hin zur eigenen Abholstation - das Kundenerlebnis kontrollieren. Sich unabhängig machen von externen Dienstleistern und so den Kundenservice bei Zustellungen verbessern. Nicht zu vergessen: Der eigene Paketdienst ermöglicht Amazon erst Dienste wie die Ein-Stunden-Zustellung oder den bald zu erwartenden Lieferdienst Amazon Fresh für Lebensmittel.

Was Amazon besser machen könnte

Vielleicht muss in Deutschland die Lagerzeit noch verkürzt werden von drei auf zwei Tage. Auch könnte Amazon an größeren Abholstationen an angenehmeren Orten arbeiten. DHL hat beides: größere Packstationen, an schöneren Orten. Wobei der Optik der Standorte nicht zuviel Bedeutung eingeräumt werden sollte. Wichtiger ist der sichere und bequeme Zugang zur Abholstation. Eine Tankstelle ist zur Anfahrt mit dem Auto sinnvoll, für manche Städter dürften Bushaltestellen oder Supermärkte besser geeignet sein.

Aber ebenso wichtig dürfte eine vernünftigere Kundenkommunikation und eine Kommunikation zwischen Versandsystem und Amazon Locker sein, damit der Kunde schon vor dem Zustellversuch benachrichtigt werden kann, dass der Locker voll ist. Kombiniert Amazon eine verbesserte Kommunikation mit einer passablen Möglichkeit für den Kunden, einzugreifen, wenn sich mal wieder eine Amazon-Locker-Zustellschleife ergibt, dann wäre das zumindest eine brauchbare Notlösung. Ein schneller Klick in der Amazon App, um das Paket umzuleiten, würde ja schon ausreichen.

via excitingcommerce.de

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2 Reaktionen
Amazon müsste schlauer werden

Bezahl mal Pachten. Dann ist die Kohle weg. Hier wird das systematische mindeslohnfreie Cashburnertum und HochpreisMietmafiamästung-Mietpreis-Hochtreibung doch ständig bejubelt.
Man muss froh sein wenn man Flächen gestellt bekommt. Such doch selber mal bezahlbaren Mietraum in den beliebten Startup-Hochburgen München, Hamburg, Berlin,... . Na also... Am besten noch A-Lagen wo täglich jeder dran vorbeikommt.

Meine Idee wurde bei Löwen mit Millionen bewertet (vom Pitcher):
Der (Armuts-)Rentner vermietet seinen Vorgarten für Elektro-lade-Stationen MITTEN im Wohngebiet und dort kann man WIFI mit der Amazon-App direct connecten und per Handy-Tablett einkaufen oder Amahzon-Apps updaten. Das ganze Andere Internet geht dort natürlich nicht ! IMDB vielleicht noch weil es ja Amazon gehört.
Meine Idee mit den Supermärkten für Lade-Statitionen und Solar-Dächer (ist Euch nie aufgefallen das die Supermärkte keine Solar-Flächen haben ? Die verdienen wohl genug) kann man natürlich auch für Abhol-Boxen nutzen. Manchmal stehen Wäsche-Spenden-Container dort. Die sind aber oft vielleicht inoffiziell. Und trotzdem machen sie Gewinne und sind somit besser als das System wo ständig Schulden auf Kosten der zig nächsten Generationen gemacht wrden. So herunterwirtschaftet und mis-managementisiert sind viele überschuldete Abverkaufs-Staaten welche bald den Chinesen und Hedgefonds-Heuschrecken gehören.

In der Vorstadt gibts genug Armuts-Rentner welche für ein Prime-Abo ihren Vorgarten vermieten.
Leider interessiert es die Amazon-Boni-Manager nicht.

Schön ist aber die Idee des re-orderings.
Man hat also (wie bei Bushalte-Stellen) nicht EINE sondern mehrere in Lieblings-gruppen.
"Niemals" "Wenns denn sein muss" "Am liebsten hier" und kann dort Gruppen von Abhol-Punkten eintragen und nicht nur einen einzigen (Null-Eins-Viele der wahre Informatiker macht praktisch VIELE bzw. " * " oder "n" oder "m" ins ER-Modell oder UML oder was die Hipstaz heute nutzen). Auch Flexibel. Wer mit Fahrrad ist, kann nicht 25 KiloGramm Vogelfutter kilometer weit weg abholen und wird nur die nächste Abhol-Station angeben oder "Schmeiss es vor die Garage, klaut eh keiner weil es so schwer ist". Die neuen Air-Pods hingegen sind leicht und klein und kann man überall abholen wo man vorbeifährt.

Also wo können wir diese Idee WIRKSAM vorschlagen ohne das sie WIE ÜBLICH von der Lehmschicht Boni-Mismanagern usw. weggworfen und ignoriert wird ? Na also.
Sowas kommt davon, wenn man mir kein Land nennt, um endlich What-We-Want zu programmieren und jedem Mismanagement, Tim Cook ,Bezos usw. ins gesicht sagen zu können, was wir kleinen Kunden wirklich wollen und was sein Management ihm vielleicht verschweigt weil Bonis und Golfplatz-Punkte wichtiger sind.
Schau also zu, wie Deine Idee jahrelang ignoriert wird und du als Kunde weiter leidest und (so wie ich seit Jahrzehnten) deine Idee ignoriert wird oder erst in 10-20 Jahren realisiert. Der HOCHBEGABTE Jeff Bezos hat erst dieses Jahr Lieferdienste in Berlin eröffnet. das hätte er schon 2000 unter rot-grün machen können. Er nutzt keine einzige Erneuerung welche es nicht unter rot-grün 2000 schon gab. KEINE DROHNEN, keine Robo-LKW, ...

Bei der Queue sieht man natürlich auch in der Amazon-App, wo in der Pipeline (ARIS bzw. das zugehörige Modell lernt man in jedem Studium) das Paket ist und kann jederzeit "re-positionizen" und sich (weil dort Kunden sind) in einem anderen Stadtteil Packstationen aussuchen. Die Entscheidung und würfel sind erst gefallen, wenn Amazon einen freien Slot hat und weiss, das das Paket dort hin kommt. VORHER ist es Schrödingers Katze und jede Packstation kann immer noch in der App (wenn man mobiles Internet hat, was hier von der Systempresse ja auch wirksam teuer gehalten wurde) eine andere Packstation aussuchen. Wie die Kugel im Roulette wo man die Chips noch umschichten also re-positionizen kann. Oder wie dieses Kugel-Fallbrett. Aber so schlau sind heutige Informatiker wohl nicht mehr... Wenn das Paket irgendwo ist oder die Kugel, sieht man genau, welche Optionen noch möglich sind und ALLE Optionen stehen offen. Erst wenn jemand ein Paket herausnimmt, muss eine Entscheidung getroffen werden, welches und wessen Paket als nächstes dort reingeschoben wird. Ehrliche Kunden geben einen Abholzeitpunkt an z.b. "bin bis 18 auf der Arbeit". Die kann man entsprechend besser behandeln. Wer unehrlich ist, dessen Pakete warten Länger. Triviale Trivialprogrammierung. Leider nennt hier keiner länder wo man seine Ideen auch ohne prohibite Strafen endlich programmieren darf...

Viele Leute sind "faul" und holen erst nach der Abeit ab. Also viele Stationen oder viele Slots oder Robo-Verteilungs-Türme und nur eine Ausgabe-Klappe und nicht wie Spinte oder DHL-Boxen viele viele Türen. Lest Euch mal den Bericht über diese Apotheken-Roboter durch. Den habt Ihr selber geschrieben. Die Mission ist exakt dieselbe ! Und Pakete sind zwar unterschiedlich, das sind Medikamenten-Packungen (und speziell Hilfs-Mittel !) aber genau so. Für Die Lösung habt ihr also selber sogar einen Artikel produziert und Amazon muss es nur in größer bauen und betreiben und upgraden oder ausgelastete Türme durch größere Türme ersetzen und die ersetzten Türme woanders aufbauen. So wie es bei TV-Satelliten seit Ewigkeiten gemacht wird...
Unsortierte Pakete hineinschieben: https://t3n.de/news/magazino-logistik-roboter-toru-669240/2/
Genau war Ihr beschrieben habt. Geschichte (also Enteignung jeder Generation und Reiche Reicher Arme Ärmer jedes Jahr) passiert, weil die Leistungs-Presse die Geschichte voll vergessen hat.

Wenn Amazon schlauer wäre, würden sie endlich Packboxen verkaufen klein leicht unter den Briefkasten schraub-bar (Hunde Gassi Geher sind das Problem bei Boxen am Boden) wären und für 10 Euro mit FETTEM im Dunkeln leuchtenden Amazon-Logo und 15 Euro ohne Leuchteffekt und 20 Euro ohne Amazon-Aufdruck und jeder fährt täglich in der Vorstadt dran vorbei. Zalando-Boxen-Effekt in Extra-Super-Plus-Plus-Plus...
Die Boxen braucht man als Reisender im Ausland (abver da darf ich mein Prime Abo ja wohl nicht nutzen !!!) oder wenn es keinen brauchbaren Ablagepunkt an meiner Wohnung oder Arbeits-Platz gibt. Selber Schuld amazon. Bau vor Ort in den Outlands und Siedlungen oder miete eine Garage im ghetto-gebiet und pack dort die Robo-Verteiler rein. Ich würd es machen. Aber ich werde ja ignoriert. 3D-Drucker, frontalismusfreie Schulsysteme am Tablett ohne Lehrer-Pensionen, FPGAs und Videobrillen als Ersatz fast aller Monitore oder Dinge wie Amazon-Boxen-am-EIGENEN-Briefkasten wollte ich schon vor 15 Jahren.

Sinnvoll sind die lokal-Gegebenheiten: In Italien gibts wohl keine Tageszeitungen (nur Sport-Zeitungen) weil man keine Abo-Dienste für die tägliche Zustellung hinbekommen hat.
In Anime habe ich das gesehen, aber erst als es jemand sagte fiel der Groschen: Japan ist das Land der Lieferdienste. Da lässt man sich auch eine Kiste Bier liefern. Dort hat auch fast jeder eine Tages-Zeitung abonniert.

Wegen Amazon auch noch:
http://www.spiegel.de/forum/wirtschaft/amazonsmile-wie-amazon-bei-spenden-spart-thread-533765-1.html
Sowas macht man NACH der Haupt-Spenden-Saison und kündigt es lange genug vorher an.
Allerdings ist natürlich die Frage über welchen Weg wohl mehr hereinkommen wird: Den Alten oder den Neuen.
Weil man den Affiliate-Link ja erfasst hat, kann man es ja HEUTE SCHON mit rein schreiben im Warenkorb an wen die Spende bzw. die Affiliate-Überweisung geht.

Davon abgesehen natürlich endlich mal gut das auch mal kritische Artikel kommen wo man die Realität der Programmierung klar erkennen kann.
Sprachsteurung gibts nur, weil die Boni-Mismanager nicht mit den eigenen User-Interfaces klar kommen.
Folgendes (Updates verkaufen und wenig Leistung liefern) habe ich auch schon vor Jahren geschrieben: Also viel Spass wenn Deine Bedürfnisse systematisch ignoriert werden...
http://www.golem.de/news/deepsec-keynote-was-it-sicherheit-mit-diaetnahrung-zu-tun-hat-1611-124408.amp.html
Viel Spass wenn jeder Lichtschalter digital ist und Einbrecherbanden darauf warten, das man seine Sicherheits-Kameras (ich sag ja: Mehrere Standbeine und mehrere Clouds benutzen aber auf mich hört ja keiner) wie aktuell ja geschehen ist zurückschicken muss... Und seine Lichtschalter. Und bei -20 Grad seine Heizungs-Steuerung... Selber schuld wenn man nicht meine Ideen umsetzt und endlich mal funktionierende Software WIRKSAM durchsetzt.

Stephan

Mein erster Gedanke war... gehören die Container mit zur Station? ;-)

Aber eine DHL Packstation bleibt für mich attraktiver, da ich hier in einem Gang meine Sendungen unterschiedlicher Absender abholen kann.

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