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Productswithlove will vom Ende von Dawanda profitieren

Für Selbstgebasteltes scheint es auch nach dem Ende von Dawanda noch einen Markt zu geben. Zumindest probiert’s ein Startup namans Productswithlove gleich noch einmal.  (Foto: Katalin Balassa / Shutterstock)

Wenige Tage nachdem die Macher von Dawanda das Ende des DIY-Marktplatzes angekündigt haben, geht jetzt Productswithlove an den Start. Was man hier anders machen will.

Productswithlove positioniert sich geschickt als neuer, professioneller Onlinemarktplatz im DIY-Segment für selbstgemachte Produkte und Handarbeitsmaterial. Fokussieren will man sich dabei auf den deutschsprachigen Raum, also gezielt jene Händler und Kunden abfischen, die in der Vergangenheit mit Dawanda glücklich waren. Dawanda schließt demnächst seine Pforten, nachdem das DIY-Verkaufsportal schon im vergangenen Jahr in Schieflage geraten war.

Auch wenn die Macher von Productswithlove sicher nicht als Kriegsgewinnler dastehen wollen, könnte der Startzeitpunkt gar nicht besser gewählt sein: Denn die Dawanda-Händler müssen sich aktuell überlegen, wo sie ihr Geschäft in Zukunft abwickeln wollen. Viele von ihnen zeigten sich in Foren ratlos, wohin die Reise gehen soll. Etsy, die naheliegende Alternative, die ja auch von den Dawanda-Machern genannt wird, scheint für viele keine echte Alternative zu sein. Da kommt Productswithlove sicherlich für viele gerade recht, zumal das neue Portal einen „PWL-Umzugshelfer“ genannten Import-Service anbietet. Dieser soll es den Händlern bei Dawanda ermöglichen, alle Produkte und Bilder vor Schließung des Marktplatzes in einigen Wochen aus ihrem Dawanda-Shop zu exportieren und in den neuen Dienst zu überführen.

Productswithlove startet mit moderatem Gebührenmodell

Die Anmeldung bei Productswithlove.de ist grundsätzlich kostenlos. Starten können interessierte Händler, die die Plattform testen wollen, mit einem kostenlosen Standard-Shop, der auf 50 Produkte limitiert ist. Hier fällt eine Verkaufsprovision in Höhe von drei Prozent an. Händler, die einen Premium-Shop buchen wollen, können darin bis zu 100.000 Produkte präsentieren und professionell hervorheben. Der Premium-Shop kostet monatlich fünf Euro, auch hier beträgt die Verkaufsprovision drei Prozent. Fürs Bereitstellen der Plattform sind die Gebühren damit überschaubar.

Als juristische Fußangel haben sich bei vielen kleineren DIY-Händlern die AGB und die Produkttexte gezeigt. Hierfür bietet Productswithlove zum Start eine Kooperation mit der IT-Recht-Kanzlei aus München an.  Im Rahmen dieser Kooperation können Nutzer der Plattform schon jetzt auf abmahnsichere Rechtstexte (AGB, Widerrufsbelehrung) inklusive Update-Service für Productswithlove-Shops zurückgreifen (ab 8.90 Euro monatlich). Eine AGB-Schnittstelle, die später bei Bedarf die automatische Aktualisierung der Rechtstexte übernimmt, ist in Planung.

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2 Reaktionen
Maike

Hallo Ralf,

...das ist nicht die einzige Plattform, die noch entstehen wird. Wenn man "DaWanda Alternativen" im DaWanda-Forum eingibt, findet man noch zig Möglichkeiten.
Viele DaWanda-Händler sehen wegen der Rechtsunsicherheit KEINE Alternative in Etsy.

Bei den ganzen Fehlern:

1. "Versandbereit" statt "Lieferzeit"
2. Ust / Kleinunternehmerregelung wird im Impressum NICHT angezeigt
3. Link zur OS-Plattform wird NICHT im Impressum angezeigt
3. Button zum Abschluss einer Kaufvertrags heißt falsch (müsste "zahlungspflichtig bestellen" oder "kaufen" heißen, heißt aber "jetzt zahlen"bzw. "weiter")
4. „Rückgabebedingungen“ bei Etsy NICHT rechtssicher
5. In vielen Kategorien KEINE Grundpreisangabe möglich

...würde ICH keinen Etsy-Shop eröffnen.

Nicht nach dem DaWanda an der Abmahnwelle gescheitert ist:

https://www.gruenderszene.de/business/abmahnungen-dawanda-aus

7000 Abmahnungen durch EINEN Abmahnverein innerhalb 1 Jahres.... na dann ist doch fast schon klar, was dieser Abmahnverein machen wird, wenn erst alle brav zu Etsy umgezogen sind !
Und selbst wenn der Abmahnvereine die Fehler der Plattform nicht SELBST zum Anreiz nehmen wird, dann wohl die vielen Stolpersteine, die man dadurch zu beachten hat; z.B. Lieferzeiten müssen jeder Artikelbeschreibung vorangestellt werden.

Toll, dass DaWanda unter diesen Bedingungen über ALLE beendetenArtikel bereits JETZT die Kunden nach Etsy umleitet.
Wer sich einen Artikel gemerkt, den es nicht mehr gibt - der landet auf Etsy....
Wer über Google ehemalige DaWanda-Artikel sucht - landet bei Etsy...

Toll für alle die Shops, die eben aus den oben genannten Gründen NICHT zu Etsy gehen !
Das nennt man wohl: Wettbewerbsverzerrung !

Antworten
Ralf

Hallo,

hui, das könnte interessant werden.
Vielen Dank für diesen Beitrag :)

Ich habe mir gerade mal deren Gebührenmodell angeschaut, mit dem Standardshop kann man ja ohne weitere Fixkosten oder Gebühren erstmal risikolos testen und zahlt nur 3% im Verkaufsfall.
Finde ich toll diese Möglichkeit.

Auch steht in der Gebührenübersicht, dass sie versprechen die jetzigen Preise bis Ende 2019 stabil zu halten.

Für mich ein Anreiz mehr das mal auszuprobieren

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