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Radar-Gestensteuerung – FCC erlaubt Googles Project Soli

Project Soli. (Screenshot: Youtube/t3n.de)

Die FCC hat Googles Project Soli genehmigt. Damit könnte die berührungslose Gestensteuerung per Radar jetzt in Geräte verbaut und auf den Markt gebracht werden.

Googles Advanced-Technology-and-Projects-Division (ATAP) hatte die Soli-Technologie – wie auch die Touch-Bedienung von Project Jacquard – erstmals im Rahmen der hauseigenen Entwicklerkonferenz I/O 2015 vorgestellt und damit in der Technikwelt für Furore gesorgt. Erste funktionierende Produkte mit eingebauten Soli-Chip folgten ein Jahr später. Erst jetzt hat Google für sein Project Soli aber die Erlaubnis der US-Behörde FCC erhalten, wie Reuters berichtet.

Project Soli: FCC sieht öffentliches Interesse für Radar-Gestensteuerung

Hintergrund der verzögerten Entscheidung ist, dass Google die Soli-Sensoren mit höheren Frequenzbändern als üblich betreiben will, um die Genauigkeit der Eingaben zu verbessern. Facebook und andere Konzerne hatten allerdings gegenüber der FCC Bedenken geäußert. Sie fürchteten, dass die Radar-Gestensteuerung bestehende Technologien stören könnten. Diese Bedenken scheinen jetzt ausgeräumt. Die FCC erteilte Google die Sondergenehmigung auch aufgrund eines öffentlichen Interesses. Die Genehmigung gilt auch für die Verwendung in Flugzeugen.

Mit Project Soli können Eingaben ganz ohne Berührungen der Geräte vorgenommen werden, indem ein Nutzer etwa Daumen und Zeigefinger aneinander reibt. Statt auf Kameras wie bisher zum Beispiel bei der Kinect-Steuerung von Microsoft setzt Google auf Radar. Dadurch kann der notwendige Sensor so klein wie ein Cent-Stück sein und etwa in Smartwatches oder Smartphones verbaut werden.

Jetzt, wo die FCC Google die Zertifizierung und Vermarktung von Project Soli erlaubt hat, könnten auch erste Geräte auf den Markt kommen. Ob Google selbst an der Entwicklung arbeitet, ist unklar. 2016 hatten Harman und LG auf der I/O Geräte mit integrierten Project-Soli-Sensoren gezeigt. Vor allem für die Bedienung von Smartwatches mit ihren kleinen Displays könnte eine Gestensteuerung Sinn ergeben. Google weist darauf hin, dass Soli auch Nutzer mit Beeinträchtigungen helfen könnte.

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