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Entwicklung & Design

„Project Zero“: Google engagiert Hacker für Sicherheitsoffensive

Staaten wie die USA sehen in Hackern bisweilen eine größere Gefahr als in Terrororganisationen wie den Islamischen Staat. Man rüstet sich. (Foto: © Paolese - Fotolia.com)

Der Suchmaschinenkonzern will Bugs in Software aufdecken und damit vor Internetspionage und Zero-Day-Exploits schützen. Für die Initiative holt sich Google Security-Experten aus aller Welt.

Vollzeit-Hacker gegen Internetspionage

Mit einer neuen Abteilung will Google gegen Internetspionage schützen. Das „Project Zero“ ist ein Forschungsteam, das Sicherheitslücken in Software aufspüren soll - allerdings nicht nur in konzerneigenen Produkten, sondern allen Anwendungen. Als Fachkräfte holt sich das Unternehmen dafür bekannte Hacker aus Neuseeland, der Schweiz, England und der USA. Deren Vollzeitjob wird es sein, Bugs zu entdecken und Gefahren aufzuzeigen. Das von Sicherheitsexperte Chris Evans geleitete Projekt soll insgesamt zehn Forscher beschäftigen.

„Unsere Mission ist es, die Zahl der Personen, die Opfer von Hack-Attacken werden, zu schützen“, erklärt Google in einem offiziellen Statement. Menschen sollten ohne Angst vor kriminellen oder staatlichen Spionage-Tätigkeiten im Netz unterwegs sein. Mit der Initiative will der Konzern besonders Menschenrechtsaktivisten vor sogenannten Zero-Day-Exploits schützen.

Google arbeitet „uneigennützig“

„Project Zero“ arbeitet laut dem Unternehmen so transparent wie möglich. Jeder Bug, den die Hacker entdecken, wird in einer externen Datenbank gespeichert und der betroffene Software-Hersteller wird informiert. Sobald eine Sicherheitslücke öffentlich bekannt ist, kann die Dauer und die Dokumentation der Schließung verfolgt werden.

Projektleiter Evans betont, dass die neue Einrichtung „hauptsächlich uneigennützig“ sei und keine kommerziellen Interessen verfolgt werden. Ein sicheres Internet gebe Menschen jedoch auch Vertrauen, die Services von Google zu nutzen. Der Konzern verstärkt sein einiger Zeit die Sicherheit seiner Dienste. Derzeit entwickelt Google ein Chrome-Plugin zur End-to-End-Verschlüsselung von Emails.

via www.wired.com

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Eine Reaktion
andre

Menschen sollten ohne Angst vor kriminellen oder staatlichen Spionage-Tätigkeiten im Netz unterwegs sein...
Nur im Nebensatz erwähnt? Das ist doch bestimmt extrem wichtig und macht das Projekt in meinen Augen auch viel wichtiger. Dazu solltet ihr noch mehr Informationen zusammenstellen! Damit geht Google auf jeden Fall einen gewagten Schritt und sagt dem Staat erneut den Kampf in Punkto Netzneutralität und Datenschutz an.

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