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Protest bei Google – Angestellte veranstalten Frauenmarsch

Google. (Foto: achinthamb / Shutterstock.com)

Etwa 200 Google-Angestellte protestieren gegen den Umgang des Unternehmens mit Managern, denen sexuelles Fehlverhalten vorgeworfen wird. Es ist nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass Googler Kritik an ihrem Unternehmen üben.

Mehr als 200 Google-Angestellte wollen am Donnerstag, den 1. November 2018, die Arbeit niederlegen und sich zu einem „Frauenmarsch“ zusammenfinden. Das berichtet Buzzfeed News unter Berufung auf anonyme Quelle im Unternehmen. Mit der Aktion protestieren die Beteiligten gegen den Umgang des Unternehmens mit Managern, denen sexistisches und sexuell übergriffiges Verhalten vorgeworfen wird. Auslöser war ein Bericht der New York Times, laut dem der Android-Erfinder Andy Rubin 2013 eine Mitarbeiterin zum Oralsex genötigt habe.

Eine interne Untersuchung soll die Vorwürfe damals als glaubwürdig eingestuft haben. Statt Rubin jedoch einfach ohne große Abfindung zu kündigen, was nach Angaben der New York Times durchaus möglich gewesen wäre, habe Google-Gründer Larry Page ihn zum Rücktritt gedrängt – versüßt durch eine Abfindung in Höhe von 90 Millionen US-Dollar. Rubin bestreitet die Vorwürfe und erklärt, sie seien Teil einer Schmutzkampagne seiner Ex-Frau.

Wie die New York Times weiter berichtet, war das jedoch nicht der einzige Fall dieser Art. In zwei weiteren Fällen sollen Manager, gegen die glaubhafte Anschuldigungen vorlagen, mit hohen Abfindungen bedacht worden sein. Ein dritter Manager soll sogar weiterhin einen hoch bezahlten Posten im Unternehmen innehaben. In einem Meeting am Donnerstag, den 25. Oktober 2018, soll die Google-Führung dann versucht haben, ihre Behandlung von Rubin zu erklären und sich bei den Angestellten entschuldigt haben. Zuvor hatte Google-Chef Sundar Pichai in einer E-Mail an die Belegschaft offengelegt, dass Google in den letzten zwei Jahren 48 Arbeitsverträge aufgrund sexueller Belästigung gekündigt habe – darunter 13 hochrangige Manager.

Google im Protestmodus: Angestellte kritisieren immer häufiger Firmenentscheidungen

Google-Mitarbeiter haben 2018 immer häufiger Kritik am Unternehmen geübt. Nachdem bekannt wurde, dass Google dem US-Militär KI-Technologie für den Drohneneinsatz zur Verfügung stellt, unterzeichneten mehr als 3.000 Mitarbeiter eine Petition, in der die Aufkündigung der Zusammenarbeit mit dem Verteidigungsministerium gefordert wurde. Daraufhin stellte Pichai sieben Regeln zur KI-Nutzung auf, die unter anderem den Einsatz von Google-Technologien in Waffensystemen untersagt.

Zwei Monate später, im August 2018, kamen die nächsten Proteste, nachdem herauskam, dass Google unter dem Namen „Project Dragonfly“ an einer zensierten Suchmaschine für den chinesischen Markt arbeitet. In einer erneuten Petition kritisierten nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters hunderte Googler das Projekt und forderten vom Unternehmen mehr Transparenz.

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