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Proton Technologies – Schweizer Firma bekommt 2 Millionen Euro von der EU

Proton-Technologies-HQ in Genf. (Bild: Proton Technologies AG)

Proton Technologies, die Schweizer Firma hinter Protonmail und Proton-VPN, hat zwei Millionen Euro von der EU erhalten. Mit dem Geld sollen weitere verschlüsselte Dienste entwickelt werden.

Die Macher des sicheren E-Mail-Dienstes Protonmail und des VPN-Services Proton-VPN haben von der EU zwei Millionen Euro zugesagt bekommen. Damit soll die Schweizer Firma Proton Technologies weitere verschlüsselte Angebote entwickeln, wie es in einer entsprechenden Mitteilung heißt. Im Fokus steht die Entwicklung eines sicheren digitalen Speichers, Proton-Drive, an dem das Unternehmen schon länger arbeitet.

Protonmail-Entwickler sollen mit Proton-Drive Google die Stirn bieten

Die Fertigstellung von Proton-Drive werde die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Firma steigern, zeigt sich die EU überzeugt. Proton Technologies solle eine europäische Antwort auf das Datenmonopol der US-Tech-Konzerne liefern. Die EU steige damit zu einem wichtigen Bündnispartner für die Schweizer gegen die Konkurrenz aus Übersee auf. Zwei Millionen Euro mögen sich nicht viel anhören, wie Proton Technologies selbst einräumt, aber es werde die Entwicklung von Proton-Drive beschleunigen.

Das Geld stammt aus dem EU-Förderprogramm Horizon 2020, für das Proton Technologies aufgrund von bilateralen Abkommen zwischen der Schweiz und der EU qualifiziert war – obwohl es seinen Hauptsitz in der Schweiz hat. Zudem erklärte das Unternehmen, dass ohnehin 40 Prozent der Protonmail-Nutzer in der EU lebten und 20 Prozent seiner Angestellten in den Büros in der Tschechischen Republik und Litauen beschäftigt seien.

Der Auswahlprozess sei hart gewesen, so Mitgründer Andy Yen in der Mitteilung. Über ein Jahr lang habe die EU-Kommission das Team, die Technologie, die Finanzierung und die Anteilseigner genau unter die Lupe genommen. Darüber hinaus wurden auch Meinungen von Protonmail-Nutzern eingeholt. Via Horizon 2020 sind mittlerweile 80 Millionen Euro an verschiedene innovative Projekte in der EU verteilt worden.

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