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Exklusiv: 1,6 Millionen Dollar für deutsches Server-Startup Protonet

(Foto: Protonet)

Protonet kann erste US-Investoren für sich gewinnen. Über eine neue Finanzierungsrunde sammelte das Hamburger Startup jetzt einen frischen Millionenbetrag ein.

Protonet gewinnt erste US-Geldgeber

Es ist kein Geheimnis, dass die durchaus umstrittene Expansion von Protonet in die USA primär dem Überleben des Hamburger Cloudserver-Startups geschuldet gewesen ist. Schon mehrfach hatte Protonet-Gründer und Geschäftsführer Ali Jelveh betont, dass sich die weitere Entwicklung des Jungunternehmens im US-Finanzierungs- und Absatzmarkt entscheiden werde.

Mit seinen orangefarbenen und sicheren Serverboxen wurde eroberte Protonet deutschlandweit die Schlagzeilen. (Foto: Protonet)
Mit seinen orangefarbenen und sicheren Serverboxen eroberte Protonet deutschlandweit die Schlagzeilen. (Foto: Protonet)

Nach Informationen von t3n ist es Protonet jetzt gelungen, eine neue Finanzierungsrunde in Höhe von rund 1,6 Millionen US-Dollar abzuschließen. Zu entnehmen ist diese Information offiziellen Dokumenten der US-Börsenaufsicht SEC, die auch über das Datenportal FindTheCompany.com einsehbar sind.

15 Investoren beteiligen sich an Protonet

Demnach befindet sich Protonet bereits seit einigen Monaten in aktiven Gesprächen mit US-amerikanischen Investoren. In einem bereits im vergangenen April an die US-Börsenaufsicht gestellten Sonderantrag kündigte das Startup an, insgesamt zwei Millionen US-Dollar Risikokapital einwerben zu wollen.

Seitdem konnten mit den rund 1,6 Millionen US-Dollar immerhin 81 Prozent der anvisierten Kapitalerhöhung eingesammelt werden. Zudem lassen die Dokumente darauf schließen, dass insgesamt 15 Investoren daran beteiligt sind.

Auf Anfrage von t3n bestätigt Protonet die neue Finanzierungsrunde: „Das ist korrekt“, teilt eine Sprecherin mit. Die Namen der beteiligten Investoren will das Startup allerdings nicht preisgeben. „Zu den genauen Details der Finanzierungsrunde können wir keine Stellung beziehen.“

Crowdinvestoren sollen bereits informiert worden sein

Mit dem frischen Kapital dürfte Protonet dem Ziel, den Fortbestand des Unternehmens zu sichern, einen wichtigen Schritt näher gekommen sein. Ob damit angesichts der Turbulenzen um die künftige Beteiligung der deutschen Crowdinvestoren auch Ruhe im Anlegerkreis einkehrt, ist bislang noch unklar.

Bereits am 30. Juni habe das Startup die Crowdinvestoren bei Seedmatch über die Anschlussfinanzierung informiert. Die 1,6 Millionen Euro sollen nach Angaben von Protonet für den operativen Geschäftsbetrieb verwendet werden.

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32 Reaktionen
Hubertus

Hat sich bei jemandem von euch Kontakt mit dem Journalist Walter E. Er hat mich über Twitter angeschrieben.Er würde für eine Produktion "i und u" arbeiten. Die Firma finde ich nicht. Sein Account besteht immerhin schon seit 2013. Hat der seriöse Absichten? Ist das ein Internet-Magazin oder TV?

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Hercules

Also das war jetzt wirklich einfach zu googeln:

https://iutv.de/produktionen

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Hubertus

Danke, ich hatte beim Googeln immer irgendwas mit U-Booten gefunden. Offenbar Stern-TV. Der arbeitet an einem Crowdfounding-Thema wie er schrieb. Ob es um Protonet geht weiss ich noch nicht, es gäbe da aber sicherlich einiges zu berichten.

Hercules

Na dann poste doch mal, wann Stern TV läuft, wo es um Protonet geht :)

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Edwin

Liebe Leidensgenossen & Interessierte,

ich möchte heute meine bisherigen Kommentare um ein konkretes Beispiel ergänzen damit deutlich wird welche Methoden die Protonet-Geschäftsleitung aktuell einsetzt. Es ist nur ein (!!) Beispiel von vielen.

Boris Siegenthaler schreibt den Investoren in einem Beitrag vom 07.07.16 man möge die (neuen) FAQ einsehen, dort wären alle wesentlichen Fragen beantwortet.

Aha! Was eine wesentliche Frage ist, das definiert also das Unternehmen. Alles was dort als "nicht wesentlich" betrachtet wird, wird nicht in die FAQ aufgenommen und ist entsprechend auch nicht beantwortet worden.

Anmerkung: Crowd-Investoren können hier ja gerne mal einzelne Fragen aufführen, die seit Tagen unbeantwortet sind. Dann wird das ganze Ausmaß deutlich. Ich denke aber das würde den Rahmen sprengen, soweit sind wir noch nicht.
Jetzt das konkrete Beispiel:

In der von protonet erstellten FAQ findet sich folgende Frage: "WIESO HAFTEN DIE ALTGESELLSCHAFTER NICHT UNBESCHRÄNKT PERSÖNLICH?"
Darauf wird dann eine Antwort gegeben...

Aber: Die Frage nach "UNBESCHRÄNKTER PERSÖNLICHER HAFTUNG" der Altgesellschafter wurde überhaupt NICHT gestellt!
Es wurde von einer Vielzahl von Investoren gefragt wie weit die Gründer bei dem neuen (angebotenen) Vertragskonstrukt irgendeine Haftung übernehmen werden.

Eine legitime Frage um zu sehen wie weit die UG (Haftungsbeschränkt) abgesichert ist bzw. wie stark das Interesse der Gründer (durch vertragliche Regelungen) ist dass es dieser neuen Firma gutgeht, die bei Vertragsunterzeichnung des Neuvertrags alle Ansprüche der Crowd erfüllen soll.

Es dürfte jedem klar sein dass die "Unbeschränkte Persönliche Haftung" der Altgesellschafter unrealistisch ist. Dennoch wird die "Frage" in der FAQ so hingedreht und dann als "nicht erfüllbar" beantwortet.

Ich wiederhole: "Es wurde von einer Vielzahl von Investoren gefragt wie weit die Gründer bei dem neuen (angebotenen) Vertragskonstrukt irgendeine Haftung oder Sicherheiten übernehmen werden bzw. wollen."

Eine Antwort könnte ja sein dass einer der Gründer bereit ist einmalig ein halbes Jahresgehalt (vertraglich) als Sicherheit abzutreten. Dann wäre ein eindeutiges Signal gegeben dass eine Insolvenz der UG nicht nur der Crowd sondern auch denen wehtut die von den eingesammelten 3 Mio. Euro lange profitiert, d.h. seit 2012/2014 ein Gehalt bezogen haben.

Kurzum: Es wird bei der Beantwortung der Fragen weiterhin mit Tricks gearbeitet, eine ehrliche partnerschaftliche Kommunikation als erster Schritt zur gemeinsamen Problemlösung ist nicht erkennbar.

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Hubertus

Danke, das hast Du genau auf den Punkt gebracht. So sehe ich es auch.

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Hercules

Kann mir jemand sagen, wieso eine UG und keine GmbH gegründet wurde? Und welchen Zweck hat die neue UG? Die Haftungsbefreiung macht handelsrechtlich für die Geschäftsführung Sinn. Die wollen nicht haften bei den Summen, die aufgelaufen sind. Allerdings ist für mich die Gründung einer UG, welche auch nur mit einem Euro haften kann, im Gegensatz zur GmbH mit min 25.000 Euro Stammeinlage ein eindeutiges Signal, dass kein Geld mehr da ist.
Leute, jetzt wird es kritisch. Laut US-Börsenaufsicht überweisen Blum und Jelveh 140.000 Euro für eigene Gehälter in die USA an die neue Incorporated und können hier in Deutschland für eine neue Gesellschaft nicht mal eine GmbH-Stammeinlage i.H.v. 25.000 Euro aufbringen?
Für mich schrillen hier ganz klar die Alarmglocken.

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Eisenhower

Es könnte zeitliche Gründe geben. Evtl. ist eine UG schneller aus dem Boden gestampft.
Du hast aber sicherlich auch Recht. Die Gründer haben keine 25.000 in eine GmbH einbezahlt, folglich kann die Summe bei einer Insolvenz auch nicht vernichtet werden. Ein klares Bekenntnis zu der neuen Firma als GmbH hätten wir alle lieber gesehen.

Hercules

Die Gründung der UG (sog. Mini GmbH) dauert genau so lange wie eine GmbH-Gründung. Es gibt verkürzte Gesellschaftsverträge aber ob kurz oder lang: ein Notartermin ist immer fällig. Danach ca. 3-4 Wochen nach Einzahlung der Stammeinlage. Wir haben hier sehr viel mit solchen Gründungen zu tun. Es ist immer gleich, egal ob UG oder GmbH.... Da geht es ausschließlich ums Geld. Das Stammkapital muss bei zwei Gesellschaftern in voller Höhe eingezahlt werden. Das war Jelveh und Blum zu viel. Außerdem darf man die Stammeinlage nicht gleich wieder aus der Firma rausholen, beispielsweise als Gehalt in die USA... Sonst haften die beiden persönlich, wenn der Insolvenzverwalter was davon mitkriegt und in der Regel tut er das. Alles sehr genau bedacht bei Protonet... Wirklich sehr unschön, was die Investoren hier live mit ansehen dürfen.
Mein Fazit: Kohle weg...

Eisenhower

Ich versteht auch nicht wie man sich von der früheren Auszeichnung als Startup des Jahres so tief in den Keller hinabarbeiten konnte und jetzt in die Nähe von Zeitschriften-Werbern via Drückerkolonne gerutscht ist was Ansehen, Glaubwürdigkeit und Reputation betrifft.

Die Aussage das Protonet der Akzeptanz von Crowd-Investing schwer geschadet hat kann ich nachvollziehen. Sowas hätte niemals passieren dürfen.

Ist eigentlich was dran dass Gelder an FC St.Paui geflossen sind und die Truppe dort ne Sause gefeiert hat? Ich habe davon Bilder im Netz gesehen. Immerhin hatten die anscheinend Spaß dabei das Anlegergeld auszugeben

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Jens Carstensen

Also dass hier davon gesprochen wird, ob es möglicherweise irgendwelche Ungereimtheiten bezüglich einer Gaststätten-Finanzierung gibt, erweckt in mir jetzt kein gutes Gefühl.

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Elbsegler

Das mit dem Café bezieht sich sicher auf diesen Artikel hier:

http://lesflaneurs.de/2013/09/01/zu-besuch-im-makerhub/

Herr und Frau Jelveh betreiben ein Café und darüber eben Protonet.
Aber wie man sieht, ist der Artikel von 2013... Also von daher ist das sicherlich alles genau im Geschäftsbericht für die Investoren nachvollziehbar.
Kann mir nicht vorstellen, dass es da irgendwas unsauber gelaufen ist.
Von daher braucht man da nicht groß spekulieren, sondern schaut in die Bilanz und abgehakt ist das Thema. Kein ernsthafter Geschäftsmann bringt sich mit so einem Filzkram selbst in Bedrängnis.

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Cubus

Ja, ich denke auch, dass die Geldgeber schon nachgehakt hätten, wenn da Geld vom Serverbau in ein Cafe einfließt, welches die Ehefrau betreibt. Zumal es ja diverse Berichte dazu bei Google gibt.

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ServerJ

Ich glaube auch nicht dass da was dran ist. Es erscheint mir schon fast als willkommen und von bestimmten Kreisen als gewollt wenn solche wilden Spekulationen aufkommen.

So kann man die enttäuschten und anfangs getäuschten Crowd-Anleger als Verschwörungstheoretiker abstempeln und Nebelkerzen zünden um vom Kern des Skandals abzulenken.

Wir sollten uns weiterhin sachlich mit dem Versagen der handelnden Personen auseinandersetzen und austauschen.

Hercules

Kann gut sein, dass an dieser Café Finanzierungs Geschichte genau Nullkommagarnix dran ist. Blum und Jelveh sollten einfach mal klar und deutlich sagen, dass nix dran ist und diese Spekulationen von sich weißen. Jelveh hat hier doch auch schon geschrieben. Sobald das geklärt ist, geht es darum nach und nach alle andere wichtigen Fragen zu klären: wie geht es weiter, wann kriegen alle ihr Geld usw.
Ich kann nur hoffen, dass die Überweisung von 140.000 Euro in die USA nicht bedeutet, dass es hier futsch ist...

Hinrich K.

Diese wachsweichen und offensichtlich beschwichtigenden Formulierungen des Geschäftsführers zeigen doch, wie überfordert die Geschäftsleitung mit der ganzen Situation ist.
Schade nur, wie hier das Geld und Vertrauen anderer Menschen verspielt wird.

Dass solch eine Firma dann aber auch noch Produkte zur Datensicherheit und Heimautomatisierung an den Mann bringen will, grenzt dann fast schon an Satire...

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Edwin

Ob der Protonet Geschäftsführer gegenwärtig überfordert ist oder aktuell eher als besonders clever zu beurteilen ist, das ist für mich noch nicht entschieden. Sollte es tatsächlich eine größere Menge von Crowd-Anlegern geben, die den (neuen) unvorteilhaften Vertragsentwurf zeichnet, dann würde letztere Option zutreffen.

Erwähnenswert wäre sicherlich folgender peinliche Sachverhalt:
Da verspricht das Unternehmen Protonet potentiellen Kunden dass diese ihre Datenhoheit mit dem Slogan "Free your Data" zurückerhalten und Protonet geht mit Daten und Informationen völlig schlampig um.
Die Crowd-Investoren wurden von der Geschäftsführung aufgefordert personenbezogene Daten über eine Umfrage via Survey Monkey zu erfassen und ungeschützt über das Web in die USA zu schicken. Warum lasst Protonet das nicht über sein eigenes System Soul laufen? Das wäre doch genau für so etwas geeignet und man würde so zeigen, wie gut das entwickelte Produkt funktioniert!
Anscheinend ist man bei Protonet selber nicht von dem überzeugt was man vermarkten will. Eine desaströse Außenwirkung!

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ServerJ

Naja, diese ständigen Datenschutzaufreger und der Verschlüsselungswahn mancher Mitmenschen kann ich manchmal nicht verstehen.

Hier ist es anders. Protonet ist bekanntlich eine Firma die ursprünglich mal für Datensicherheit stand, und Interessierte als Kunden gewinnen wollte denen gerade dieses Thema besonders wichtig ist.

Nun hat man (wie schon oben geschrieben) einen Drittanbieter mit Sitz in der USA gewählt um folgende Daten bei den Investoren abzufragen:

- Wie lautet dein vollständiger Name?
- Wie lautet dein Geburtsdatum?
- Wie lautet deine aktuelle E-Mail-Adresse?
- Aktuelle Kontodaten (IBAN und BIC)

Das ist kein Witz!
Der amerikanischen Firma soll Name, Geburtsdatum mit Bankverbindung anvertraut werden!!!
Man richtet die Aufforderung an Investoren, die auch aus dem Kreis der Datenschutzbefürworter gewonnen wurde.
Das eigene Produkt (welches mit Datenschutz-Slogan verkauft werden soll) bleibt ungenutzt!

Das alles lässt einen doch völlig an der Kompetenz von Protonet für das Kernthema Datensicherheit zweifeln

Oh man, jedem Tag demontiert irgendjemand dort den Laden ein Stück weiter. Warum nur?

Hier wird dringend jemand mit Projektmanagement-Erfahrung benötigt. Das hätte doch schon bei einer einfachen SWOT-Analyse auffallen müssen.

Levitikus

Naja, wenn man den Tonus mal genau verinnerlicht: Nachrangdarlehen... Ali Jelveh spricht es aus: die Investoren haben sich gefälligst hinten anzustellen. Etwas böse gesagt, könnte es auch heißen: Klappe halten und das Kleingedruckte lesen.

Antworten
Lida

Im Seedmatch-Investoren-Portal wurden seit April 2016 hunderte von Fragen der Crowd-Anleger noch nicht beantwortet. Es ist ein schlechter Stil als Geschäftsführer des betroffenen Unternehmens hier persönliche Imagepflege zu betreiben anstatt sich um die Sorgen, Belange und Fragen der Anleger zu kümmern, die in der Vergangenheit 3 Mio Euro bereitgestellt haben.

Sorry, aber das musste mal gesagt werden!

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Classified

Warum entschuldigst Du Dich? Es ist Dein Geld. Das wird so manchem erst klar wenn es futsch ist. Was wir jetzt brauchen sind klare Antworten auf einfache Fragen. Immer mehr Geld einsammeln um den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten aber keine Gewinne machen ist einfach ein uraltes, sehr schlechtes Geschäftsmodell. So langsam schwant jedem, dass die ganzen Keynotes, Powerpoint-Präsentationen und Landing-Pages leere Hülsen des Werber-Maschinengewehrs sind.

Antworten
Ali Jelveh

Wie unsere Investoren im Seedmatch Portal nachlesen können, ist unser Hauptanliegen die Crowdinvestoren so nah wie möglich an dem ursprünglichen Konstrukt zu beteiligen. Wir haben bereits sichergestellt, dass die Nachrangdarlehen beglichen werden können und werden mit dem neuen Vertragsentwurf auch bei einem Positivergebnis die Crowdinvestoren beteiligen können.
Alle Beweggründe und Details stehen in aller Ausführlichkeit in unseren Seedmatch-Posts und den dort hinterlegten FAQs.
Unser Fokus liegt aktuell darin, unseren bestehenden und zukünftigen Kunden ein exzellentes Produkt zu bieten und dieses kontinuierlich weiterzuentwickeln und erfolgreich zu vertreiben. Das ist - denken wir - vor allem auch im Sinne unserer Crowd- und nicht-Crowd-Investoren.

Antworten
Edwin

Ich bin ein Protonet Crowd-Investor (Protonet-Geschädigter) und staune über den Satz von Ali: "Wir haben bereits sichergestellt, dass die Nachrangdarlehen beglichen werden können".
Davon ist mir nichts bekannt. Zumindest dann wenn damit gemeint ist "wir können garantieren, das...".
Es gibt einen Vertragsentwurf der eine "Absichtserklärung" beinhaltet, die von einer 1 Euro Firma (Haftungsbeschränkt) umgesetzt werden soll.
D.h. keinerlei Haftung von den Gründern, keine Garantien, nicht mal für eine Teilsumme.

Und genau so läuft die Masche seit April! Es gibt schön klingende Erläuterungen die keine tatsächliche greifbare Substanz haben. Und die Presse aber auch Dritte werden so irregeführt.

Täuschen, Tarnen, Beschwichtigen... Zumindest so lange bis möglichst viele die neuen Verträge unterschrieben haben.

Traurig wie hier dem Crowd-Investing Gedanken in Deutschland massiv geschadet wird.

Antworten
M.S.

Sehr geehrter Herr Jelveh,

bitte erläutern Sie Ihre Aussage "Wir haben bereits sichergestellt, dass die Nachrangdarlehen beglichen werden können". Wann teilen Sie diese erfreuliche Nachricht den Crowd-Anlegern mit? Wie haben Sie es konkret sichergestellt?

Mit größtem Respekt und bewundernder Hochachtung verbleibe ich in demütiger Hoffnung
M.S

Antworten
Classified

Keynote-Ali kann dieses Wirrwarr seinen Geldgebern (das muss nochmal betont werden) sicher in einer packenden Standup-Oratio aufdröseln.
Am Ende, wenn wirklich jeder begriffen hat, dass von mir aus schicke Server und nun der fünfzigste Ansatz Home-Automation (ZOE) an den Mann zu bringen keine Geldbringer sind wird es heißen: die Deutschen sind nicht reif für unsere Produkte. Von daher ganz gut, dass man in die USA expandiert. Wenn die Burschen dort nach einem Flop immer noch nicht verstehen, warum ihre Produkte nicht laufen, dann wird jeder verstehen, dass dieses Unternehmen zum Scheitern verurteilt war. Als bestes Beispiel nenne ich nur mal den Umstand, dass Protonet beim zweiten Funding 1,5 Mio einsammeln wollte und dann doch 3 Mio nimmt. Welcher ernsthafte Selbstständige würde sowas machen? Ich leihe mir doch auch nicht die doppelte Summe wenn ich ein Café eröffne nur weil es mir die Bank anbietet. Wo wir gerade beim Thema Café sind: wer hat eigentlich das Maker-Hub finanziert? Protonet? Wenn ja, wissen das die Geldgeber? Just my 50 Cents.

Antworten
Jens Carstensen

Cafe? Welches Cafe?

Antworten
Edwin

Die Anspielung bezieht sich offenbar auf den Bericht der Seite https://www.brandeins.de/archiv/2015/marketing/protonet-server-cloud-fuer-zu-hause-ali-jelveh-crowdfunding-danke-nsa/ . Dort ist von einem Protonet-Interview im Hamburger „Makerhub“, einem Coworking-Café zu lesen, welches zufälligerweise laut Impressum von einer Frau Jelveh geführt wurde. Es soll jetzt geschlossen sein, da nach Kalifornien verzogen.

Ich möchte mich an solchen Spekulationen aber nicht beteiligen, insbesondere weil es genug Merkwürdigkeiten und Berichtenswertes über das unmittelbare Handeln der Protagonisten gibt.

Gewisse Spekulationen sind noch nicht erloschen, weil Protonet noch keinen Jahresabschluss für 2015 vorgelegt hat. Daher wissen die Crowd-Investoren nicht wohin das viele Geld genau geflossen ist. Sobald die Geschäftsleitung ihrer Berichtspflicht nachkommt und die Investoren den Jahresabschluss einsehen können werden solche Spekulationen bestimmt schnell verstummen.

Christian

1,6 Millionen sind doch garnichts, besonders wenn es um Hardware geht. Da gibt es Seed-Investments, die sind größer...
Das Geld ist schneller verbrannt als es aufs Konto kommt. Sie haben es ja nichtmal geschafft das Investmentziel zu erreichen.
Und dass das Geld für das operative Geschäftsbetrieb und nicht zur Entwicklung oder für Wachstum verwendet werden soll, stimmt auch nicht gerade zuversichtlich.

Antworten
Sven Lennartz

Die 1,6 Mio. werden auch schnell verbrannt sein. Das Leben in Kalifornien ist teuer. Ach ja, dazu kommen noch 318.579 USD aus dem neuesten Funding bei Indiegogo. 1156 neue Opfer.

Protonet ist das schlechteste Startup ever. Mit Weltrekord gegen die Wand gefahren. Aber nun alles unter den Teppich kehren wollen.

Antworten
Lida

Naja, "schlechtestes Startup ever" würde ich nicht sagen, aber bei den Top 10 der größten Investoren-Verarsche ist Protonet schon dabei.
Wie der Ali es geschafft hat den Seedmatch-Anlegern nur noch eine leere Hülle zurückzulassen, die Assets in eine andere US-Firma zu verschieben ist schon krass. Und solange auch die (neuen) Geldgeber keine Stimmrechte bekommen kann er das ja nochmals abziehen. Der Ali könnte (auf die Beliebtheit bezogen) der neue Middelhoff der Startups werden.

Antworten
Gioseppo

Interessant ist Punkt 16. Protonet GmbH überweist 140.000 Euro für CEO und Director Bluhm und Jelveh an Gehältern in die USA. Protonet hat von hohen operativen Fehlbeträgen in 2014 und 1015 gesprochen. Wieso jetzt der Geldabfluss ins Ausland? Ein Schelm, wer Böses denkt.

Antworten
Hubertus

Es ist unerträglich in den Medien im Zusammenhang mit Protonet immer wieder den gleichen Satz zu lesen: "...das Hamburger Vorzeige-Startup..."

Protonet ist kein Vorzeige-Startup mehr!
Die Crowd-Investoren haben Protonet in der Startphase unterstützt und finanziert und werden jetzt von der Geschäftsleitung bestehend aus Ali Jelveh und Boris Siegenthaler respektlos im Stich gelassen!

Fragen der Anleger werden seit Wochen nicht vollumfänglich beantwortet, vertragliche Regelungen "kreativ" ausgelegt. Der Begriff des ehrbaren Hamburger Kaufmanns trifft auf diese Protonet Gründer nicht zu. Diese handeln weder ehrbar noch erweisen sie den Investoren irgendeinen Respekt. Erkennbar ist dies aktuell an dem Zeitdruck mit dem ein neues Vertragswerk durchgepeitscht werden soll. Gerade wenn man in dieser Phase kein Rückfragen der Anleger beantwortet zeigt dies das wahre Gesicht der handelnden Personen.

Der Begriff "Vorzeige-Startup" trifft auf protonet seit April 2016 nicht mehr zu. Gerne können die Journalisten vom "ehemaligen Vorzeige Startup" sprechen, das würde den Kern der Sache eher treffen.

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