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Ex-Crowd-Hoffnung Protonet: Nach der Insolvenz jetzt die Übernahme

(Foto: Protonet)

Anfang Februar meldete das mit Millionen von der Crowd finanzierte Server-Startup Protonet Insolvenz an. Jetzt könnte es weitergehen. Einem Medienbericht zufolge steht Protonet vor einer Übernahme.

Protonet steht vor einer Übernahme

2014, in einer von den Enthüllungen Edward Snowdens zur Internet-Überwachung durch US- und britische Geheimdienste aufgewühlten westlichen Welt, traf Protonet den Nerv der Zeit. Mit seinen sicheren Servern mit Hard- und Software „Made in Germany“ konnte das Startup den deutschen Crowdfunding-Rekord knacken und 3,2 Millionen Euro einsammeln. Anfang Februar musste Protonet Insolvenz anmelden, jetzt gibt es aber begründete Hoffnung auf eine Fortführung des Betriebs, wie Gründerszene.de berichtet.

Das Server-Startup Protonet steht nach der Insolvenz jetzt vor einer Übernahme. (Foto: Protonet)

In einem Newsletter an seine Kunden schrieb Protonet: „Es geht weiter“. Das Hamburger Startup stehe kurz vor einer Übernahme, bestätigte ein Unternehmenssprecher gegenüber Gründerszene.de. Noch wolle Protonet aber keine Details verraten. Diese sollen folgen, sobald die Unterschriften geleistet worden seien. Nach Abschluss der Übernahme will Protonet nach eigenen Angaben den monatlichen Release-Zyklus wieder aufnehmen und auch Support liefern.

Der Fokus soll künftig auf der Kollaborationssoftware Soul liegen. Ab Anfang Juni sollen aber auch wieder Protonet-Server in kleiner Zahl hergestellt werden, wie Mitgründer Christopher Blum im April zu Gründerszene.de gesagt hatte. Die Erreichbarkeit der Boxen ist laut Protonet durch einen neuen Service-Provider ohnehin bis mindestens Ende 2019 sichergestellt. Schon im Februar hatte Protonet seinen Kunden empfohlen, auf eine eigene Domain umzuziehen.

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Protonet: Kriegen Crowdinvestoren ihr Geld zurück?

Weiterhin unklar ist aber, ob die Crowdinvestoren etwas von ihrem Geld sehen werden. Dem Firmensprecher zufolge tue Protonet alles dafür, dass alle am Ende möglichst zufrieden seien. Allerdings konnte er nicht sagen, wie es um die Gläubigeransprüche in dem Forderungsverfahren stehe.

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