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Publishing-Plattform Medium stellt Abo-Modell vor

(Foto: Shutterstock)

Medium hat seit geraumer Zeit mit Problemen zu kämpfen. Jetzt hat die Publishing-Plattform ein neues Abomodell vorgestellt.

Medium: Nutzer sollen für exklusive Inhalte bezahlen

Nach Angaben von Medium-Chef und Twitter-Mitbegründer Ev Williams war 2016 das bislang erfolgreichste Jahr für die Publishing-Plattform. Viel geholfen hat das allerdings nicht: Anfang 2017 wurden 50 Mitarbeiter entlassen und zwei Büros geschlossen. Damals hieß es, das Unternehmen arbeite an neuen Finanzierungsmöglichkeiten. Die will Medium jetzt in Form eines Abomodells gefunden haben.

Medium-Nutzer sollen für fünf US-Dollar im Monat exklusiven Zugang zu Texten erhalten. Außerdem sollen Abonnenten neue Features, wie eine überarbeitete Homepage, vor den anderen Nutzern zu sehen bekommen. Außerdem soll im Preis eine überarbeitete Leseliste enthalten sein. Über die können Abonnenten Medium-Texte auch offline lesen.

Ein Medium-Abo soll fünf US-Dollar pro Monat kosten. (Screenshot: medium.com/membership)

Medium verdient am Abo vorläufig nichts

Derzeit erlaubt Medium nur einer limitierten Anzahl an Menschen, sich für das neue Abomodell anzumelden. Außerdem soll das Geld, das von den ersten zahlenden Mitgliedern eingenommen wird, zu 100 Prozent an Autoren gehen. Und zwar an solche, so Williams, die „unser Verständnis von der Welt maximieren, aber nicht notwendigerweise Klicks.“ Diese Autoren hätten einen Nachteil aufgrund der herrschenden Marktmechanismen im Publishing-Bereich.

Damit mag Williams nicht unrecht haben, fraglich bleibt aber vorläufig, ob sich das neue Abomodell für Medium zu einem tragfähigen Geschäftsmodell entwickeln kann. Denn letztlich haben auch Abo-finanzierte Medien das Problem, dass sie möglichst viele Leser erreichen müssen, um profitabel zu sein.

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Eine Reaktion
peter

"Denn letztlich haben auch Abo-finanzierte Medien das Problem, dass sie möglichst viele Leser erreichen müssen, um profitabel zu sein."

Häää? Haben Abomodelle doch gerade nicht. Das ist doch der Vorteil. Wer zahlende Nutzer hat, braucht keine Klicks und möglichst viel Reichweite mehr und kann wieder das Schreiben, was wirklich interessant ist. Wenige Nutzer, die genug bezahlen. Wenn du beim Abo halt auf Preiskampf machst und 99 Cent velrangst, dann ja. Dann ist es ja auch kein echtes Abo bzw. ist der Sinn vom Abonnement wieder verschwunden.

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