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„Qualität ist Trumpf“: Deutsche kaufen weniger ein, geben dafür aber mehr Geld aus

Smartphones verdrängen klassische Unterhaltungsgeräte. (Foto: t3n.de)

Deutsche kaufen weniger Fernseher, Digitalkameras und Konsolen, geben für die Geräte aber mehr Geld aus. Die Umsätze auf dem Markt für klassische Unterhaltungselektronik gehen dennoch zurück.

Im Vorfeld der IFA in Berlin hat der Branchenverband Bitkom seine Prognose für die Entwicklung des deutschen Marktes für klassische Unterhaltungselektronik bekanntgegeben. Demnach werden die Umsätze mit Geräten wie Fernsehern, Digicams und Konsolen im laufenden Jahr um 3,5 Prozent auf 9,6 Milliarden Euro sinken. 2017 hatte der Umsatz noch rund zehn Milliarden Euro betragen. Allerdings geben die Deutschen für die Geräte immer mehr Geld aus.

Weniger, aber dafür teurere Geräte verkauft: Umsatz mit klassischer Unterhaltungselektronik geht 2018 wohl zurück. (Grafik: Bitkom)

„Quer durch alle Segmente gilt: Qualität ist Trumpf“, sagt Martin Börner, Mitglied des Bitkom-Präsidiums. So sollen bei den Fernsehern die Verkäufe zwar um 4,8 Prozent zurückgehen. Die Verbraucher geben allerdings mit 634 Euro rund fünf Prozent mehr pro TV-Gerät aus als noch im Vorjahr. Der Trend geht zum qualitativ hochwertigen Flat-TV. Der Umsatz mit Fernsehgeräten soll daher laut Bitkom mit 4,2 Milliarden Euro ungefähr auf dem Vorjahresniveau liegen.

Smartphones verdrängen Geräte wie MP3-Player oder Digicams

Ähnliches gilt dem Branchenverband zufolge auch für Digitalkameras. Die Verkaufszahlen sinken deutlich, nämlich um acht Prozent auf unter zwei Millionen Geräte. Die Ausgaben pro Digitalkamera steigen um 20 Prozent auf 464 Euro pro Gerät. Das Segment der Einsteigerkameras ist dagegen von immer leistungsstärkeren Smartphonekameras kannibalisiert worden. Die Smartphone-Konkurrenz trifft zudem MP3-Player, Navigationsgeräte oder das Radio.

Die Umsätze mit Smartphones liegen 2018 den Prognosen zufolge bei rund 9,25 Milliarden Euro – und damit mittlerweile fast auf dem Umsatzniveau der klassischen Unterhaltungsgeräte. 22,7 Millionen Smartphones sollen im laufenden Jahr in Deutschland über die Ladentische gehen – fast jedes dritte ist ein Phablet, also ein Gerät mit einer Displaygröße von über 5,5 Zoll. Für diese großen Smartphones werden im Schnitt 588 Euro ausgegeben. Kleinere Smartphones bringen dagegen nur 321 Euro.

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