Ratgeber

Quo vadis, Fehlerkultur? Warum man sehr viel falsch machen muss, um erfolgreich zu sein

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Wie etabliert man eine Fehlerkultur?

Nun ist das Fordern einer Fehlerkultur nur die eine Seite der Medaille. Wie aber gelingt die Etablierung einer Fehlerkultur? Eine gute Fehlerkultur steht und fällt vor allem mit dem eigenen Team. Eine gute Fehlerkultur bedeutet schonungslose Ehrlichkeit und bedingt damit einen respektvollen Umgang miteinander. Ein Team, das dieselben Werte teilt, mit- und nicht gegeneinander arbeitet und dabei stets ein gemeinsames Ziel verfolgt, ist deshalb Grundvoraussetzung. Ein solcher Teamspirit lässt sich nicht künstlich erzeugen, sondern muss aus jedem einzelnen Teammitglied selbst kommen. Man kann ihn allerdings durch geeignete Maßnahmen fördern:

Es gibt keinen Schuldigen

Bei Fehlern sucht man generell nicht nach einem Schuldigen, den man bestrafen oder über den man den Kopf schütteln will. Stattdessen wird nach der Ursache geforscht, um zu verstehen, wie es zu dem Fehler kam. Hat man das geschafft, hat man viel verstanden und gelernt. In diesem Sinn sind Fehler eine wichtige Quelle, um besser zu werden.

Fehler sind normal und müssen diskutiert werden

Man sollte Fehler immer offen besprechen, etwa beim Daily Scrum oder der Sprint-Planung. Hier können Ursachen sofort diskutiert und Veränderungen unmittelbar abgeleitet werden. Noch viel wichtiger ist, dass jeder lernt, dass Fehler oder falsche Einschätzungen und Handlungen bei jedem auf jeder Ebene passieren und zum operativen Alltag gehören. Fehler sind normal.

Wissensweitergabe kommt direkt nach Wissensaneignung

Genauso wichtig wie die Wissensaneignung ist die Weitergabe von Wissen. Neues Wissen (von Photoshop bis hin zu Open Space), das sich Mitarbeiter beispielsweise auf Seminaren oder Workshops angeeignet haben, kann mit Kollegen geteilt (in Vorträgen oder Slack) werden. Das führt nicht nur dazu, dass man neue Dinge ausprobiert, sondern auch, dass bestehende Prozesse optimiert, Routinen hinterfragt und so Fehler ausgemerzt beziehungsweise vermieden werden.

Vertrauen als wichtiger Bestandteil einer Fehlerkultur

Mit die wichtigste Komponente innerhalb einer guten Fehlerkultur ist jedoch Vertrauen. Man muss Vertrauen in die Fähigkeiten eines jeden einzelnen Mitarbeiters haben und dass jeder sein Bestes für das Unternehmen gibt. Durch diese gegenseitige Wertschätzung entsteht ein Raum, in dem neue Ideen entstehen können und weiterentwickelt werden – ohne Angst vor möglichen Fehlern. Und das alles fängt beim Chef an. Vorbild sein. Fehler machen und Fehler eingestehen.

Fehler gehören dazu

Lernen wir also, Fehler als das wahrzunehmen, was sie sind: normal und notwendig, nichts anderes als ein fehlgeschlagener Versuch, etwas zu erreichen. Fehler gehören dazu. Jedes Team, das das verstanden und verinnerlicht hat, hat den ersten Schritt für eine Erweiterung der Kultur bereits geschafft.

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