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Raspbmc: So baust du einen Mediaplayer für 50 Euro mit Raspberry Pi und XBMC

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TV 2.0: Steuerung mit Smartphone und Tablet

Durch die Einbindung ins Netzwerk ist es weiterhin möglich, den Raspberry Pi über jeden beliebigen Browser zu steuern. Dazu muss nur der entsprechende Webserver in den Einstellungen von XBMC aktiviert werden. Doch damit nicht genug, basierend auf dieser Server-Schnittstelle finden sich auch zahlreiche Apps für Smartphones und Tablets zur Steuerung, und zwar für alle aktuellen Plattformen (iOS, Android, Windows Phone und BlackBerry). Die Apps können dabei sogar auf die interne Mediendatenbank von XBMC zugreifen, zeigen also bequem alle verfügbaren Filme, Serien und Co. an, inklusive Inhaltsbeschreibung, Informationen zu Schauspielern und mehr. Diese Art der Bedienung ist deutlich komfortabler als eine herkömmliche Fernbedienung, und benötigt im Gegensatz zu Infrarot auch keinen Sichtkontakt, sondern funktioniert in der gesamten Wohnung.

Raspbmc bzw. XBMC kann bequem über diverse Smartphone- und Tablet-Apps ferngesteuert werden – inklusive Zugriff auf die Medien-Datenbank.
Official Kodi Remote
Official Kodi Remote
Entwickler: joethefox
Preis: Kostenlos
Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. :-(

XBMC einrichten

Der erste Punkt, den man nach der Installation anpacken sollte ist die ordentliche Einrichtung von XBMC. Dazu sollte man einmal alle notwenigen Einstellungen im Menüpunkt „Einstellungen“ durchgehen, vorrangig natürlich die Einrichtung des Fernsehers. Die Einstellungen sollte an die Fähigkeiten des Geräts angepasst werden in Bezug auf die Auflösung und Bildfrequenz. Außerdem muss der sogenannte Overscan eingestellt werden, also die exakte Einrichtung des Bildrandes, sodass das gesamte Bild einsehbar ist und keine Ränder oder Überlappungen entstehen. Auch Zeitzone, Sprache und Tastaturlayout sollten korrekt ausgewählt werden, um die reibungslose Funktion sicherzustellen.

Unter „Einstellungen“ kann nahezu die gesamte Raspbmc-Konfiguration komfortabel vorgenommen werden.

Medien-Datenbank: Das Herzstück des Mediaplayers

Anschließend sollte man sich an die Einrichtung der Mediendatenbank machen, immerhin ist sie das Herzstück des Mediaplayers. Egal ob die Inhalte auf einer externen Festplatte lagern, oder im Netzwerk auf einem anderen PC oder einem NAS-Server, XBMC kommt mit allen erdenklichen Dateiformaten, Dateisystemen und Netzwerkprotokollen aus. Egal woher die Inhalte stammen, XBMC kann die Dateinamen auch mit Online-Datenbanken abgleichen und somit Zusatzinformationen aggregieren: vom Namen eines Films, über das Erscheinungsjahr bis hin zu den beteiligten Schauspielern und der Bewertung auf IMDB. Auch das Videoformat und die Auflösung der hinterlegten Datei wird analysiert, sodass der User sehen kann, welche Filme in HD und welche in SD vorhanden sind. Außerdem werden Screenshots und sogenannte Fanart-Bilder aus dem Netz geladen, welche dabei helfen die Medien ansehnlich in der Übersicht zu präsentieren.

Lohn der Mühen: XBMC mit Quartz.Reloaded-Theme auf einem leicht übertakteten Raspberry Pi gibt ein überaus passables Mediacenter für rund 50 Euro ab.

Modifikationen: Skins, Übertaktung und Kühler

Wer dieser Anleitung gefolgt ist, sollte nun ein passables und vor allem günstiges Mediacenter vor sich haben. Wem nun immer noch der Sinn nach weiterer Bastelei und Modifikation steht, der kann das ganze Projekt noch etwas intensivieren. Eine der einfachsten Maßnahmen ist das Installieren neuer Skins und Plugins. Einige interessante Beispiele finden sich standardmäßig bereits in den entsprechenden XBMC-Menüs und können durch einen einfachen Klick heruntergeladen und installiert werden. Es gibt jedoch noch tausende weitere Plugins und Skins, die manuell installiert werden. Dazu müssen die Dateien nur an den entsprechenden Ort im Dateisystem von Raspbmc verschoben werden. Das geschieht am einfachsten indem man die Dokumente per SSH und FTP auf das Gerät transferiert und an die entsprechenden Stellen kopiert. In diesem Artikel und im Video verwenden wir übrigens das Skin „Quartz Reloaded“.

Eine von vielen Ansichten des Skins „Quartz Reloaded“, welches auch auf dem Raspberry Pi flüssig läuft.

In manchen Situationen, vor allem bei grafisch aufwendigen Skins wie dem beliebten Aeon Nox stößt der Raspberry Pi performance-technisch an seine Grenzen. Abenteuerlustige können daher versuchen, den Pi zu übertakten. In Ermangelung eines BIOS geschieht das ganz einfach über eine Konfigurationsdatei im Dateisystem (Pfad: /boot/config.txt). Dort kann separat der Takt für CPU und GPU festgesetzt werden. Erste Anlaufstelle für Übertaktungsfreunde sollte die ausführliche Dokumentation von eLinux.org zu diesem Thema sein. Grundsätzlich unterliegt das Übertaktungspotenzial immer einer gewissen Serienstreuung, sodass hier keine pauschalen Aussagen getroffen werden können. Meistens macht der Prozessor aber ein geringfügiges Übertakten um 100 bis 200 MHz ohne große Probleme mit. Wer hier an eine Grenze stößt kann außerdem versuchen, Kühlkörper auf den essentiellen Chips des Raspberry Pi zu installieren. Entsprechende Kits sind bereits für wenige Euro erhältlich.

Ein extravagantes und aufwendiges Gehäuse für den Raspberry Pi (Bildquelle: Raspberry-pi-case.com)

Raspberry Pi: Gehäuse-Vielfalt zwischen Lego und 3D-Druck

Zu guter Letzt noch ein Hinweis zur Optik: Natürlich ist ein „nackter“ Raspberry Pi nicht jedermanns Geschmack, aber dank der Offenheit der Plattform auch in Bezug auf die physikalischen Eigenschaften des Gerätes, gibt es dutzende, wenn nicht sogar hunderte Gehäuse-Varianten, von kommerziell über selbstgebastelt bis hin zu 3D-gedruckt. Ein guter Anlaufpunkt für die entsprechende Recherche ist unsere Gehäuse-Übersicht. Mithilfe von Google sollte jeder Nutzer auch beim Äußeren des Raspberry Pi auf seinen Geschmack kommen.

Der Raspberry Pi in einem einfachen Kunststoff-Gehäuse samt dazu passendem WLAN-Stick.
Für einen Mediaplayer auf Raspberry-Pi-Basis gibt es momentan drei populäre Distributionen: OpenELEC, XBian und Raspbmc.

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8 Reaktionen
Rabenknecht

Es macht immer wieder Spass am rPi zu arbeiten. Nachdem man ihn übertaktet hat sind auch die leichten Lags fast komplett verschwunden. Das kann ich jedem nur empfehlen dem die Lags auf die Dauer nerven.

Antworten
dagahan

@miro
Ja, der Raspberry verfügt über eine HDMI Schnittstelle an der man problemlos ein externes Display ansteuern kann. Auch sicher ein Samsung LCD. Auch Streamen von Twonky ist möglich. Eigentlich ist ziemlich viel möglich mit der kleinen feinen Kiste. Ich nutze den RB zusammen mit Openelec (Mediaplayer). Funktioniert hervorragend. Achte beim Kauf aber darauf die Version 2 zu kaufen mit Netzwerkanschluss und zwei USB Anschlüssen. Eine gute Anlaufstelle ist http://www.raspberrypi.org/

Grüße,
Thomas

Antworten
miro

Hallo,

bin gerade auf der Suche nach einem Netzwerkplayer für meine Musiksammlung.
Da bin ich auf dieser Seite gelandet und ich denke das wäre was für mich.

Mal 3 Fragen,der Raspberry verfügt doch über eine HDMI Schnittstelle,könnte man da ein externes Display ansteuern?

Evtl so ein Samsung LCD ? Wenn das gehen sollte ,egal mit welchem ,könntet Ihr mir da eine Rückmeldung geben?

Meine Musikstücke liegen auf einem NAS ,auf dem ist auch Twonky installiert ,das müsste doch auch funktionieren,oder?

Internetradio auch?

Gruß Michael

Antworten
hans.gleich.31

Für 15€ mehr bekomme ich schon einen Android HDMI Stick mit Dualcore+1GB RAM+Android 4.1: http://www.myhdplayer.de/Android-TV-Box/MyGica-ATV120-Dual-Core-Android-4-1-TV-Stick-inkl--XBMC-Support.html

Ganz ohne Bastellei, mit Fernbedienung bzw. HDMI-CEC. Meiner Meinung nach die bessere/einfachere Lösung, da man noch komplett Android inkl. Browser, Apps etc. nutzen kann. Vielleicht könnt ihr von sowas auch mal einen Test machen?

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SD und Geschwindigkeit

Bei Aldi(Süd) lagen/liegen SD und MikroSD-Karten mit 16GB für ca. 9 Euro an der Kasse. Allerdings evtl nur Class6.
Inzwischen ist Class10 wohl gängig.
Bei Saturn/Mediamarkt im Prospekt oder bei Amazon in den SD-Karten-Top100 sieht man schon mal für etwas mehr Geld (1-2 Euro) schnellere SD-Karten. Mehr als Class10 scheint auch nicht üblich oder nicht definiert zu sein. Trotzdem gibt es Karten die als schneller verkauft werden. Aufpassen muss man auch das es Karten gibt, die schnell beschrieben werden können (Kamera-Serien-Aufnahmen) dafür aber langsamer beim auslesen sind. Man sollte also schauen was die Bewertungen als HD-Speed-Werte schreiben und was man braucht.

16GB mit Class10 macht 16.000MB / 10 MB/sek also 1600 Sekunden also 26 Minuten. Bei 16 MB/sek sind es nur noch 1000 Sekunden also 1 Minuten weniger aber trotzdem noch 16 Minuten. Das doppelte würde ich nicht dafür zahlen aber 1-2 Euro mehr kann einem das durchaus wert sein. Nett für solche Geräte oder auch TVs usw. wären USB-SD-Adapter wo man schnelle USB-Sticks reinstecken kann.

Im Prinzip lohnt sich warten, weil die 64GB-Karten langsam aufkommen und in diesem Zusammenhang die 10MB/sek nicht mehr wirklich schnell genug sind. Da vermutlich Entwicklungs-Know-How nur in die neuen Chips gesteckt wird, dürften die 32GB SDhc auf dem aktuellen Geschwindigkeits-Stand bleiben und die >=64GB SDxc bessere Geschwindigkeiten haben. Wie bei alten RAM-Modulen werden schnelle SDhc dann folglich rarer und teurer, sind zwischendrin preislich aber vielleicht ganz gut zu kriegen wenn man die Schnäppchenticker verfolgt.

Antworten
Nick

Raspbmc vorinstalliert auf Klasse 10 Karten bei http://www.etsy.com/shop/bitcrafts verfügbar!
Dazu auch XBMC/Raspbmc/Xbian Gehäuse und Kühl-Körper!

Antworten
Sven

Hab das seit einigen Monaten laufen. Das einzige was mir derzeit noch fehlt ist ein echtes Runterfahren mit anschließender Abschaltung des Systems. Will nicht selbst löten, sonst wäre der Pi Supply was. http://www.pi-supply.com/

Antworten
Richi

Hey,
schöner Bericht :)
aber FYI: Der Raspberry Pi ist _nicht_ Open-Source. Nur die Betriebssysteme dafür.

Antworten

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