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Dieser Raubkopierer braucht 200.000 Klicks auf YouTube, um einer Strafe zu entgehen

Wer gestohlene Software im Netz verbreitet, kann dafür im Gefängnis landen. Das soll der YouTube-Spot vermitteln. (lor)

Ein 30-Jähriger Tscheche musste sich wegen Raubkopien vor Gericht verantworten. Vor der Geldstrafe kann er sich jetzt retten, wenn er genug Reichweite für einen Info-Spot über Software-Piraterie erreicht.

Sechsstellige Schadenszahlung für Piraterie

Eine ungewöhnliche Maßnahme hat die „Business Software Alliance“ in der Tschechischen Republik gefunden, um einem Raubkopierer eine Geldstrafe zu ersparen. Im September entschied das Gericht, dass der 30-Jährige Schadenszahlungen an die betroffenen Unternehmen leisten muss. Der Mann soll unter anderem Microsoft Windows-Kopien in Foren zum Download angeboten haben.

Die Höhe des Schadens beträgt laut der „Business Software Alliance“ 5,7 Millionen Tschechische Kronen (etwa 210.919 Euro). Da die Kalkulation der klagenden Software-Anbieter offenbar zu schwammig war, hat die Allianz eine außergerichtliche Lösung gefunden. Der Angeklagte Jakub F. kann demnach die Zahlung vermeiden, wenn ein Informationsbeitrag über Software-Piraterie mehr als 200.000 Aufrufe auf YouTube erreicht.

Wer gestohlene Software im Netz verbreitet, kann dafür im Gefängnis landen. Das soll der YouTube-Spot vermitteln. (lor)

Wer gestohlene Software im Netz verbreitet, kann dafür im Gefängnis landen. Das soll der YouTube-Spot vermitteln. (lor)

Beitrag gegen Software-Diebstahl

Jakub F. selbst ist der Protagonist des Spots, der seit 22. November auf dem Videoportal zu sehen ist. Die Geschichte des Raubkopierers soll andere Menschen davon abhalten, sich im Netz mit gestohlener Software strafbar zu machen. Die dazugehörige Website hat der Pirat selbst aufgesetzt.

Am Mittwoch war der Angeklagte noch tausende Klicks von seinem Ziel entfernt. Doch Medienberichte auf der ganzen Welt haben dafür gesorgt, dass das Video mittlerweile die notwendige Reichweite erzielt hat und schon bei rund 350.000 Klicks steht. Damit dürfte F. die Geldstrafe erfolgreich abgewandt haben.

via torrentfreak.com

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2 Kommentare
Daniel Jahnsmüller

Das ist doch ne PR-Kampagne der Rechteverwerter.

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Anonym
Anonym

Gibts das Video auch auf Deutsch oder English? Oder wenigstens mit Untertitel?

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