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Marketing

Marketing-Software Raven Tools: Deine Kampagnen auf allen Kanälen im Blick

Raven Tools. (Screenshot: raventools.com)

Der Allrounder Raven Tools vereint alle Kanäle und Kampagnen in einem Webdienst. SEO, Social, PPC – Aus der Vogelperspektive beobachtest und steuerst du deine Marketingaktivitäten. Wir haben das schwarze Federvieh etwas genauer unter die Lupe genommen.

Der Allrounder „Raven Tools“ im t3n-Praxistest

„Wir machen deinen Job einfacher“, titelt Raven Tools und irgendwie stimmt das auch: Ich kann mit wenigen Mausklicks sogenannte Kampagnen aufsetzen, muss hierfür nur die Domain hinterlegen und gegebenenfalls externe Accounts verknüpfen. Raven Tools sammelt dann alle verfügbaren Daten und visualisiert sie in schicken Dashboards oder Reportings.

Der gefiederte Allrounder Raven Tools. (Screenshots: raventools.com)
Der gefiederte Allrounder Raven Tools. (Screenshots: raventools.com)

Kaum ein Kanal bleibt dabei unangetastet. Unterstützt werden Google Analytics, Google AdWords, Facebook, Twitter, YouTube und LinkedIn. Nach der Anmeldung kann ich außerdem die Webmaster Tools anbinden. Durch alle dafür notwendigen Schritte führt mich der Webdienst mit ausführlichen Anleitungen.

Raven Tools: „Analysierst du noch oder fliegst du schon?“

Nach dem Einrichten der wichtigsten Kanäle stellt sich dann aber die erste große Frage: Wo fange ich an? In sieben Untermenüs verbergen sich laut Angaben des Herstellers über 30 Tools. Ob ich mit „Research“ starte, mich „SEO“ oder „Social“ widme, bleibt mir überlassen. Wünschenswert wäre hier ein kleiner, gefiederter Tourguide. Er würde Nutzern die erste Scheu nehmen und sie mit Sicherheit zum „Site Auditor“ lotsen.

Der „Site Auditor“ von Raven Tools. (Screenshot: raventools.com)
Der „Site Auditor“ von Raven Tools. (Screenshot: raventools.com)

Der „Site Auditor“ entspricht einer stark abgespeckten Version von OnPage.org. Durch ein fixes Crawling, das bei kleineren Websites nur wenige Minuten dauert, analysiert er Probleme und Potenziale in insgesamt acht Kategorien. Dazu gehören die Punkte „Sichtbarkeit“, „Inhalte“ und „Backlinks“, aber auch „Bilder“, „Semantik“ und „Ladezeit“. Schrittweise kann ich die identifizierten Schwachstellen anschließend ausbessern.

Ein weiteres interessantes Tool der SEO-Sparte ist der sogenannte „Site Finder“. Er analysiert die am besten positionierten Websites zu einem bestimmten Keyword, ermittelt dessen beste Backlinks und bietet damit eine gute Grundlage fürs eigene Linkbuilding. Ähnliche Funktionen bietet im Übrigen auch der sogenannte „Backlink Explorer“, er orientiert sich dabei aber nicht am angegebenen Keyword sondern der Domain.

Nur ein SEO-Feature hat mich bei all den positiven Erfahrungen enttäuscht: das Monitoring der aktuellen Rankings. Weil Google dem Webdienst das Crawling der Ergebnisseiten untersagt, bezieht Raven Tools alle notwendigen Informationen über die Webmaster Tools. So lässt sich das Keywordset beispielsweise nicht eigenhändig erweitern oder in eigens festgelegten Intervallen abrufen.

Raven Tools: Vom SEO-Tool zum Allrounder

Raven Tools: Mehr als „nur“ SEO. (Screenshot: raventools.com)
Raven Tools: Mehr als „nur“ SEO. (Screenshot: raventools.com)

Die Ursprünge der Raven Tools liegen im Bereich SEO, hier finden sich deshalb auch die besten Funktionen. Im Laufe der Jahre haben die Entwickler aber auch in anderen Bereichen nachgerüstet. So bietet Raven Tools beispielsweise eine Anbindung an alle gängigen Netzwerke, eine Funktion zur Analyse und Optimierung von Inhalten und eine Auswertung der AdWords-Kampagnen. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der Menüstruktur wider.

  • Menüpunkt „Social“: In einem Dashboard laufen die Inhalte aller von mir verknüpften Netzwerke zusammen. Dazu gehören in erster Linie Facebook, Twitter und YouTube. Für diese drei Netzwerke sowie LinkedIn können Nutzer außerdem wichtige Kennzahlen einsehen. Dazu zählt die Entwicklung der Fanzahl, die Verbreitung einzelner Beiträge und der Referral Traffic des Netzwerks.
  • Menüpunkt „Content“: Der Bereich „Content“ bietet vier verschiedene Tools: Den „Content Manager“, eine Art aufpolierter Texteditor; der „Blog Manager“, der Raven Tools mit deinem Blog verbindet; „Order Content“, das einen direkten Anschluss an Textbroker ermöglicht und „Press Releases“, eine automatisierte Seeding-Funktion für Pressemitteilungen.
  • Menüpunkt „PPC“: Wer Google AdWords mit den Raven Tools kombiniert, kann im Bereich „PPC“ seine Kampagnen verwalten, dessen Performance einsehen und in Reportings integrieren. Agenturen profitieren hierbei weniger von der Verwaltung und Analyse, sondern vor allem von den Reportings.
  • Menüpunkt „Reports“: Im Bereich „Reports“ lassen sich die Daten der verschiedenen Menüs aufbereiten. Das funktioniert ganz einfach per Drag & Drop. Durch die Anbindung an externe Webdienste und Netzwerke können Nutzer dadurch im Handumdrehen auch kanalübergreifend Maßnahmen und Erfolge visualisieren.

Fazit: Lohnt sich die Anschaffung? Und wenn ja, für wen?

Für 99 US-Dollar pro Monat bietet „Raven Pro“ für vier Nutzer vollen Zugriff auf alle Funktionen. Lediglich das Monitoring der Sozialen Netzwerke ist auf 20 Suchbegriffe begrenzt. Im direkten Vergleich mit anderen Anbietern und durch die Vielfalt an Funktionen ist das ein günstiges Angebot. Unbegrenzte Nutzer und bis zu 50 Suchbegriffe fürs Monitoring bietet „Raven Agency“ zum Preis von 249 US-Dollar.

„Raven Tools spielt seine Stärken am besten als zentrales Steuerungselement sämtlicher Kampagnen.“

In meinem Test präsentiert sich Raven Tools durch all seine Funktionen als guter Allrounder. Agenturen mit kleineren Kunden oder schmalem Budget profitieren von vielen der Funktionen sowie dem integrierten Reporting. Für tiefe Analysen von beispielsweise externen Linkstrukturen oder sozialen Erwähnungen bedarf es allerdings weiterer Anbieter.

Letztendlich stellt sich deshalb die Frage: Brauche ich nur ein grundlegendes oder viele spezialisierte Tools? Greift der erstgenannte Fall, rate ich zum kostenlosen 30-tägigen Testlauf. Parallel lohnt sich auch ein Blick auf die deutsche Alternative: das SEO-Tool Xovi. Es spielt preislich und funktionell in einer ähnlichen Liga.

Sind mehrere Anbieter nötig oder bereits im Einsatz, würde ich verzichten. Raven Tools spielt seine Stärken am besten als zentrales Steuerungselement sämtlicher Kampagnen. Sobald zusätzliche Dienste verwendet und dessen Daten angezapft werden, geht diese Position verloren. Wenig Nutzen ziehen deshalb zum einen etwas größere und zum anderen stark spezialisierte Agenturen.

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