News

Razr: Motorolas erstes Foldable ist ein Klapphandy mit großem Faltdisplay

Foldable: Die Neuauflage des Motorola Razr. (Bild: Motorola)

Motorola feiert das Revival seines Razr-Phones. Das neue Modell des Klapphandys kommt mit faltbarem Display und will wie Samsungs Galaxy Fold bei den Foldables mitmischen.

Seit fast einem Jahr ist klar, dass Motorola ein Foldable bauen will, das sich mehr oder weniger am Design des Bestsellers Razr V3 orientieren würde. Am Mittwoch hat die Lenovo-Tochter das Smartphone offiziell enthüllt. Auf den deutschen Markt kommt es aber erst 2020.

Razr: Motorolas erstes Foldable ist ein „Klapphandy“

Foldadble: Die Neuauflage des Motorola Razr. (Bild: Motorola)

Foldable: Die Neuauflage des Motorola Razr. (Bild: Motorola)

Motorolas erstes Foldable lässt sich wie das Flip-Phone aus dem Jahr 2004 vertikal auseinanderklappen. Innenliegend befindet sich ein großer faltbarer Bildschirm, der im oberem Bereich von einer Notch für die Selfiecam unterbrochen wird. Der OLED-Hauptbildschirm besitzt eine Diagonale von 6,4 Zoll und löst mit 2.142 x 876 Pixeln auf. Aufgeklappt misst das Gerät 172 x 72 x 14 Millimeter  – das ist sogar länger als Samsungs 6,8-Zoll-Modell Galaxy Note 10 Pro (Test), das es auf 162 Millimeter bringt. Dass es so lang ist, dürfte am großen Kinn liegen, in dem Antennen und ein Fingerabdrucksensor verbaut sind.

Wie beim Klassiker ist auf der Außenseite des neuen Razr ein sekundärer 2,7-Zoll-OLED-Bildschirm zu finden, der mit 600 x 800 Pixeln auflöst. Auf diesem können Benachrichtigungen, Datum, Uhrzeit und andere Inhalte angezeigt werden. Über das sekundäre Display soll außerdem das schnelle Beantworten von Nachrichten möglich sein.

Foldable: Die Neuauflage des Motorola Razr. (Bild: Motorola)

1 von 27

Das neue Razr besteht aus rostfreien Stahl und 3D-Gorilla-Glass. Bei den Farben orientiert Motorola sich am Original. Damit das flexible Display beim Transport vor Staub und Schmutz geschützt ist, habe Motorola das erste patentierte Klappscharnier konzipiert, bei dem beide Gerätehälften nahtlos aufeinander liegen.

Motorola Razr (2019) kommt ab 2020 nach Deutschland

Neben der Selfiekamera mit Fünf-Megapixel-Sensor besitzt das neue Razr eine Hauptkamera mit 16 Megapixeln, f/1,7-Blende, elektronischer Bildstabilisierung (EIS), Dual-Pixel-Autofokus und Laser-AF. Sie befindet sich auf der Oberseite des Geräts und wird bei Bedarf von einem farbausgleichendem Dual-LED-Blitz (CCT) unterstützt. Zusammengeklappt dient die Hauptkamera auch als Selfiecam, dabei fungiert das Außendisplay als Sucher.

Angetrieben wird das Gerät von einem Qualcomm-Snapdragon-710-SoC, der in der gehobenen Mittelklasse angesiedelt ist. Beim Flash-Speicher kann zwischen vier Gigabyte RAM und 64 Gigabyte oder sechs Gigabyte RAM mit 128 Gigabyte gewählt werden. Der Akku fällt mit seiner Nennleistung von 2.730 Milliamperestunden noch kleiner aus als der des Pixel 4 (Test). Für die 6,2-Zoll-Displaydiagonale wäre das etwas knapp bemessen. Aufgeladen wird das Gerät per USB-C mit Motorolas Turbopower-Ladetechnik, die 27 Watt liefert.

Software-seitig wird das Razr mit einem naturbelassenen Android 9 ausgeliefert. Zeitgemäß ist die OS-Version nicht, leider ist Motorola mit den Android-Updates nicht mehr so schnell wie einst.

Das Motorola Razr wird laut Hersteller ab Dezember in ausgewählten Märkten Europas angeboten. In Deutschland soll der Markstart des schwarzen Modells erst im Laufe des ersten Halbjahrs 2020 erfolgen. Einen Europreis hat Motorola noch nicht genannt, in den USA verlangt das Unternehmen um die 1.500 US-Dollar. Eine ähnliche Preisgestaltung erwarten wir auch hierzulande.

t3n meint:

Das Razr ist ein hübsches Foldable, das aber leider viel zu teuer ist. Dass ein 1.500-Dollar-Gerät Mitte November noch mit Android 9 vorgestellt wird, ist ebenfalls enttäuschend. Dennoch ist es schön zu sehen, dass Hersteller mit der neuen Foldable-Gerätekategorie herumspielen und unter anderem Klassikern mit moderner Technik ein neues Leben einhauchen wollen. Ähnlich wie bei Samsungs Galaxy Fold dürfte das Display nicht allzu robust sein, da es noch kein faltbares Glas gibt, das wie bei herkömmlichen Smartphones im Barrendesign schützend über das Panel gelegt werden kann.

Andreas Floemer

Mehr zum Thema:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

3 Kommentare
Gunar Gürgens
Gunar Gürgens

Ich wollte ja eigentlich nie wieder mehr als 300€ für ein Smartphone ausgeben. Aber wow das Ding ist geil.

Antworten
Julian S.
Julian S.

definitiv! mhhh…mal schauen was das iP12 kann

Antworten
Fanboy

Schönes Gerät. Habe Razr immer geliebt und noch 4 von den alten in ner Schublade liegen :)
Leider werde ich das Neue nicht kaufen, da offenbar das androide Datensammler-Dauerüberwachungs-(Betriebs)-System von Guuuugel installiert ist. Schade.
Sent from my iPhone, LOL! :D

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung