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Recaptcha bald unsichtbar: Google erkennt Bots auch ohne Interaktion

(Screenshot: Google/t3n.de)

Die Google-Tochter Recaptcha will Bots jetzt auch ganz ohne Interaktion erkennen. Bei den neuen Invisible Recaptchas fällt das Setzen der Häkchen in der Checkbox künftig weg.

Invisible Recaptcha funktioniert ohne Häkchen

Vor etwas mehr als zwei Jahren hatte Google mit No-Captcha eine neue Captcha-Technik vorgestellt, mit der die Internetnutzer im besten Fall nur noch mit einem Häkchen bestätigen mussten, dass sie keine Bots sind. Damit war die seit dem Jahr 2000 nervende Eingabe von Buchstaben- und Zahlenkombinationen abgeschafft. Jetzt gehen Google und die Tochterfirma Recaptcha noch einen Schritt weiter: Mit Invisible Captcha fällt das Setzen des Häkchens in der Checkbox auch noch weg.

Invisible Recaptcha: Häckchen setzen künftig nicht mehr nötig. (Bild: Google)

Menschliche Nutzer sollen künftig den Sicherheitscheck nur noch durch eine kurze Zeitverzögerung bemerken, wie Google auf der Recaptcha-Plattform mitteilt. Lediglich auffällige Nutzer sowie echte Bots sollen dann noch Aufgaben lösen müssen, um Zugriff auf Formulare oder Kommentare zu bekommen. Möglich macht dies eine Kombination von Technologien im Hintergrund. So werden etwa Cursor-Bewegungen getrackt oder die IP-Adresse ausgewertet. Alle Faktoren verrät Google freilich nicht.

Invisible Recaptcha auf der eigenen Seite einbinden

Websitebetreiber können die Invisible Recaptchas ab sofort einbinden und an ihre Bedürfnisse anpassen. Wie das genau funktioniert, erklärt Google auf einer entsprechenden Entwicklerseite. Die neuen unsichtbaren Recaptchas sollen sowohl am Desktop als auch mobil angewendet werden können.

Zuletzt hatte es ein Sicherheitsforscher eigenen Angaben zufolge geschafft, Googles Recaptcha zu überlisten – und zwar mit Googles eigener Spracherkennung. Dazu ließ er per Skript die zur Verifizierung genutzte Recaptcha-Audiodatei herunterladen, ins WAV-Format konvertieren und anschließend an die Spracherkennungs-API von Google übergeben. Die erkannte Zahlenfolge wurde dann zur Verifizierung eingegeben. Ob das Ganze nach dem jüngsten Update noch funktioniert, ist nicht bekannt.

via www.googlewatchblog.de

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