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Abschied vom 8-Stunden-Tag? Das sagt die t3n-Community dazu

Wirtschaftsweisen fordern Ende des 8-Stunden-Tages. (Grafik: Shutterstock-BoBaa22)

Die Wirtschaftsweisen raten zum Ende des Acht-Stunden-Tages und fordern mehr Flexibilität – auch und vor allem nach oben hin. Das sagt die t3n-Community dazu.

Die Wirtschaftsweisen fordern die Politik zu einer Lockerung des Arbeitszeitgesetzes auf. „Flexiblere Arbeitszeiten sind wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen“, sagt der Vorsitzende des Beratergremiums der Bundesrepublik Christoph Schmidt. Der Ökonom glaubt, dass die Vorstellung, dass Arbeitnehmer morgens im Büro den Arbeitstag beginnen und ihn mit dem Verlassen der Firma beenden, inzwischen veraltet sei. Unternehmen bräuchten die Sicherheit, dass sie nicht gesetzwidrig handeln, wenn ein Angestellter abends noch an einer Telefonkonferenz teilnimmt und dann morgens beim Frühstück seine E-Mails liest, so Schmidt. Jedoch dürfe eine Reformierung nicht zu einer heimlichen Ausweitung der Arbeitszeit führen. Was Gewerkschaftsangehörige glauben und somit die Forderung kritisieren.

Lockerung des Arbeitszeitgesetzes: „Es muss Grenzen geben!“

Die Nachricht wird von den Lesern in den sozialen Medien hitzig diskutiert. Viele Menschen meinen, dass die tägliche Arbeitszeit eher runter- anstatt hochgehen sollte. Der Facebook-Nutzer Leque Dicat Samarge stimmt einer Novelle grundsätzlich zu, glaubt jedoch an die Sinnhaftigkeit einer Verkürzung. Er schreibt, dass acht Arbeitsstunden schon heute zu viel sind und nicht zu wenig. „Digitale Technologien nehmen uns viele unleidige Arbeiten ab“, schreibt der Leser. Der Nutzer Pieter Stäblein fügt sogar hinzu, dass die meisten Menschen bei acht Stunden sowieso nur vier Stunden wirklich produktiv sind und dass zehn Stunden sogar eine gegenteilige Wirkung hätten. Vielmehr würden sechs Arbeitsstunden die Motivation sogar noch erhöhen.

„Digitale Technologien nehmen uns viele unleidige Arbeiten ab!“

Als Gegenargument wird zudem die Gesundheit der Angestellten vorgebracht. „Es muss Grenzen geben. Arbeitszeitliberalisierung à la FDP halten nur Arbeitgeber mit begrenztem Horizont für nützlich. Kein Mensch hielte die Ausschöpfung einer solchen (Nicht-)Regelung auf Dauer aus“, schreibt etwa Facebook-Nutzer Martin Piontek. Der Nutzer Chris Alt fügt hinzu: „Auch jeder Chef und jede Chefin hat doch ein Interesse daran, dass die Angestellten möglichst lange im Betrieb bleiben und produktiv arbeiten können, statt dass sie nach zwei bis drei Jahren ausgebrannt sind.“ Beide bezweifeln stark, dass eine gesetzliche Festschreibung dieser Forderung positive Auswirkungen haben würde.

Nicht wenige Leser haben jedoch nicht grundsätzlich etwas dagegen, die Arbeitszeiten zu erhöhen, sofern innerhalb dieser Zeit auch mehr Flexibilität vom Arbeitgeber gewährt wird. So schreibt etwa der Facebook-Nutzer Tom Dice: „Was man braucht ist ein faires, flexibles Arbeitsmodell, bei dem man Job und Familie vernünftig vereinbaren kann.“ Das sieht auch der Nutzer Stefan Riedel so: „Wenn man ein Arbeitszeitmodell schafft, welches Familie und Beruf unter einen Hut bringt, spricht sicher nichts dagegen, auch mal bis 21.00 Uhr noch eine Telko im Home-Office durchzuführen.“ Dabei verweist er auf ein eigenes Beispiel: „Die klassische Kita hat bis 16.00, 16.30 auf, und danach musst du halt gucken, was du mit den Lütten machst.“

Hier liest du den gesamten Hintergrund der diskutierten Nachricht: Wirtschaftsweisen fordern Ende des 8-Stunden-Tages

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