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Reichweiten-Einbrüche im Newsfeed: Facebook nimmt Stellung

Nach Berichten über dramatische Reichweiten-Einbrüche gibt Facebook ein offizielles Statement ab. (Screenshot: Facebook)

Berichte über extreme Reichweiten-Einbrüche dank des neuen Explore-Feed versetzten die Marketing-Welt gestern in Aufregung. Jetzt gab Facebook ein offizielles Statement heraus.

Nachdem letzte Woche der Explore-Feed global ausgerollt wurde, führt Facebook nun offenbar Tests in den Ländern Slowakei, Sri Lanka, Serbien, Bolivien, Guatemala und Kambodscha durch, wie ein Artikel auf Medium berichtete. Demnach werden im Newsfeed nur noch Beiträge von Freunden angezeigt. Sämtliche Beiträge von Seiten wurden in den schwer zu findenden Explore-Feed ausgelagert, was zu dramatischen Einbrüchen in der organischen Reichweite führte.

In einem offiziellen Statement stellt Facebook nun klar: „Wir haben derzeit keine Pläne, diesen Test weiter auszurollen.” Die eigentlich vorgesehene Funktion des Explore-Feed sollte es sein, Usern relevante und potenziell interessante Beiträge von Seiten zu zeigen, die sich nicht geliked haben. Wie Facebook nun bestätigt, wurde in einigen Ländern jedoch eine andere Funktion des Explore-Feed getestet: Der Newsfeed soll Usern die Möglichkeit geben, mit Familie und Freunden in Kontakt zu bleiben – der Explore-Feed soll hingegen ein separater Raum für Posts von Seiten sein. Diese Test zeigten zum Teil dramatische Auswirkungen: bis zu viermal weniger Interaktionen und 60 Prozent weniger organische Reichweite.

Die Interaktionsrate der sechs größten slowakischen Medienseiten auf Facebook. (Screenshot: Filip Struhárik /Medium)

Wie Facebook erklärt, soll dieser Test Klarheit darüber schaffen, ob Nutzer getrennte Feeds für private und öffentliche Inhalte bevorzugen. Die gewonnenen Erkenntnisse können zu weiteren Tests in den nächsten Monaten führen.

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Eine Reaktion
Mandel

Mehr Interaktion bedeutet nicht bessere Qualität. Den selben Fehler macht auch Google und andere Anbieter die Versuchen die Qualität von Content einzuschätzen. Wenn ich 20 minuten brauche, um auf einer Seite zu finden was ich suche, ist das defacto schlechter, als wenn ich nur 2 minuten dafür brauche. Das steht natürlich der Monetarisierung entgegen, aber wenn Facebook weiterhin mit Siebenmeilenstiefeln an die Qualität runterschraubt (siehe gefilterte Freundesliste im Chat, Unterstützung staatlicher Zensur etc.) brauchen sich die Aktionäre nicht wundern, wenn sich die Nutzer alternativen suchen. Facebook ist kein Social Network mehr sondern ein Content Network. Facebook hat sich von seinem USP entfernt Kontakt zu bekannten Gesichtern und Freunden zu halten und auszubauen. Ganz nach dem Motto, vergiss deine Freunde kauf das Zeug unserer Werbepartner! Die Kennzahl Interaktionsrate, ist wie die Kennzahl Bruttosozialprodukt. Ab einem bestimmten Punkt spiegelt der Wert nicht mehr die Änderungsrate der Lebensqualität in der Realität wieder. Aber Facebook müsste schon wesentlich mehr machen als nur den "Newsfeed" zu überarbeiten. (z.B. Events und Veranstaltungen von Freunden eine höhere repetetive Reichweite geben, ungefiltert alle online (und auch offline) Freunde anzeigen. Gemeinsame Projekte planen lassen inkl. finanzieller crowd Aktionen. Private und Berufliche Auftritte voneinander trennen. <- ganz wichtiger Punkt. ggf. Jobbörse einführen, mobile Standorte von Freunden soweit diese die Informationen freigeben wollen. Facebook hätte wie kein anderes Unternehmen die Möglichkeit Lebensqualität zu steigern, aber sie Nutzen es einfach nicht und machen es Großflächig sogar noch schlechter. Es gibt so viel was getan werden könnte und auch getan werden muss. Es gibt inzwischen einfach tausendfach Plattformen die besser die Nutzerintends befriedigen. Besonders was das ausliefern von qualitativem Content betrifft. Aber bei den Social Networks hinterlässt der Platzhirsch nicht nur eine Marktlücke sondern durch das aggressive auftreten gegenüber Wettbewerbern direkt ein Marktvakuum.

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