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Nach Rekordverlust: Tesla muss jetzt liefern

Tesla Model 3. (Foto: Elon Musk)

Tesla-Chef Elon Musk ist ein herausragender Verkäufer von Visionen. Rekordverlust und Stotterstart bei der Model-3-Produktion? Egal, die Anleger halten zu Tesla – noch. Aber jetzt muss Musk liefern.

Elon Musk ist ein Tausendsassa im Technologiebereich und ein Meisterverkäufer von Zukunftsvisionen. Am Dienstag etwa schickte sein Unternehmen SpaceX die Superrakete Falcon Heavy ins All – an Bord ein Tesla Roadster, in dem ein Starman-Dummy sitzt. Nach dem Mega-Marketing-Hype rund um den Raketenstart gab es einen Tag später die Ernüchterung. Im Schlussquartal 2017 hat SpaceX-Schwesterfirma Tesla den größten Verlust ihrer Geschichte eingefahren.

Tesla-Chef Elon Musk bei der Übergabe der ersten Model 3 im Juli 2017. (Foto: dpa)

Das Minus belief sich auf satte 657 Millionen US-Dollar – fiel aber geringer aus als von Anlegern und Analysten befürchtet. Beim Umsatz konnte ein Plus von 44 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar verbucht werden. Noch mehr als das dürfte den Börsianern aber gefallen haben, dass Musk die Produktionsziele für den Mittelklassestromer Model 3 bestätigt hat. 5.000 Elektroautos pro Woche sollen ab Juni vom Band rollen.

Zur Erinnerung: Das sollte eigentlich schon Ende 2017 der Fall sein. Probleme bei der Fertigung hatten aber für Verzögerungen gesorgt. Ende des vergangenen Jahres konnte Tesla gerade so 1.000 Model 3 pro Woche ausliefern – hochgerechnet. Tatsächlich standen für die drei Monate Oktober, November und Dezember nur 2.425 produzierte und 1.550 tatsächlich ausgelieferte Model 3 zu Buche.

Tesla-Chef Musk: Akkuprobleme beim Model 3 gelöst

Dabei ist gerade das ab 35.000 Dollar erhältliche Mittelklassemodell enorm wichtig für Tesla, weil der Autobauer damit den Massenmarkt erobern will. Auf den drängen aber zunehmend auch traditionelle Autobauer aus den USA und Europa. Den klassischen gewitzten Optimismus, für den ihn seine Fans lieben, zeigte Musk bei der Bekanntgabe der Quartalsergebnisse. Wer einen Roadster ins All schießen könne, so der Tesla-Chef, der können auch die Produktionsprobleme beim Model 3 lösen. Die Akku-Probleme seien jedenfalls vom Tisch, erklärte Musk.

Elektrofahrzeug: Das Model 3 von Tesla
Tesla: Auf das Model 3 folgt das Model Y – aber erst in zwei bis drei Jahren. (Foto: Tesla)

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Also alles in Butter? Wir werden sehen. Auch Musk könnte einmal mit einem Projekt scheitern – gerade mit einem so großen. Immer wieder murren Vorbesteller ob der langen Wartezeit. Weitere Enttäuschungen könnten bei der Auslieferung der Tesla-Fahrzeuge warten. Zuletzt hatte die – allerdings hauptsächlich für US-Traditionshersteller tätige – Beratungsfirma Munro and Associates dem Model 3 Qualitätsprobleme attestiert, die an einen Kia aus den 1990er-Jahren erinnerten.

An der Börse ist von den aktuellen und möglicherweise noch kommenden Herausforderungen noch nichts zu spüren. Die Tesla-Aktie hat den Börsencrash vom Montag vergleichsweise gut überstanden. Auch nach der Bekanntgabe der Quartalszahlen blieb die Aktie stabil. Ob Investoren und Fans aber mögliche weitere Verzögerungen oder Enttäuschungen bei der Model-3-Einführung hinnehmen werden, ist fraglich. Elon Musk und Tesla müssen jetzt liefern.

Ebenfalls interessant: Der Technik-Optimismus ist zurück – Wie Elon Musk die 80er Jahre beerdigte

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