Fundstück

Skurille Stellenanzeige: Britische Webseite sucht Rentner für Reiseblogger-Job

Rüstige Rentner für Weltreise gesucht. (Foto: Shutterstock-Syda Productions)

Der Ruhestand ist dir viel zu langweilig? Eine britische Webseite sucht derzeit einen rüstigen Rentner, der als Reiseblogger arbeitet. Die Sache hat nur einen Haken.

Wer ein Gap Year absolviert, der will in der Regel zwischen Schulabschluss und dem Studium oder der Lehre für ein paar Monate die Welt bereisen. Das englische Wort „Gap“ steht für „Spalt“, ein „Gap Year“ soll somit eine Lebenslauflücke füllen. Für viele Menschen markiert so ein Jahr den Beginn einer Orientierungsphase. Welche Lücke allerdings der in einer britischen Stellenanzeige benutzte Begriff „Senior Gap Year“ schließen soll, bleibt fraglich. Wer sich auf die Annonce bewirbt hat jedoch zumindest die Chance auf einen top-modischen Begriff in seinen Lebenslauf – viel besser noch: Die Chance für ein Jahr zum Reiseblogger zu werden.

Rüstige Rentner für Weltreise gesucht

Britische Webseite sucht Rentner als Reiseblogger. (Screenshot: Comparethemarket.com)

Das Unternehmens Compare The Market sucht derzeit einen rüstigen Rentner, der auf Reisen gehen und von seinen Zwischenstationen berichten will. Dafür bekommt er 10.000 Pfund, rund 11.400 Euro an die Hand. Aufgeteilt auf ein Jahr, macht das grob berechnet 1.000 Euro pro Monat. Hinzukommt eine Fotoausrüstung, die jedoch nur leihweise gestellt wird. Was genau zu tun ist? Eigentlich nicht viel. Pro Destination soll der Gewinner – ja Gewinner, denn die Aktion gilt als Preis in einem Wettbewerb und ist somit sozialversicherungsfrei – einen Blogartikel schreiben. 500 Wörter und fünf Fotos pro Beitrag sind auf mindestens acht Länder zu verteilen.

Das ist kinderleicht. Zwei Landschaftsaufnahmen, ein Selfi, einmal das Essen und die nette Servicekraft in der Hotellobby fotografiert und schon ist der Reisebericht zumindest bildlich festgehalten. Wer jetzt denkt, dass kann ich, die Anzeige ist wie für mich gemacht, der muss allerdings wissen, dass die Sache einen Haken hat. Gesucht wird nämlich ausnahmslos ein britischer Pensionär. Wer also keinen britischen Pass sein Eigen nennt, ist erst einmal grundsätzlich nicht qualifiziert. Wer hierzulande im Alter jedoch gut gestellt ist, könnte mindestens inspiriert von der Aktion sein und es auf eigener Faust probieren.

So abwegig ist das gar nicht, wie eine kürzlich erschienene Allensbach-Studie zeigt. Demnach sind viele deutsche Rentner körperlich erstaunlich fit, weil sie sehr aktiv geblieben sind. Zudem nutzen sie das Internet gekonnt und profitieren als Babyboomer im Alter von vergleichsweise soliden Renten. Du gehörst dazu? Worauf warten?

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