Digitale Gesellschaft

Reset the Net: Hilf dabei, das Internet zurück zu erobern

(Grafik: Reset the Net)

Erobert das Internet zurück! So lautet die Parole des heutigen Aktionstags „Reset the Net“. Anlass ist die Veröffentlichung der ersten Berichte von Edward Snowden vor einem Jahr. Jeder – egal ob Unternehmen oder Privatperson – kann ganz einfach mitmachen.

Reset the Net mit löblichen Zielen

Als vor einem Jahr, am 5. Juni 2013, der erste Bericht über die Massenüberwachung durch die NSA veröffentlicht wurde, schlug die Nachricht große Wellen – Wellen, die sich mit jeder Woche in einen immer heftigeren Sturm verwandelten. Zum Jahrestag fordern Bürgerrechtler, IT-Unternehmen, Entwickler und Nutzer im Rahmen des vom Verbund Fight for the Future initiierten Aktionstages Reset the Net eine Rückeroberung des Internets.

Zu den Zielen der Initiatoren von Reset the Net gehört unter anderem dafür zu sorgen, dass die Privatsphäre von Nutzern gestärkt wird und Anwender wieder mehr Kontrolle über ihre eigenen Daten erlangen. Die Nutzung des Internets soll wieder frei und ungehindert möglich sein – die Kontrolle durch Regierungen und Geheimdienste soll ebenso wie die Spionage durch Unternehmen eingedämmt werden.

Reset the Net: So machst du mit

Wer die Ziele von Reset the Net am heutigen Jahrestag unterstützen und für mehr Freiheit, Privatsphäre und Datenschutz im Internet einstehen will, hat dazu zahlreiche Möglichkeiten. Zum einen könnt ihr der Kampagne zu maximaler Öffentlichkeit verhelfen, indem ihr Freunde und Bekannte darauf hinweist, Blogposts verfasst und über eure sozialen Kanäle laut seid. Die Entwickler unter euch werden von Reset the Net dazu aufgerufen, ihren Anwendungen oder Apps ein „NSA-resistentes Feature“ zu spendieren.

Zum einjährigen Jubiläum der ersten Berichte über den NSA-Skandal durch Edward Snowden findet heute der Aktionstag Reset the Net statt. (Bild: Reset the Net)

Zum einjährigen Jubiläum der ersten Berichte über den NSA-Skandal durch Edward Snowden findet heute der Aktionstag Reset the Net statt. (Bild: Reset the Net)

Privatanwender können ebenfalls Teil der Kampagne werden, indem sie einfach ein Tool für mehr Privatsphäre installieren. Für diesen Zweck hat Reset the Net ein Privacy-Pack zusammengestellt. Dabei handelt es sich um eine Sammlung kostenloser Software für die Bereiche Datenschutz, Anonymisierung und Verschlüsselung sowohl für Rechner als auch Mobilgeräte. Mit von der Partie sind unter anderem verschlüsselte Instant-Messenger, die Browsererweiterung HTTPS Everywhere, E-Mail-Verschlüsselung und Apps für sichere Telefonate und Kurznachrichten.

Darüber hinaus bietet Reset the Net diverse koordinierte Teilnahmemöglichkeiten. So steht die Twitter Brigade für koordinierte Forderungen an Konzerne wie Apple, Amazon, Google und Facebook. Bei Thunderclap handelt es sich dagegen um den Versuch, durch die Teilnahme an einem zeitgleichen und automatischen Tweet die Twitter-Trends anzuführen. Website-Betreiber können ihre Unterstützung mit Hilfe eines Splash-Screens zeigen, den sie am heutigen Tag auf ihrer Website einbinden.

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4 Kommentare
Snuffy_

Ich werde es auch unterstützen! So eine Idee finde ich gut!

Antworten
Moritz

Ich werde es aufjedenfall unterstützen!
Nur leider ohne meine Website…

Antworten
Mahner
Mahner

Und was bewirkt das? Ruft irgendeine dieser Aktionen den politischen Entscheidungsträgern ins Bewusstsein, dass eine (hoffentlich große) Bevölkerungsgruppe GEGEN die Totalüberwachung ist? Interessiert sich irgendeiner von denen für Hashtags? Nein. Wenn diese Parteien und Personen (es seien mal Juncker und Gladio in den virtuellen Raum geworfen) sogar noch wieder gewählt werden sollte man zumindest dafür sorgen, dass die eigene Stimme gehört wird. Ansonsten glauben „die da oben“, dass es den Menschen einfach egal ist. Und damit haben sie dann sogar noch Recht. Man muss was tun, um etwas zu erreicheen. Bitte denkt auch an Lobos Rede und tut mehr, als nur zu twittern oder irgendein Tool zu installieren :-( Das freie Internet braucht euch!

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