E-Commerce

Retourenkosten berechnen oder nicht? Kostenloser Kalkulator hilft Onlinehändlern

Der Retourenkosten-Kalkulator soll Online-Händlern helfen. (Bild: © industrieblick – Fotolia.com)

Retourenkosten können Onlinehändler ihren Kunden auferlegen. Ob sich das betriebswirtschaftlich lohnt oder nicht und welches Retouren-Szenario das Beste für den eigenen Shop ist, das berechnet jetzt ein kostenloser Retourenkosten-Kalkulator.

Retourenkosten stellen in der Kalkulation eines Onlinehändlers einen wichtigen Posten dar. Ein Teil dieser Kosten sind die Versandkosten für die Retourensendung – die Rücksendekosten. Seit die neue Verbraucherrechte-Richtlinie im letzten Monat eingeführt wurde, könnten Onlinehändler ihren Kunden diese Rücksendekosten auch auferlegen. Aber was könnten die Auswirkungen auf den Umsatz sein?

Viele Kunden dürften die Auferlegung solcher Kosten nicht als sonderlich kundenfreundlich empfinden. Bleiben dann Bestellungen aus? Und wenn ja: wieviele? Oder besser gefragt: Lohnt es sich vielleicht aus betriebswirtschaftlicher Sicht, ein paar Bestellungen zu verlieren und dafür etwas mehr Ertrag zu erwirtschaften? Ein Retourenkosten-Kalkulator der Goethe-Universität Frankfurt soll Onlinehändlern bei diesen Fragen helfen.

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Pakete raus, Retouren rein. Die Retourenquote darf für Onlinehändler nicht zum Ertrags-Grab werden. (Foto: mdornseif / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Der Retourenkosten-Kalkulator

Der Kalkulator errechnet anhand einiger betriebswirtschaftlicher Kennzahlen mit einer wissenschaftlichen Berechnungsmethode, wie sich der durchschnittliche Gewinn entwickeln würde und in welcher Höhe sich die Anzahl der Bestellungen verändern müsste, um wieder den aktuellen Durchschnittsgewinn zu erzielen. Onlinehändler brauchen zur Nutzung des Retourenkosten-Kalkulators natürlich einige Kennzahlen:

  • Durchschnittliche Retourenquote
  • Durchschnittlicher Deckungsbeitrag (pro Bestellung)
  • Durchschnittliche Prozesskosten (pro retournierter Bestellung, ohne Versandkosten)
  • Durchschnittliche Akquisitionskosten/Werbekosten (pro Bestellung)
  • Anfallende Versandkosten (pro Bestellung)
  • Vom Kunden bezahlte Versandkosten (pro Bestellung)
  • Vom Kunden bezahlte Retourenkosten (pro retournierter Bestellung)
(Screenshot: return-cost-calculator.com)

So sieht die Eingabe-Maske des Retourenkosten-Kalkulators aus. (Screenshot: return-cost-calculator.com)

Mit dem Retourenkosten-Kalkulator lassen sich damit die verschiedenen Möglichkeiten durchrechnen, die aktuell rechtlich zulässig sind, die Ergebnisse werden in einer tabellarischen Übersicht angezeigt. Der Kalkulator ist ein Projekt des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt und wurde von drei Wissenschaftlern ins Leben gerufen.

(Screenshot: return-cost-calculator.com)

Der Retourenkosten-Kalkulator berechnet gleich mehrere Szenarien auf einen Rutsch. (Screenshot: return-cost-calculator.com)

Wichtig: Eine Retouren-Strategie entwickeln

Die betriebswirtschaftliche Kalkulation der Folgen aus den verschiedenen Szenarien ist wichtig, sollte aber nicht die einzige Entscheidungsgrundlage für die Beantwortung der Frage sein, ob Retourenkosten nun dem Kunden auferlegt werden oder nicht – sondern nur ein Entscheidungsbaustein bei der Entwicklung einer Retourenstrategie. Mehr zu den Hintergründen findet sich in unserem Artikel „E-Commerce: Die Suche nach dem Ausweg aus dem Retouren-Dilemma“.

Trotz E-Commerce-Studie: So vermeiden Online-Händler Retouren“ Hinweise zu den Möglichkeiten, die Retourenquote zu verringern.

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2 Kommentare
Raumduft

Ein klasse Tool. Wir werden mal einige Varianten durchspielen. Die Bedienung ist wirklich kinderleicht.

LG

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Markus

Ganz tolle Idee. Schön alle kritische Daten preisgeben und dafür eine Rechnung abgenommen bekommen, die ein Viertklässler hätte aufstellen können.

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