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Virgin Galactic: Richard Branson schreibt ein bisschen Raumfahrtgeschichte

Virgin-Galactic-Gründer Richard Branson (Mitte) mit den beiden Piloten. (Foto: dpa)

Das Raumfahrtunternehmen von Milliardär Richard Branson hat erstmals Menschen ins All befördert. Der Meilenstein kommt jedoch mit großer Verspätung.

Ein Meilenstein in der Firmenhistorie von Virgin Galactic: Das US-Raumfahrtunternehmen hat erstmals zwei Menschen an den Rand des Weltraums befördert. Am Donnerstagabend erreichten die Piloten Mark Stucky und Frederick Sturckow nach einer 60 Sekunden dauernden Zündung der Raketentriebwerke eine Flughöhe von 82,7 Kilometer. Der Internationale Luftsportverband FAI zieht die Grenze des Weltraums bei 100 Höhenkilometern.

Weltraumflug mit 10 Jahren Verspätung

Milliardär Richard Branson, der Virgin Galactic 2004 mit dem Ziel gegründet hatte, den Weltraumtourismus voranzutreiben, ließ sich nach der Landung mit den Piloten fotografieren. „Erstmals in der Geschichte hat ein bemanntes Raumschiff das Weltall erreicht, das für die Beförderung von Privatpersonen gedacht ist“, kommentierte Branson den Flug.

Pünktlich ist der Unternehmer damit jedoch nicht. Entsprechende Weltraumflüge hatte der Unternehmer bereits für 2008 in Aussicht gestellt. Wegen technischer Probleme und einem tödlichen Absturz 2014 mussten die Pläne aber immer wieder verschoben werden. Auch die Preise wurden zwischenzeitlich angepasst. Von 200.000 Dollar auf 250.000 Dollar. Das „VSS Unity“ genannte Raumschiff wird einemTrägerflugzeug in mehrere Kilometer Höhe gebracht, von wo es mit dem eigenen Raketenantrieb durchstartet.

Den Plan, Privatpersonen auf lange Sicht ins All zu befördern, verfolgen auch andere Milliardäre. So beispielsweise SpaceX-Gründer Elon Musk oder Amazon-Chef Jeff Bezos mit seiner Raumfahrtfirma Blue Origin.

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