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Roaming für E-Autos: EU-Projekt „evRoaming4EU“ will das Akkuladen vereinfachen

Elektroauto laden. (Foto: Yauhen_D/Shutterstock.com)

Das EU-Projekt „evRoaming4EU“ will es Fahrern von Elektroautos möglich machen, an jeder Ladestation in der EU zu laden. Die Projektpartner setzen dabei auf das offene OCPI-Protokoll.

Branchenbeobachter machen für den schleppend verlaufenden flächendeckenden Umstieg auf Elektroautos nicht zuletzt Mängel bei der Ladeinfrastruktur verantwortlich. Kein Wunder, dass gerade erst ein Bündnis verschiedener Verbände, darunter der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV), eine verbraucherfreundliche Ladeinfrastruktur gefordert hat. „Das Laden muss einfacher und transparenter werden“, sagte VZBV-Vorstand Klaus Müller. Genau daran arbeitet derzeit das EU-Förderprojekt „evRoaming4EU“.

Elektroautos laden: Projekt setzt auf offenes Protokoll

60 lokale und internationale Partner aus den Niederlanden, Dänemark, Österreich und Deutschland haben sich Anfang der Woche zum Auftakt des europäischen Partnerschaftsprojekts in Deutschland getroffen. Im Fokus steht dabei die Umsetzung des offenen und unabhängigen Open-Charge-Point-Interface-Protokolls (OCPI). Dieses Protokoll soll die Akzeptanz für Elektromobilität steigern, das Laden von Elektroautos erleichtern und Verbraucher transparent über Ladestandorte und Ladepreise in Europa informieren, wie Stromnetz Hamburg mitteilt. Das Unternehmen betreibt die öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur in der Hansestadt.

Bisher krankt die Elektromobilität laut Stromnetz Hamburg unter anderem an der schlechten Informationslage über Standorte und Verfügbarkeit von Ladestationen, fehlenden Preis- und Tarifinformationen sowie Standardisierungsproblemen bei Ladesteckern und Ladekarten. Dem Netzbetreiber zufolge werde sich durch die europaweite Verwendung des OCPI-Protokolls die Komplexität reduzieren. „Die Vernetzung ermöglicht auch attraktivere und transparentere Tarifmodelle“, erklärt Stromnetz-Hamburg-Chef Christian Heine.

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Klein und flink ist der Cityhopper E-Up. Mit seinem Preis von über 25.000 Euro ist das Modell aber um einiges teurer als der Einstiegspreis des normalen Up. Mit einem 82-PS-Motor ist der Wagen jedoch auch stärker ausgerüstet – aber für einen Kleinstwagen bleibt der Preis äußerst happig. (Foto: VW)

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Das EU-Förderprojekt soll Ende 2019 abgeschlossen sein. Die Vereinheitlichung und Interoperabilität der Ladeinfrastruktur, insbesondere der Protokolle für den Informationsaustausch zwischen Backoffice-Operationen der beteiligten Akteure (Ladeinfrastrukturbetreiber, Mobilitäts- und Navigationsdienstleister), soll, so die Hoffnung der Projektteilnehmer, die noch vorhandenen Hindernisse beseitigen.

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